Indonesien statt China: Apple-Fertiger verschiebt Produktion schon nächsten Monat

Pegatron

Apples Auftragsfertiger beginnen bereits, Produktionskapazitäten aus China abzuziehen. Im Angesicht des Handelskrieges, der mit immer unkalkulierbareren Unsicherheiten im internationalen Warenverkehr verbunden ist, ziehen die Unternehmen erhöhte Kosten einer unberechenbaren Lage in China vor.

Heute berichteten wir bereits, dass der Zollstreit zwischen China und den USA nicht nur kurzfristig für Huawei,, sondern auch mittel- und langfristig für Apple teuer werden könnte. Bereits länger arbeiten die verschiedenen Auftragsfertiger von Apple an Plänen, auch außerhalb von China iPhones und andere Gadgets zusammenbauen zu können. Nun folgen schneller als erwartet erste Konsequenzen.

So wird Pegatron wohl bereits ab nächstem Monat in Indonesien für Apple fertigen lassen.

iPads und Macs aus indonesischer Produktion

Pegatron wird wohl bereits ab Juni damit beginnen, iPads und Macs in Indonesien zu produzieren, das berichtet die ihn Taiwan erscheinende Digitimes unter Berufung auf Zuliefererkreise. Hierbei wird sie sich dem lokalen Subunternehmer PT Sat Nusapersada bedienen, dessen CEO Abidin Hasibuan bestätigte gegenüber lokalen Wirtschaftsmedien auch umgehend, ab Juni einen neuen Kunden zu haben. Dessen Namen oder die für ihn gefertigten Artikel nannte er namentlich nicht, erwähnte allerdings, dass sie in die USA exportiert werden sollen.

Zuvor war über Pläne Pegatrons berichtet worden, die Produktion in Vietnam aufzunehmen. Kurzfristig habe man sich aber nun für Indonesien entschieden, weil dort die Personalsituation einfacher zu handhaben sei.

Ob weitere Fertigungskapazitäten aus China in andere Billiglohnländer verlagert werden, wird vom Ausgang der laufenden Wirtschaftsverhandlungen zwischen Peking und Washington abhängen. Unterdessen haben westliche Produkte wie iPhones in China wie zuletzt beobachtet zunehmend einen schweren Stand.

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Roman van Genabith
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6 Kommentare zu dem Artikel "Indonesien statt China: Apple-Fertiger verschiebt Produktion schon nächsten Monat"

  1. Kevin 23. Mai 2019 um 21:54 Uhr · Antworten
    Da sieht man mal wieder wie viel Macht die USA hat, einfach mal einen Handy Konzern Schwächen/platt machen und neben bei noch Chinas wichtigste Wirtschaft schwächen…🤦‍♂️
    iLike 15
    • Berta 24. Mai 2019 um 09:41 Uhr · Antworten
      Trump ist best Ever !!!!!
      iLike 9
  2. Tom's 23. Mai 2019 um 22:37 Uhr · Antworten
    Na also, geht doch. Der Rubel sucht sich schon seine Wege…
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  3. Blub 23. Mai 2019 um 23:25 Uhr · Antworten
    Viel Spaß mit den neuen Produkten aus Indonesien, ich verzichte dankend darauf, bis die das anständig bauen können wird es bestimmt viele fehlerhafte Geräte geben.
    iLike 8
    • gast22 23. Mai 2019 um 23:41 Uhr · Antworten
      Die Befürchtung habe ich auch. Wobei die Liste der Auftraggeber sehr lang ist und Apple nicht automatisch betroffen sein muss. Es gibt auch andere Produktionsstandorte, darunter Tschechien, USA usw. Aber es ist normal, dass eilig Schlussfolgerungen gezogen werden, ohne auf reale Zusammenhänge bzw. Fakten zurückzugreifen. Die Idee im Artikel passt zur allgemeinen Entwicklung und bei der Pressefreiheit die wir haben kann man sich einiges zusammenreimen. Merkt ja ohnehin kaum jemand. Zuletzt: Eine komplette Verlagerung geht nicht in ein paar Wochen. Erst recht nicht, wenn man statt Vietnam plötzlich Indonesien nehmen will. Könnte ebenso eine Erweiterung eigener Produktionsstätten sein. Wie gesagt: Die Liste der Auftragnehmer ist lang – siehe Wikipedia
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    • Progamer 24. Mai 2019 um 20:01 Uhr · Antworten
      Da gebe ich dir mal recht
      iLike 2