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Hoch gepokert und gewonnen: TikTok wird nicht verboten, neuer Deal ermöglicht Weiterbetrieb

TikTok - Symbolbild

Der TikTok-Bann in den USA ist vom Tisch. Tatsächlich kam in letzter Sekunde noch eine Einigung zu Stande. Danach wird der Betrieb von TikTok USA durch die beiden Unternehmen Oracle und Walmart aufrechterhalten. Die Mehrheit der Anteile bleibt allerdings beim chinesischen Mutterkonzern, an dem aber wiederum zahlreiche US-Investoren beteiligt sind.

TikTok wird in den USA einstweilen nicht verboten werden. Vor dem Wochenende hatten wir noch über die von Präsident Donald Trump angekündigte Blockade von TikTok-Downloads in App Store und Google Play Store berichtet und spekuliert, die Trump-Administration setze womöglich auf stärkeren Druck, um eine Einigung im letzten Moment zu erzwingen.

Das Kalkül, so es vorhanden war, ist aufgegangen. Wie Agenturen heute berichten, ist der akute Download-Bann für TikTok abgewendet, wenn auch aktuell nur verschoben. Allerdings hat Trump nun einem Deal zugestimmt, der sehr den bereits zuvor ausgehandelten Partnerschaften ähnelt.

So wird TikTok in Zukunft geführt

Danach wird der Betrieb des Videodienstes außerhalb Chinas in Zukunft unter der Regie von Oracle und TikTok abgewickelt. Oracle übernimmt dabei die technische Seite und stellt Server und Cloud-Kapazitäten. Oracle soll auch vollständigen Zugriff auf den Quellcode der TikTok-App erhalten, um sicherstellen zu können, das keinerlei chinesische Hintertüren eingebaut werden.
An Oracle fallen 12,5% des neuen TikTok-Unternehmenskonstrukts. Weitere 7,5% werden von der Handelskette Walmart gehalten werden.

Das neue Hauptquartier von TikTok USA soll in Texas angesiedelt werden. Trump, bereits lange voll im Wahlkampfmodus, erklärte hierzu, dieser Schritt werde rund 25.000 neue Jobs in dem US-Bundesstaat schaffen. Ob diese Behauptung je eingelöst werden wird, ist allerdings fraglich.

Weiter sprach der US-Präsident von einer fünf Milliarden Dollar schweren Zahlung an die US-Regierung, die im Rahmen des Deals erfolgen soll. Diese werde dazu verwendet werden, der US-Bildungspolitik neue Impulse zu verleihen. TikToks Muttergesellschaft zeigte sich erstaunt über diese Information. Man habe davon aus den Nachrichten gehört, hieß es in einer Stellungnahme.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Hoch gepokert und gewonnen: TikTok wird nicht verboten, neuer Deal ermöglicht Weiterbetrieb"

  1. RolandTVD 20. September 2020 um 18:41 Uhr ·
    Sehr schön. Dann ist weiterhin eine App aktiv die homosexualität und deren Befürwortung zum „Jugendschutz“ sperrt und jegliche Kritik an politischen Personen zensiert. U.A die Hongkong Proteste. Aber Hauptsache die 12 jährigen haben Spaß.
    iLike 19
    • dann 21. September 2020 um 09:30 Uhr ·
      da hast du recht und man sollte härter gegen China vorgehen. Und sicherlich verzichtest du auch bereits auf alle Produkten Made in China? Oder gilt der Bann nur für Produkte und Dienste, die dir egal sind…
      iLike 1
  2. Thorsten 20. September 2020 um 20:29 Uhr ·
    Erbärmlich
    iLike 0

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