Handelskrieg: Foxconn empfiehlt Apple Umzug nach Taiwan

Foxconn Logo / Gebäude thumb

Apple-Zulieferer Foxconn empfiehlt dem iPhone-Konzern, in Taiwan neue Fertigungskapazitäten zu erschließen. Mit Blick auf die angespannte Situation im Handelskrieg mit den USA sei dies eine sinnvolle Maßnahme.

Apple muss sich weiter mit der Frage auseinandersetzen, wie man dem Handelskrieg zwischen den USA und China begegnen möchte. Erst kürzlich berichteten wir von einer neuen Initiative des Unternehmens an die US-Politik, die Krise nicht weiter eskalieren zu lassen. Neue Strafzölle, so erklärte Apple ganz unverblümt, gefährdeten die internationale Wettbewerbsfhähigkeit von Apple und anderen amerikanischen Unternehmen und spielten letztlich den Chinesen in die Hände.

Nun wird auch von anderer Seite Skepsis an der starken Abhängigkeit von China laut.

Foxconn empfiehlt Verlagerung der Produktion nach Taiwan

Der CEO von Apples größtem Zulieferer Foxconn Terry Gou, eine in der taiwanischen Öffentlichkeit schillernde Persönlichkeit, hat sich nun mit einer eindeutigen Empfehlung in Richtung Apple zu der Frage positioniert. Gou, der sich im kommenden Jahr als Kandidat für die Wahl zum taiwanischen Präsidenten aufstellen lassen möchte, empfiehlt Apple, die Produktion seiner Zulieferer nach Taiwan zu verlagern. Gegenüber der Wirtschaftsagentur Bloomberg erklärte der Foxconn-Gründer, er halte es für machbar, dass Apple seine chinesischen Fertigungsstanndorte in den Nachbarstaat umziehen könnte.

Es ist schwer zu sagen, ob sich in Taiwan tatsächlich die immensen Kapazitäten schaffen lassen, die in China derzeit bestehen. Foxconn ist zwar ein taiwanisches Unternehmen, lässt aber zu großen Teilen in China und anderen Ländern produzieren, kaum im eigenen Land.

Unterdessen rücken auch Staaten wie Vietnam immer mehr in den Fokus von Apple. Erst heute wurde bekannt, dass Foxconn dort eine neue Fabrik eröffnen möchte, die zunächst Komponenten für TV-Bildschirme fertigt. Eine spätere Erweiterung zur Montage von Apple-Produkten wäre denkbar. Aktuell bezieht Apple bereits Komponenten für die iPhone-Kamera aus dem bislang noch weniger entwickelten Staat.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Handelskrieg: Foxconn empfiehlt Apple Umzug nach Taiwan"

  1. iPhoner 24. Juni 2019 um 21:34 Uhr ·
    Unglaublich, ein taiwanesischer Superreicher will Präsident werden um seiner Korruption das Sahnehäubchen aufzusetzen. Wie Trump! Ignoriert dabei aber dass China in Taiwan nur eine abtrünnige Region sieht und es sich, genauso wie Hongkong, (absehbar) wieder einverleibt.
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