Hammer-Deal perfekt: Google kauft Fitbit für 2,1 Milliarden Dollar

Das, worüber im Vorfeld und in den letzten Tagen bereits spekuliert wurde, bewahrheitet sich heute. Die Google-Mutter Alphabet wird den Fitness-Konzern Fitbit übernehmen, für satte 2,1 Milliarden US-Dollar. Dies hat Rick Osterloh, Senior Vice President, Devices & Services, vor wenigen Minuten in einem Blogpost heute bestätigt.

Fitbit schreibt rote Zahlen und das bei Hunderten Millionen Dollar Umsatz. Das Wearable-Geschäft ist schwierig. Apple hat den Markt im mittleren und oberen Preissegment inne und kann in Sachen Fitness, Sensoren und Sport immer mehr punkten. Bei den günstigeren Uhren mischen die chinesischen Armband Hersteller wie Xiaomi mit und machen es Fitbit somit extrem schwer.

Auf der anderen Seite hat Google mit seinem Wear OS nur die Software für Smartwatches und Fitnessuhren, hingegen kaum Hardware zu bieten. Die beiden Unternehmen könnten sich gegenseitig helfen. So sieht das zumindest Alphabet, die nun mit über 2 Milliarden US-dollar tief in die Tasche greifen.

Wie schnell man wieder in die schwarzen Zahlen kommen kann, wird sich zeigen. Eventuell ist das auch gar nicht oberste Priorität, wenn das Know-How für Google zunächst spannender ist. Definitiv interessant wird jedoch, welche neue Hardware wir von Fitbit unter Google erwarten dürfen.

Osterloh schreibt in seinem Blogpost, dass man zusammen mit dem Fitbit-Team in den Bereichen künstliche Intelligenz, Software und Hardware an neuen Innovationen basteln wird:

Over the years, Google has made progress with partners in this space with Wear OS and Google Fit, but we see an opportunity to invest even more in Wear OS as well as introduce Made by Google wearable devices into the market. Fitbit has been a true pioneer in the industry and has created engaging products, experiences and a vibrant community of users. By working closely with Fitbit’s team of experts, and bringing together the best AI, software and hardware, we can help spur innovation in wearables and build products to benefit even more people around the world.

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Lukas Gehrer
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9 Kommentare zu dem Artikel "Hammer-Deal perfekt: Google kauft Fitbit für 2,1 Milliarden Dollar"

  1. Schmitty 1. November 2019 um 14:59 Uhr ·
    Zack und weg…
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  2. Photo 1. November 2019 um 15:02 Uhr ·
    Das wird nichts werden trotz der Finanzpower von Google , wenn Apple in einem Markt ist geben die nicht nach und werfen ihre Vorherrschaft ausbauen mit Innovation
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    • Progamer 3. November 2019 um 11:58 Uhr ·
      Naja das Geld nicht unbedingt was nützt siehe Huawei der Konzern hat es in 5 Jahren geschafft von ganz unten nach ganz oben zu kommen und Technisch noch an Apple und Samsung vorbeizukommen. Nur die US Regierung mit den ganzen Strafen konnte Huawei stoppen. Weil das Huawei Mate 30 Pro ist in Sachen Kamera den IPhone 11 Pro um Längen voraus!
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  3. valuk 1. November 2019 um 15:07 Uhr ·
    Guter Schachzug
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  4. Mo 1. November 2019 um 15:30 Uhr ·
    Pebble —> wird durch Fitbit übernommen —> wird von Google übernommen. Erinnert stark an Nokia —> Microsoft
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  5. hvt 1. November 2019 um 19:15 Uhr ·
    Ich habe jahrelang eine Pebble getragen, ehe sie von Fitbit übernommen wurden. Den Sprung zur Versa wollte ich aber dann nicht wagen, da ich eine smartere Software wollte und ich als iPhone User schon von den Funktionalitäten eingeschränkt bin. Ich bin gespannt was da kommen wird :)
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  6. Keno 1. November 2019 um 19:18 Uhr ·
    Fibit ist so naja…Preise fast wie bei Apple, aber Features und Software wie bei Microsoft 😂 Kannst du bedenkenlos in die Tonne kloppen. Nur mit Probleme gehabt. Seit dem Wechsel zur Apple Watch gibts weder Probleme, noch Features die uns Fehlen.
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    • Chef vom Dienst 2. November 2019 um 12:47 Uhr ·
      Also ich habe meiner Mutter so eine Fitnessuhr von fitbit gekauft. Ist keine aWatch, aber sie hat viel Potenzial. Und man kann sogar Daten über eine Webapplikation analysieren. Das geht bei Apple gar nicht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall in Ordnung! Hoffentlich macht man was daraus. Und es wäre schön, wenn man die Daten der aWatch endlich mal mittels Webapplikation oder zumindest am Mac analysieren könnte.
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      • Steve 3. November 2019 um 10:09 Uhr ·
        Also ich werde ganz sicher keine persönlichen Gesundheits- und Fitness/Daten über eine Webapplikation analysieren lassen, und über Google schon gar nicht. Ich habe die „Krake“ ohnehin gesperrt und geblockt wo es geht. Erstaunlich, wie viele Webseiten davon betroffen sind dann. Hobby-Coder, verstehen die Funktionen nicht, aber bauen fertige Snippets und Applikationen in Ihre Websites ein, weil sie ihnen Mehrwert versprechen, und Google greift alles einfach ab, mit unbekanntem Ziel und unklarer Verwendung. Aber das ist ein anderes Thema. Wenn Analyse, dann nur lokal – und bei mir dann trotzdem nicht mit Google. Ich gehe auch aktuell nicht davon aus, dass Apple das so schnell anbieten wird. Die Daten sind auf der aWatch lokal und safe gesichert. Jede Übertragung, egal ob auf Mac oder woanders, birgt Risiken, die Apple (zumindest derzeit) kaum eingehen wird.
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