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Die ich rief, die Geister: Wie Apple gegen überhöhte App-Abos vorgeht

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Apple geht inzwischen energischer gegen App-Entwickler vor, die mit überhöhten Preisen den Nutzern das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die aufgerufenen Preise für die erbrachte Leistung angemessen sind – ein Prozess, der händisch erfolgen muss und dessen Kapazität dadurch begrenzt ist.

Den App Store mit seiner deutlich siebenstelligen Anzahl von Apps fortwährend in Hinsicht auf Qualität und Befolgung aller Regeln zu prüfen, ist eine echte Sisyphos-Aufgabe, bei der jedes Review-Team, wie groß auch immer es sei, zwangsläufig immer ein wenig im Rückstand liegen muss. Bestimmte Aufgaben sind dabei anspruchsvoller als andere: Während sich einige Mängel einer App durch automatisierte Prüfroutinen entdecken lassen, erfordern andere Kriterien nicht nur einen flüchtigen Blick, sondern noch etwas mehr Aufmerksamkeit. Dazu zählt sicher auch die Frage, wie viel eine App kosten darf.

Wie viel ist ein bestimmter Service wert und wann ist ein Preis zu hoch? Dieser Frage geht Apples Team inzwischen bewusster nach und erteilt auch erste Rügen. Einigen Entwicklern wurde so etwa ein aufgerufener Preis für In-App-Käufen nicht durchgehen lassen.

Apple rügt zu hohe Preise

In diesen Fällen erhielten die Entwickler von Apple eine Nachricht, in der ihnen mitgeteilt wurde, ihre App werde nicht in der eingereichten Form zugelassen, weil die Preise für einzelne Leistungen unangemessen hoch waren. Diesen Entwicklern gibt Apple einige Tipps, wie in dieser Situation zu verfahren ist: Sie sollen danach entweder die erbrachte Leistung dem Preis anpassen, was im Klartext bedeutet, die effektive Werthaltigkeit des Angebots soll erhöht werden, oder die Preise sollen sinken. Gleichzeitig werden Entwickler gewarnt, dass wiederholte Einreichungen, die womöglich den selben Mangel erneut aufweisen, zu längeren Wartezeiten führen können.

Die Geister, die ich rief

Apple begegnet mit diesem neuen Vorgehen einem Problem, an dessen Entstehung man selbst aktiv mitgeholfen hatte. Apple hatte jahrelang Entwickler ermutigt, bei ihren Apps auf Abomodelle zu setzen. Damit sollte einerseits der Cashflow der Entwickler verstetigt werden, diese Entwicklung stärkt aber auch den App Store als ganzes in Apples Ökosystem. Nun scheint es, wurde in Cupertino erkannt, dass es höchste Zeit ist, die ärgsten Auswüchse der Abokrankheit zurückzuschneiden, spricht Apples Review-Team in den Ermahnungen teils doch ganz unverhohlen von betrügerischen Abzockepreisen. Wie nachhaltig die neue Politik Apples ist, muss sich indes noch erweisen.

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Roman van Genabith
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8 Kommentare zu dem Artikel "Die ich rief, die Geister: Wie Apple gegen überhöhte App-Abos vorgeht"

  1. ohne Punkt und Komma 21. Februar 2021 um 11:15 Uhr ·
    👍🏼
    iLike 3
  2. K-Bear 21. Februar 2021 um 11:16 Uhr ·
    No comment
    iLike 1
  3. günni 21. Februar 2021 um 11:46 Uhr ·
    Finde ich super 👍👍
    iLike 0
  4. Ichbins 21. Februar 2021 um 11:49 Uhr ·
    Naja – lange überfällig und auch für Einmalkäufe. Bin gespannt auf die Taten, die dieser Ankündigung folgen…
    iLike 4
  5. Ichbinsauch 21. Februar 2021 um 13:32 Uhr ·
    Die kostenpflichtigen und zum Teil hochqualitativen Apps waren für mich der Grund, von Linux auf MacOS zu wechseln. Die jetzt zunehmende Tendenz zum Abo hat das Zeug dazu, mich zu einem Wechsel zurück zu Linux zu bewegen. Ich zahle gerne für Software, aber ein Abo für ’ne simple Kalenderanwendung .. nee, danke, no need.
    iLike 15
  6. Fanboy 21. Februar 2021 um 13:53 Uhr ·
    Grundsätzlich muss doch jeder selbst entscheiden,ob ihnen gewisse Leistungen in der App das Geld wert sind,oder nicht.Aber die Dreistigkeit einiger Entwickler sind wirklich fernab jeglicher Realität.Finde es gut,dass Apple da eingreift.👍👍👍
    iLike 9
  7. Mahoney 21. Februar 2021 um 15:08 Uhr ·
    Finde ich gut, auch im Hinblick auf in-app Käufe bei Spielen. Wobei es bestimmt schwer ist objektive Kriterien zu finden. – Desweiteren, schreibt ihr eure Artikel eigentlich selber? Falls ja, dann arbeitet doch mal bitte an solchen Formulierungen: „was im Klartext bedeutet, die effektive Werthaltigkeit des Angebots soll erhöht werden“. Das ist definitiv nicht Klartext!
    iLike 3
  8. Gregor 22. Februar 2021 um 07:12 Uhr ·
    Wucher zu unterbinden ist eigentlich eine Aufgabe des Staates
    iLike 2

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