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Belkin SOUNDFORM ELITE Smart-Speaker im Test: HomePod-Konkurrent mit Google Assistant? | REVIEW

Der Belkin SOUNDFORM ELITE ist Smart-Speaker mit vielen technischen Raffinessen. Das Design ist extravagant und zeugt von hoher Detailverliebtheit. Besonders sticht das in Kooperation mit Devialet entstandene Soundsystem hervor. Der Sound ist in Ordnung und kann vor allem im Tieftonbereich glänzen. Dagegen schwächeln vor allem die Mitten. Der Preis von knapp 200 Euro ist für die gebotene Leistung etwas hoch, aber noch akzeptabel.

DESIGN: Vertraut und doch ganz anders

Der Belkin Soundform Elite gleicht in seiner Bauform sehr anderen Smart-Speakern alla HomePod oder Huawei Sound X: ein Zylinder mit schwungvollen Elementen. Allerdings fällt die zunächst merkwürdig anmutende Oberseite auf. Denn es sieht fast so aus, als hätte man in FruitNinja einen HomePod in zwei Hälften zerteilt. In der Schräge ist eine Vertiefung, in der eine Ablagefläche eingelassen ist. Diese ist nicht etwa für den Haustürschlüssel gedacht, sondern für das Smartphone. Denn unter dem „Acoustic by Devialet“-Schriftzug ist ein Qi-Charger verbaut, der Android- und Apple-Geräte induktiv laden kann.

Smarte Idee: Kabellose Ladeschale und Speaker miteinander verbinden

Smarte Idee: Kabellose Ladeschale und Speaker miteinander verbinden (Bild: Valentin Heisler)

Unterhalb der Ladeschale befindet sich das Bedienfeld für Play/Pause und Lauter/Leiser sowie für Bluetooth- und Mikrofonkonfiguration. Zwei Indikatoren zeigen den Bluetooth-Status an und ob das Mikrofon an- oder ausgeschaltet ist. An der Front sind unterhalb der Stoffummantelung vier LEDs angebracht. Je nach Aktion oder Zustand des Lautsprechers nehmen sie unterschiedliche Farben an. Ein Wermutstropfen: Ist das Mikrofon deaktiviert, leuchten die Lämpchen durchgehend orange. Das kann gerade nachts beim Schlafen nervig werden.

Vergleich zwischen Belkin SOUNDFORM ELITE und Apple HomePod

Vergleich zwischen Belkin SOUNDFORM ELITE und Apple HomePod (Bild: Valentin Heisler)

Wie schon erwähnt, sind die Seitenwände durchgehend von Stoff umgeben. Die aufgesetzte Oberseite besteht aus Kunststoff, der Standfuß und der Wireless-Charger haben eine Gummi-Beschichtung. die Das externe Netzteil geht an der Rückseite nahtlos ins Gehäuse über. Einen Akku-Betrieb gibt es beim Belkin Soundform Elite nicht. Das bedeutet, Ihr könnt ihn ausschließlich als stationären Speaker einsetzen.

AUSSTATTUNG: Was er alles kann – und nicht kann

Für diesen Lautsprecher hat Belkin mit Devialet zusammengearbeitet, die für ihre futuristischen HiFi-Anlagen bekannt sind. Insgesamt kommen drei Treiber zum Einsatz – vergleichsweise wenig. Für den richtigen Wumms sorgen zwei 60-Watt-Woofer mit einer Größe von je 70 mm. Diese sind zudem mit der Devialet „Push-Push“-Technologie ausgestattet, um die basstypischen Umgebungsvibrationen zu reduzieren. Die Dreifaltigkeit des Speakers vollendet ein 30-Watt-Breitbandtreiber mit einer Größe von 35 mm. Als weiteres Devialet-Schmuckstück nennt Belkin die SAM-Technologie, die den Detailreichtum in allen Lautstärken intensivieren bzw. erhalten soll. Der Frequenzgang von 40 Hz bis 20 kHz ist für einen Lautsprecher dieser Größe nicht schlecht, andere schaffen aber mehr. Der Huawei Sound X kommt etwa auf 40.000 Hz hoch.

Bei den Drahtlosverbindungen lässt Belkin eigentlich keine Wünsche offen: Bluetooth 5.0 und WLAN 802.11b/g/n/ac auf 2,4 und 5 GHz sind absolut zeitgemäß. Manch Android-User hätte sich über eine NFC-Unterstützung gefreut. AirPlay gibt es in der Google-Home-Variante nicht. Allerdings soll bald eine zweite Version erscheinen, die Alexa und AirPlay 2 mitbringt.

Mit dem Google Assistant könnt Ihr mittels zweier Fernfeldmikrofone kommunizieren. Hier war ich anfangs etwas skeptisch, wie gut meine Stimme (auch bei höherer Lautstärke) erkannt wird. Tatsächlich hat sich der Soundform Elite sehr gut geschlagen und fast alle Sätze problemlos verstanden. Bei längeren Anfragen in lauter Umgebung hatte er manchmal Schwierigkeiten, das macht aber selbst der HomePod mit seinen sechs Mikrofonen nicht wirklich besser.

EINRICHTUNG: Google Home macht’s möglich

In der Ausführung mit Google Assistant wird der Belkin Smart-Speaker über die Google-Home-App eingerichtet. Anschließend können etwaige Streaming-Dienste verknüpft, der Sound leicht angepasst oder Software-Updates vorgenommen werden. Eine Multi-Room-Konfiguration könnt Ihr ebenfalls einstellen, sollten sich mehrere Google-Home-Geräte in Eurem Zuhause befinden. Anscheinend können zwei Belkin-Lautsprecher auch als Stereopaar fungieren, testen konnte ich das allerdings nicht.

Die Einrichtung mit der Google-Home-App war bei mir anfangs etwas hakelig, hat dann aber funktioniert.

Die Einrichtung mit der Google-Home-App war bei mir anfangs etwas hakelig, hat dann aber funktioniert. (Bild: Valentin Heisler)

SOUND: Im Ansatz gut, Abzüge in der B-Note

Beim ersten Probehören ist mir sofort der Bass aufgefallen – oder besser gesagt: die subtile Klang-Aussteuerung dank „Push-Push“-Technologie. Entgegen vielen anderen Smart-Speakern dämpft sie die bekannten Bass-Vibrationen erheblich ab. Das Ergebnis ist ein druckvoller Bass, der klare Trennmuster (zum Beispiel zwischen zwei Bass-Pattern) erkennen lässt.

Durch die differenzierten Tieftöner schafft es Belkin zwar, andere Frequenzbereiche ordentlich zu separieren. Allerdings merkt man ihm stark an, dass er nur drei Treiber, von denen zwei ausschließlich für die Niedrigfrequenzen zuständig sind. Demnach fehlt es den Höhen an Brillanz und den Mitten an Details. Zudem bleibt der Bass stets dominant im Vordergrund, wodurch das gesamte Klangbild leicht bedeckt wirkt. Man kann sich das so vorstellen, als würde die Bass-Box eines 2.1-Systems näher am Ohr stehen als die Side-Speaker. Hip-Hop und Dance machen da zwar Spaß, aber nur bei vernünftiger Lautstärke. Dreht man den Sound nach oben, überdeckt der Bass die Höhen und ohnehin schwächelnden Mitten zu extrem. Piano-Riffs in Still D.R.E. oder Hold the Line machen ganz schnell einen Abgang. Im Vergleich wirkt der HomePod um einiges ausgeglichener.

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Valentin Heisler
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