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BandWerk AirPods Case im Test: Chices Leder-Täschchen für die Apple-In-Ears | REVIEW

Die AirPods-Hüllen von BandWerk sind größtenteils handgefertigt und halten im Test sehr gut. Die Verarbeitung ist aufgrund der filigranen Einzelteile und der aufwendigen Herstellung aber leider etwas ungleichmäßig. Dafür ist die Haltbarkeit ausgezeichnet. Wir fanden in unserem Test also Pro und Contra. Der Preis von knapp 70 Euro dürfte insgesamt günstiger ausfallen.

Nicht mehr nur Armbänder

Erst vor Kurzem hat das Team von BandWerk ihren ersten Retail-Store in der Münchener Maxvorstadt eröffnet, Apfelpage berichtete. Dort präsentiert das junge Label sein Zubehör-Sortiment, das inzwischen über die beliebten Apple-Watch-Armbänder hinausgeht. Da Leder ein sehr flexibler Werkstoff ist, hat sich BandWerk auch mit stilvollen Accessoires für weitere Apple-Produkten beschäftigt. Entstanden sind u. a. individuell anpassbare iPhone-Cases, MagSafe-Wallets und AirPods-Etuis.

Handgefertigt in Deutschland – aus Leder

Wie man es von BandWerk kennt, ist das verwendete Hauptmaterial Leder – außen glatt und innen rau. Die Einzelteile halten farblich passende Nähte zusammen. Eine Art Kunststoff-Leim, den wir schon von den Armbändern kennen, überzieht die scharfen Endstücke. Ein schmaler Übergang auf der Rückseite hält den oberen und unteren Teil der Hülle zusammen. Links und rechts davon verläuft ein großzügiger Spalt, wodurch man die AirBods-Box mühelos auf- und zuklappen kann. Einziges Manko: Beim Öffnen des Deckels hebt sich die Abdeckung des Leder-Cases leicht von der Ladebox ab. Ein einfacher Druckknopf mit BandWerk-Emblem verschließt die Hülle. Dieser hält sehr gut – auch bei höherer Beanspruchung.

Der Deckel hebt sich beim Aufklappen leicht ab.

Der Deckel hebt sich beim Aufklappen leicht ab. (Bild: Valentin Heisler)

Dass die Leder-Täschchen größtenteils handgemacht sind, fällt an einigen Stellen auf. An der Unterseite ist die Öffnung für den Lightning-Port der AirPods leicht schief ausgeschnitten. Auch hat der Deckel-Abschnitt nicht durchgehend die selbe ‚Spaltmaße‘ zum unteren Teil. Nach Rücksprache mit BandWerk ist das bei einem solch kleinen Case aber kaum zu vermeiden – und eine maschinelle Fertigung würde bis dato nicht in Frage kommen. Nichtsdestotrotz passt der Leder-Body einwandfrei und schützt die AirPods-Box in vollem Maße.

Ganz nett: Auf der Produkt-Website (Link) könnt ihr unter dem Reiter „Herstellung“ ein kurzes Video anschauen, das den Fertigungsprozess der Cases zeigt.

Die Unterseite und die Aussparung sind etwas unförmig.

Die Unterseite und die Aussparung sind etwas unförmig. (Bild: Valentin Heisler)

Man erkennt gut die unterschiedlichen Abstände.

Man erkennt gut die unterschiedlichen Abstände. (Bild: Valentin Heisler)

Was ebenfalls schützt, ist eine kleine Lederlippe, die im Inneren das Gegenstück des Druckknopfes bedeckt. In der ersten Generation der Lederhülle gab es diesen Schutz noch nicht, wodurch das Metall die Kunststoff-Oberfläche der AirPods verkratzen konnte. 

Der kleine Lederfetzen überdeckt aggressive Metallteile des Knopfes.

Der kleine Lederfetzen überdeckt aggressive Metallteile des Knopfes. (Bild: Valentin Heisler)

Dank Karabiner-Haken kann man die AirPods vor etwaigem Verlust bewahren. Er hat die ideale Größe, um ihn an der Gürtelschlaufe, der Jacke oder sonst wo festzumachen. Wer den Karabiner nicht verwenden möchte, kann ihn ganz einfach abmachen. Übrig bleibt dann ein kleiner Metallring, über den man das Case zum Beispiel an einen Schlüsselbund hängen kann. Wer überhaupt keinen Metallring haben möchte, kann auf der BandWerk-Website auch eine Variante ohne einen solchen auswählen.

Am Hosenbund macht das lederne Case eine tolle Figur.

Am Hosenbund macht das lederne Case eine tolle Figur. (Bild: Valentin Heisler)

Nach zwei Monaten im Dauereinsatz

Die Lederhülle habe ich am 17. November 2020 angebracht und seit diesem Zeitpunkt nie mehr abgenommen. Wie sehen Zustand von Hülle und AirPods-Box aus?

Was natürlich sofort auffällt: Das Leder hat einige kleine Macken abbekommen. Einerseits ist das vollkommen normal; andererseits liebe ich es, wenn das Material lebt und einen Used-Look bekommt. Auch hat das Leder an den am meisten beanspruchten Stellen etwas gearbeitet: so etwa am Übergang des Ober- und Unterteils, der beim Öffnen leicht geknickt wird. Doch das alles sind nur optische Kleinigkeiten. Weder ist etwas defekt noch großartig beschädigt. Auch der Karabiner ist nach dem mehrwöchigen Test nicht ausgeleiert.

Während der Kunststoff der AirPods die raue Lederinnenseite leicht geglättet hat, finden sich an der Ladebox selbst keinerlei Abnutzungsspuren. Ebenfalls hat der Druckknopf keinen hässlichen Abrieb hinterlassen. Im Vergleich zur Benutzung ohne Schutzhülle sammelt sich in der Box viel weniger Dreck und Staub – vor allem an den Scharnieren. Insgesamt bin ich mit der Schutzwirkung durchaus zufrieden. 

An dieser Stelle merkt man, dass das Leder-Case 'mitlebt'.

An dieser Stelle merkt man, dass das Leder-Case ‚mitlebt‘. (Bild: Valentin Heisler)

Hochpreisiges Handwerk bei BandWerk

Die BandWerk AirPods-Hülle kostet 69 Euro (Stand: Januar 2021) und ist für alle AirPods-Generationen erhältlich. 

Damit bewegt sich BandWerk bereits in gehobenen Preissegmenten. Auf Amazon und Co. findet man Silikon-Hüllen für unter 10 Euro, mit Leder schon für unter 20 Euro. Allerdings werden diese sicherlich nicht von Hand in Deutschland hergestellt. Außerdem ist es bei solchen Preisen fraglich, woher das Leder kommt und wen man mit dem Kauf unterstützt. 

Wenn man sich die aufwendige Herstellung vor Augen hält und die Hintergründe des Entstehungsprozesses kennt, könnte man den Preis sicherlich rechtfertigen. Dennoch wäre es attraktiver, würden die Hüllen etwas unter 50 Euro kosten. Hier muss der Käufer Prioritäten abwiegen.

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Valentin Heisler
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3 Kommentare zu dem Artikel "BandWerk AirPods Case im Test: Chices Leder-Täschchen für die Apple-In-Ears | REVIEW"

  1. BerndausLB 24. Januar 2021 um 19:31 Uhr ·
    Schick? Naja, …… ich bevorzuge das günstigere Nomad Case!
    iLike 3
  2. Gast1 25. Januar 2021 um 11:16 Uhr ·
    Ich würde das in China herstellen lassen HongDong Hinterhof mit Frachtkosten 5€ max. . Glaube auch nicht das sowas in D genäht wird.
    iLike 0
  3. f wir Pferd 25. Januar 2021 um 11:25 Uhr ·
    Also wenn ich schon so viel Geld dafür bezahle, muss die Verarbeitung passen. Geht gar nicht…
    iLike 2

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