Apples AR-Pläne: Mehreinnahmen in Milliardenhöhe erwartet

iPad mit ARKit Measure WWDC 2018

Das Geschäft mit AR-Anwendungen könnte Apple bis zu acht Milliarden Dollar einbringen. Diese Einnahmen teilen sich auf Erlöse durch den Verkauf AR-fähiger iPhones und AR-Apps auf. Noch ist vom großen Hype allerdings nicht viel zu sehen.

AR könnte das Next Big Thing mobiler Technik werden. – könnte. Apple-CEO Tim Cook glaubt fest daran und lässt keine Gelegenheit aus darauf hinzuweisen, dass Apple mit ARKit die größte AR-Plattform der Welt betreibt.

Tatsächlich sind Schätzungen nach rund eine Milliarde iPhones, die AR unterstützen, derzeit weltweit in Gebrauch. Nun erhält Cook Schützenhilfe von Analysten der Bank of America Merrill Lynch. Wamsi Mohan greift eben diese riesige Nutzerbasis auf und sieht in ihr eine Grundlage für sprudelnde Einnahmen mit AR-Anwendungen.

Hardware und Apps treiben potenziellen Milliardenmarkt

Die Rechnung von Mohan geht dabei ziemlich einfach: Der neue Anwendungssektor Augmented Reality bringt innerhalb der nächsten zwei Jahre zusätzliche Einnahmen von acht Milliarden Dollar für Apple. Eine Milliarde Dollar sieht er hier durch den Verkauf AR-fähiger iPhones nach Cupertino fließen, die hauptsächlich aufgrund eben dieser AR-Features gekauft werden.

Weitere sieben Milliarden Dollar könnte Apple durch den Kauf von AR-Apps im App Store nebst In-App-Käufen erlösen.

Sollten sich gar frühere Gerüchte bestätigen und Apple eine AR-Brille auf den Markt bringen, könnte das weitere drei Milliarden Dollar einbringen.

Die neue LEGO App mit ARKit 2.0

Die Prognose ist in Teilen recht wagemutig: Während AR als (zusätzliches) Kaufargument für ein iPhone nicht ganz abwegig scheint, ist es doch fraglich, ob Apple in den kommenden zwei Jahren bereits sieben Milliarden Dollar mit dem Verkauf von AR-Apps einnehmen kann, zumal zu beachten ist, dass „nur“ 30% der App Store-Käufe an Apple gehen.

Spekulationen über eine mögliche Apple-Brille sind noch riskanter.

Derzeit scheint bei AR eine gewisse Flaute eingetreten zu sein, Apple hat aber sein Entwickler-Framework ARKit mit iOS 12 auf Version 2.0 gebracht. Das könnte mit dazu beitragen, dass in Bälde interessantere Anwendungen erscheinen.

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Roman van Genabith
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2 Kommentare zu dem Artikel "Apples AR-Pläne: Mehreinnahmen in Milliardenhöhe erwartet"

  1. noendofdays 14. Juli 2018 um 12:45 Uhr · Antworten
    Bislang gibt es nur wenig sinnvolles aus diesem Bereich. AR wäre für die Autoindustrie mal etwas, was es zu entdecken gäbe. Für den Spielebereich finde ich es nicht so optimal, Tourismus ok. Für Einrichtungskram zuhause ist es cool.
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  2. Wiepenkathen 15. Juli 2018 um 18:55 Uhr · Antworten
    Bei Airbus ist AR schon ein alter Hut. Es gibt, gerade im Engineering-Bereich eine Fülle von Anwendungsbeispielen. Zum Glück stehen in diesem Beitrag (noch) keine Kommentare von Leuten, die sich unter AR nichts vorstellen können und es deshalb als Unsinn abtun.
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