Schlechte Nachrichten von einem der beliebtesten Apple-Zubehörhersteller: Berichten zufolge steckt Anker Innovations in massiven Schwierigkeiten. Ein großflächiger Stellenabbau soll bevorstehen.
Bisher eine einzige Erfolgsstory
Wer ein iPhone oder ein MacBook besitzt, kommt an Anker kaum vorbei. Ob Netzteile, MagSafe-Powerbanks oder Soundcore-Kopfhörer – die Marke gilt seit Jahren als der Goldstandard für Drittanbieter-Zubehör. Dabei setzte der Mutterkonzern von Anfang an auf Amazon als Absatzmarkt, die Präsenz im stationären Einzelhandel kam erst in den letzten Jahren dazu. Doch hinter den Kulissen scheint es gewaltig zu kriseln. Wie aktuelle Berichte zum Jahreswechsel 2025/2026 nahelegen, plant der Konzern einen drastischen Sparkurs. Entsprechende Gerüchte machten auf Reddit die Runde.
Massiver Stellenabbau im Gespräch
Was sind die Gründe?
- Kostspielige Rückrufaktionen: Das Jahr 2025 war für Anker ein schwarzes Jahr in Sachen Produktsicherheit. Mehrere Millionen Powerbanks (darunter populäre Modelle wie die A1263) mussten wegen Brandgefahr zurückgerufen werden. Diese Aktionen kosteten nicht nur massiv Geld, sondern kratzten auch am Image der Marke „Zuverlässigkeit“.
- Negativer Cashflow: Erstmals seit Jahren rutschte der operative Cashflow ins Negative. Trotz einer starken Präsenz auf der IFA 2025 und dem Versuch, mit KI-gestützten Produkten und Robotik neue Märkte zu erschließen, scheinen die Ausgaben die Einnahmen derzeit zu übersteigen.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich Anker in den vergangenen 18 Monaten deutlich anders aufgestellt hat. Bot man in seinen Anfangstagen Produkte mit einem unfassbar günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis an, will man sich seit geraumer Zeit als Anbieter von Premiumprodukten etablieren. Die so entstandene Lücke wird nun unter anderem von UGREEN besetzt. Auch deshalb wird die anstehende CES besonders spannend zu beobachten sein. In den vergangenen Jahren war Anker einer der umtriebigsten Hersteller rund um die Tech-Messe in Las Vegas.



2 Gedanken zu „Anker in Schwierigkeiten? Massenentlassungen in China deuten sich an“