Akku-Probleme: Neue MacBook Pro verfehlen erstmals Consumer-Reports-Empfehlung

Consumer Reports

Das Magazin Consumer Reports (sowas wie die US-amerikanische Version der Stiftung Warentest) hat die neuen MacBook Pro (MBP) getestet und dabei die unbeständigen Akkulaufzeiten bestätigt. Diese lägen so deutlich auseinander, dass das Magazin den neuen MBP zum ersten Mal in der Geschichte der Baureihe keine Kaufempfehlung aussprach.

2016 MBP Dicke

Seit dem Verkaufsstart der Laptops im November häuften sich online bereits Beschwerden von Kunden, die statt der beworbenen Akkulaufzeit von rund 10 Stunden bereits nach drei oder vier Stunden vor einem schwarzen Bildschirm saßen. Apple sah jedoch kein flächendeckendes Problem und entfernte lediglich die Restlaufzeit-Anzeige. Consumer Reports führte daraufhin eine Reihe von Tests auf drei verschiedenen MBP durch: je einem 13-Zoll-Modell mit bzw. ohne Touch Bar sowie dem 15-Zoll-MBP mit Touch Bar.

Für die Tests mussten die voll aufgeladenen Laptops bei einer typischen Bildschirmhelligkeit von 100 nits immer wieder zehn vorgegebene Websites über eine WLAN-Verbindung laden, bis sie sich schließlich abschalteten. Sowohl unter der ausgelieferten Version von macOS Sierra, als auch nach einem Update auf Version 10.2.2 lieferten die Tests vergleichbare Ergebnisse.

Während das Magazin allen Modellen Bestnoten in der Displayqualität und Rechenleistung bescheinigte, variierte die Akkulaufzeit während der Tests „dramatisch“: Beim 13-Zoll-Modell ohne Touch Bar lag die Akkulaufzeit zwischen 4,5 und 19,5 Stunden, mit Touch Bar sogar nur 3,75 bis 16 Stunden und das 15-Zoll-MBP mit Touch Bar schwankte zwischen 8 und 18,5 Stunden. Normalerweise sollten die Abweichungen zwischen den einzelnen Tests unter fünf Prozent liegen, doch die Abweichungen bei den neuen MBP seien so groß, dass ein Durchschnittswert der Akkulaufzeit keine verlässliche Angabe darüber liefere, was der Kunde erwarten darf. Aus diesem Grund habe das Magazin jeweils den kleinsten Wert veranschlagt und in die Berechnung der Endnoten eingerechnet. Da die Akkulaufzeit eines der wichtigsten Merkmale eines Laptops ist, hat dies die Benotung so stark beeinflusst, dass das Magazin keine Kaufempfehlung geben konnte.

Apple verweigerte eine Stellungnahme und verwies darauf, dass sich Kunden mit Problemen an AppleCare wenden könnten. In ähnlichen Tests von AppleInsider erreichten alle Modelle die versprochenen Akkulaufzeiten.

Bei seinen Tests nutzt das Magazin stets den Standard-Browser – beim Mac folglich den Safari. Nachdem die offiziellen Tests bereits abgeschlossen waren, führte das Magazin jedoch noch jeweils zwei weitere Durchläufe mit Googles Chrome-Browser durch und stellte fest, dass die Akkulaufzeit damit überraschend konstant hoch blieb. Man betont, dass man für ein aussagekräftiges Ergebnis noch zu wenig Daten habe, doch Betroffene könnten mit einem Browser-Wechsel probieren, zumindest vorerst eine Lösung zu finden.

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Marcel Gust
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30 Kommentare zu dem Artikel "Akku-Probleme: Neue MacBook Pro verfehlen erstmals Consumer-Reports-Empfehlung"

  1. Heinz 23. Dezember 2016 um 10:32 Uhr ·
    Also Top Rechner – nur der Browser ist Mist. Verkleinerter Akku spielte keine Rolle?
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  2. Jo- 23. Dezember 2016 um 10:34 Uhr ·
    Ich finde der chrome Browser ist der größte Akku fresser.
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    • Maruso 25. Dezember 2016 um 01:25 Uhr ·
      stimmt auch der safari browser ist aber am energiesparsamsten aber ich finde safari jetzt auch wieder cookl es ist komplett neu mittels eines modus kann man so tun als sei man ,ot einem anderen browser unterwegs
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  3. Hermyie 23. Dezember 2016 um 10:35 Uhr ·
    Kann man euch eig. auch durch Spenden unterstützen, um euch für eure großartige Arbeit zu danken? Als kleines Weihnachtsgeschenk ? Bin kein Amazonkunde.
    iLike 9
  4. hnk 23. Dezember 2016 um 10:35 Uhr ·
    Ihr sprecht von zwei verschiedenen Magazinen, sagt zum Schluss aber „das Magazin“. Ja welches denn? ?
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    • Marcel Gust 23. Dezember 2016 um 11:54 Uhr ·
      Damit ist Consumer Reports gemeint.
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  5. . 23. Dezember 2016 um 10:43 Uhr ·
    Also ist das nur ein Problem in Safari, welches womöglich mit 10.12.3 schon behoben ist? Außerdem wäre es interessant, ob sie von macOS 10.12.2 die Version 16C67 oder 16C68 benutzt haben
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  6. Klaus 23. Dezember 2016 um 10:55 Uhr ·
    Die haben doch alle ein Rad ab. Das neue MacBook Pro ist ja wohl ein deutlicher Kaufgrund.
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  7. Stephan 23. Dezember 2016 um 11:23 Uhr ·
    Das wird Apple schon richten. Schon allein um weiter sinkenden Absatzzahlen zu vermeiden.
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  8. Stonekeep 23. Dezember 2016 um 11:29 Uhr ·
    Aber dafür baut Apple ein schönes Bürogebäude und zeigt tolle Videos von den Bau Abschnitten. Keine Zeit für innovative neue Handys, fehlerfreie Updates oder innovative neue Laptops
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  9. gast22 23. Dezember 2016 um 11:41 Uhr ·
    Tja, so ist das. Das Magazin hat schon einen spürbaren Einfluss. Nun dürfen wir gespannt sein, ob es Bestätigungen von anderen Redaktionen gibt. AppleInSider jedenfalls kann sich dem nicht anschließen. Ein Baum ist noch kein Wald. Stiftung Warentest hat bei uns ja auch schon oft daneben gelegen, weil sie unfair Äpfel mit Birnen verglichen haben. Man weiß als Käfer nie, wem man trauen soll. Zu viele Marktinteressen treffen aufeinander, auch die der eigenen Redaktion.
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    • Holger 24. Dezember 2016 um 14:45 Uhr ·
      Stimmt… Als Käfer kann man sich bei Elektroproduktebn nie sicher sein. Aber die sind halt für Menschen gemacht…
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  10. Siglinde 23. Dezember 2016 um 11:51 Uhr ·
    Na, wenn es wirklich nur am Browser liegt, könnte das ja durch ein Update beseitigt werden.
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  11. Apfeltortebubulid 23. Dezember 2016 um 14:10 Uhr ·
    Ja gut. Ehrlich jetzt. Wer kauft sich solch ein MBP. Solch eine Fehlentwicklung kauft man doch nicht. Selber schuld wer den Mist postet
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    • . 23. Dezember 2016 um 18:58 Uhr ·
      Was hast du denn gegen das neue MacBook Pro? Hast du es jemals benutzt? Scheint mir nicht so also kannst du das auch nicht beurteilen
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  12. Toptac 23. Dezember 2016 um 14:16 Uhr ·
    Ich hab mit meinem 12″ Macbook auch das Akku Problem. 10 Stunden sind angegeben und nach 4-5 Stunden ist schluss. Und das bei nur erst ca. Ladezyklen. Hatte es schon bei Apple in der Garantie, aber eine Reparatur oder Akkutausch wurde abgelehnt da alles in Ordnung sei. Bin von den neuen Geräten echt enttäuscht
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    • Toptac 23. Dezember 2016 um 19:11 Uhr ·
      ca. 40 Ladezyklen
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  13. inu 23. Dezember 2016 um 16:14 Uhr ·
    Gerade bei Apple bilden Hard- und Software eine Funktionseinheit. Somit ist es sch…egal, ob es am verwendeten Akku, oder am verwendeten Browser, oder an beiden liegt: per saldo entscheidet – und per saldo kann man sich beim neuen MacBook Pro auf die Akkulaufzeiten nicht verlassen. CR hat somit vorliegend Recht. Das MBP verdient somit die Bewertung: Note 6, ungenügend, setzen! …
    iLike 9
  14. Glaruk 23. Dezember 2016 um 17:41 Uhr ·
    Bin vor 4 Wochen vom MBP15 Late 2013 auf das aktuelle MBP15 umgestiegen. Kann die ganzen negativen Neidkommentare und -test in den Medien inzwischen nicht mehr hören. Das neue MacBook Pro ist in jeder Hinsicht ein tolles Notebook, vor allem pfeilschnell und verbessert in jedem Detail. Auch über die Ablösung aller externen Schnittstellen mit USB-C bin ich höchst erfreut. Das war längst überfällig und Intel und Apple haben das konsequent gelöst. Endlich kein Gesuche mehr, wo ich was anstecken kann, notfalls kauft man halt den entsprechenden Adapter. Meine USB-Kabel habe ich inzwischen alle gegen USB-C ausgetauscht. Wenn man über 3.000€ für so ein Gerät ausgibt, dann sollten man noch ein paar Euros übrig haben für passende Kabel und Adapter. Einzig den MagSafe vermisse ich etwas, aber man kann eben nicht alles haben.
    iLike 5
    • Master7 23. Dezember 2016 um 22:33 Uhr ·
      100% Zustimmung! Besser kann ein Notebook nicht sein.
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    • Maruso 25. Dezember 2016 um 01:29 Uhr ·
      stimme ebenfalls zu Bestens. holes mir auch nach Weihnachten??????
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    • inu 25. Dezember 2016 um 04:47 Uhr ·
      Und noch ein paar weitere Euros für einen potenten Zusatzakku, welcher zweckmäßigerweise die Ausmaße einer Schrankwand haben sollte, um das neue MBP auch hinreichend lange zum Funktionieren zu bewegen – alles klar, Herr Kommissar! …
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  15. Stone 23. Dezember 2016 um 19:35 Uhr ·
    Du hast scheinbar den Inhalt des Artikels nicht verstanden.
    iLike 22
  16. neo70 23. Dezember 2016 um 19:48 Uhr ·
    Nennt mir nur ein Windows oder Linux oder Googlelaptop, welcher mit vergleichbarer Hardware nur ansatzweise so potent ist wie ein MacBook Pro.
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    • Fabian 24. Dezember 2016 um 17:59 Uhr ·
      Da ist gerade der Punkt. Mit vergleichbarer Hardware ist das nicht möglich unter bspw. Windows, allerdings würde man dort für den Preis eines MacBooks auch deutlich bessere Hardware bekommen ? nicht, dass ich ein Windows-Laptop jemals einem MacBook vorziehen würde ?
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      • inu 27. Dezember 2016 um 20:37 Uhr ·
        Genau so ist es, Fabian. Und das Bessere ist des Guten Feind. Irgendwann wird sogar Apple das zu spüren bekommen …
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  17. Reinhard@reuhl.net 23. Dezember 2016 um 20:57 Uhr ·
    Ich bin total froh, den mittlerweile alten MBP gekauft zu haben. Da funzt der Akku u d der Apfel leuchtet wenigstens noch. Ein absolutes Manko, welches keine Ersparnis bei der Dicke rechtfertigt.
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    • neo70 24. Dezember 2016 um 06:07 Uhr ·
      das einzige Mal wenn ich den Apfel sehe ist, wenn das MacBook zu ist. Dann leuchtet aber auch der Apfel nicht mehr. Somit ist es im neuen MacBook besser gelöst. Da glänzt der Apfel wenigstens hochwertig und ist nicht aus billigem Plastik.
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      • inu 25. Dezember 2016 um 04:50 Uhr ·
        Genau. Wenn schon der Akku in die Knie geht, hat man doch wenigstens ein Schmuckstück. Jedem das Seine …
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    • Apfeltorte 24. Dezember 2016 um 07:46 Uhr ·
      Ja gut. Am besten man sieht den Apfel ? nie
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