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Zagg Pro Stylus im Test: Funktionsreicher iPad-Stift zum vernünftigen Preis? | REVIEW

Der Zagg Pro Stylus ist ein funktionaler iPad-Stift, der in vielerlei Hinsicht dem Apple Pencil sehr nahe kommt. Er hält ebenso magnetisch an den kompatiblen Tablet-Modellen, lädt aber nur per Kabel. Das Zeichnen funktioniert einwandfrei und die Ergebnisse sind äußerst präzise. Es fehlt jedoch eine Druckerkennung, die ausschließlich dem Apple Pencil vorbehalten ist. Für einen Preis von 80 Euro macht man eigentlich wenig verkehrt. 

Noch ein iPad-Stylus?

Mit den bekannten Worten „Who wants a stylus?“ mokierte sich Steve Jobs über die ersten Urgestein-Smartphones, die statt der heute gebräuchlichen Multi-Touch-Bedienung auf eine Stifteingabe setzten. Umso ironischer war die Präsentation des Apple Pencil, der 2015 zusammen mit dem ersten iPad Pro auf den Markt kam. Doch recht schnell wurde klar, dass es sich um mehr als nur ein eindimensionales Eingabe-Device handelt: Durch enorme Präzision, Druckerkennung und eine intuitive Bedienung stand primär der produktive Workflow im Fokus. Im Laufe der Jahre kam die zweite Generation in Form des Apple Pencil 2 sowie ein Haufen an Alternativen, z. B. von Logitech. Wie so oft bei Apple-Zubehör: Das Original ist teuer, dafür aber allumfassend; das Drittherstellerprodukt ist günstiger, dafür aber etwas abgespeckt. 

Der Zubehörfertiger Zagg möchte sich mit dem Pro Stylus genau dazwischen positionieren: Der iPad-Stift soll preislich attraktiver sein als der Apple Pencil, aber dem Original in Sachen Funktionalität und Handling gleichzeitig die Stirn bieten können.

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Handling und Einrichtung überzeugen

Das Design des Zagg Pro Stylus ähnelt sehr der zweiten Generation des Apple Pencil: So ist eine Seite magnetisch und ebenfalls etwas abgeflacht, wodurch ihr den Stift ideal an der Seite der iPad-Pro-Modelle ab 2018 anheften könnt. Im Lieferumfang ist eine Ersatzspitze enthalten sowie ein USB-C-Ladekabel – und hier zeigt sich der erste große Unterschied: Der Pro Stylus lädt nicht kabellos am iPad, sondern benötigt eine Steckdose. Das ist vielleicht nicht so komfortabel wie beim Apple Pencil 2, ich sehe hierbei aber keinen großen Nachteil. Nicht zuletzt, weil der Ladevorgang nicht sonderlich lange dauert; etwas über 70 Minuten haben bei mir ausgereicht.

Die Zeichenspitze kann man einfach abschrauben und problemlos ersetzen.

Die Zeichenspitze kann man einfach abschrauben und problemlos ersetzen. (Bild: Valentin Heisler)

Ein zweiter Unterschied: Den Stylus kann man mittels eines Side-Buttons an- und ausschalten. Auch das stört mich nicht allzu sehr. Außerdem erhöht dies die Akkulaufzeit, die in meinen Tests locker bei drei bis vier Tagen lag. Ganz nettes Gimmick: Wird gerade nicht geladen, versteckt sich der Ladeport unter einer Kappe an der Oberseite des Stiftes.

Das Koppeln funktioniert bei den kompatiblen iPad-Modellen automatisch. Allerdings darf das Tablet nicht mit einem Apple Pencil verbunden sein bzw. darf sich keiner in den Bluetooth-Settings befinden.

Die obere Kappe kann man aufschieben, um den Pro Stylus per USB-C aufzuladen.

Die obere Kappe kann man aufschieben, um den Pro Stylus per USB-C aufzuladen. (Bild: Valentin Heisler)

Einfache Navigation durch gummierte Spitze

Sicherlich spricht der Apple Pencil nicht nur den ambitionierten Pro-User an. In meinem nicht gerade künstlerisch orientierten Studium wusste ich ihn zum simplen Kritzeln und Zeichnen oder zum Markieren von Text sehr zu schätzen. Beim Navigieren empfand ich die harte Spitze aber als unangenehm. Der Zagg Pro Stylus bietet hier einen Ausweg und hat neben der Zeichenspitze auch eine weiche kapazitive Spitze, die sich quasi als Radiergummi auf der Oberseite tarnt – so kennt man das auch von gängigen Werbegeschenken. Damit fiel mir das Blättern durch PDFs oder das Scrollen auf Websites erheblich leichter. 

Präzises Zeichnen mit leichten Einschränkungen

Zunächst war ich überrascht, wie gut und stabil der Stift in der Hand liegt. Hier steht er dem erheblich teureren Apple Pencil in nichts nach. Auch die Präzision des Pro Stylus kann sich sehen lassen: Notizen, Zeichnungen oder kleine Texte gelingen dadurch problemlos. Wenn ihr allerdings absolute Ultra-Profis seid, werdet ihr die Druckempfindlichkeit des Apple Pencil vermissen, denn der Pro Stylus erkennt lediglich unterschiedliche Neigungswinkel. Für meine Einsatzzwecke war das jedoch vollkommen ausreichend und lange Textpassagen sahen durch die fehlende Drucksensitivität sogar erheblich besser aus als bei einem Apple-Pencil-Textblock.

Der Pro Stylus unterscheidet sich zumindest in Sachen Präzision kaum vom Apple-Original.

Der Pro Stylus unterscheidet sich zumindest in Sachen Präzision kaum vom Apple-Original. (Bild: Valentin Heisler)

Wenn ihr den Zagg-Stift verwendet, ignoriert das iPad Berührungen eurer Hand – außer ihr tippt explizit mit dem Finger auf eine Schaltfläche. Diese Technologie kennt man bereits vom Apple-Pendant und ist vor allem beim Zeichnen enorm hilfreich. 

Vergleich zum Apple Pencil

Die Frage, ob ihr euch für den Pro Stylus oder den Apple-Stift entscheiden sollt, hängt ganz klar von eurem Einsatzzweck ab. 

Wenn ihr – wie ich auch – den Stift nur sporadisch und für einfache Workflows benötigt, wäre der Pro Stylus wahrscheinlich die ökonomisch richtige Wahl. Wenn ihr aber die eierlegende Wollmilchsau wollt bzw. dringend braucht, geht kein Weg am über 100 Euro teuren Apple Pencil 2 (Affiliate-Link) vorbei.

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Valentin Heisler
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1 Kommentar zu dem Artikel "Zagg Pro Stylus im Test: Funktionsreicher iPad-Stift zum vernünftigen Preis? | REVIEW"

  1. frank1990 26. April 2021 um 14:25 Uhr ·
    Hallo. Finde den Stift zu teuer. Da kann ich ja fast schon den Apple Stylus holen. Habe mir bei Amazon den JAMJAKE Stylus Stift für iPad mit Palm Rejection, Active Pencil Kompatibel mit (2018-2020) Apple iPad Pro/iPad/iPad Mini/iPad Air geholt. Ist im Augenblick für 20 Euro zu haben. Normalerweise für knapp 40 Euro. Hat fast die gleichen Funktionen.
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