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Windows 11 vorgestellt: Was ist neu und was müssen Apple-Nutzer wissen?

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, hin und wieder mal über den Tellerrand hinauszublicken. Dementsprechend gab es vor einigen Wochen einen kleinen Recap zu Android 12, dieses Mal werfen wir einen Blick auf das neue Windows 11. Dies stellten die Redmonder gestern vor. Was neu ist und was dies mit iMessage zu tun habt, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Windows 11 – moderner Look

Fangen wir mit der Optik an, schließlich sieht man diese jeden Tag. Microsoft hat hier an vielen Stellen Hand angelegt und die Optik aufgefrischt und modernisiert. Sowohl der Startbutton als auch viele andere Icons sind nun abgerundet und wirken dadurch harmonischer & aufgeräumter.

Das Gleiche gilt auch für Fenster, laut Microsoft sorge dies für ein Gefühl der Ruhe. Wie vor Kurzem berichtet, bringt Windows 11 die Widgets wieder zurück, die sich in einer zweigeteilten Ansicht auf der Taskleiste präsentieren: Links sind diese wie ein personalisierter Feed gelistet, eine KI greift unterstützend ein. Bei Bedarf lässt sich das Menü ausklappen, sodass weitere Informationen auf der rechten Seite aufploppen.

Der Taskleiste hat Microsoft besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet und sich dabei augenscheinlich von macOS inspirieren lassen. Es erinnert verblüffend an das bekannte Dock und lässt sich auch weitestgehend so bedienen. Die abgelegten Elemente sind ab Werk zentriert, dies lässt sich aber ändern.

Besseres Multitasking

Wenn wir heute mit einem Computer arbeiten, ist nicht mehr zwingend die reine Rechenleistung entscheidend, sondern wie gut man mit der Software verschiedene Prozesse gleichzeitig abarbeiten kann – auch Multitasking genannt. Das Feature „Snap Layouts“ soll dies deutlich erleichtern. Mehrere Apps lassen sich so übersichtlich auf dem Desktop platzieren, über ein gesondertes Menü kann der Nutzer Änderungen an den Positionen vornehmen:

Kommt ein externer Bildschirm zum Einsatz, so merkt sich Windows 11 auch nach einer Unterbrechung, wie die Fenster auf dem zweiten Monitor angeordnet sind und stellt diese genau so wieder her, sobald die Verbindung wieder aufgebaut ist.

Bessere Integration eigener Dienste und Apps

In den Augen des Autors ist Microsoft Teams eine wirklich gelungene Software und es macht wirklich Spaß damit zu arbeiten. In Windows 11 wird das Work-Tool nun nativ in das Betriebssystem integriert, wodurch Word, Excel, PowerPoint aber auch OneDrive deutlich besser miteinander verzahnt werden sollen.

Kleinere Updates und mehr Akkuleistung

Die zwei größten Vorteile von Apple und macOS, vor allem dank der Einführung des M1, sind die langen Akkulaufzeiten sowie der Update-Prozess. Gibt es ein Update, muss man dieses ein einziges Mal installieren und alles ist durch. Bei Windows war dies eher das genaue Gegenteil und zog sich dementsprechend lange hin. Und auch die Größe der Updates von Windows war ein ernstes Problem. Mit Windows 11 soll das nun Geschichte sein. Microsoft verspricht, dass Updates bis zu 40 % kleiner ausfallen werden.

Außerdem soll mit Windows 11 die Akkulaufzeit von Notebooks erheblich verbessert werden – Details nannte man jedoch nicht. Selbst eine kleine Verbesserung dürfte schon erhebliche Auswirkungen haben – erreichten Notebooks mit Windows so gut wie nie die versprochenen Laufzeiten.

Neuer „App Store“ kommt – inklusiver direkter Einladung an Apple

Das größte Problem der Redmonder, weshalb auch das in vielen Teilen extrem intuitive Betriebssystem Windows Phone 7 gescheitert ist, ist das fehlende Öko-System sowie der lieblos gestaltete App Store. Mit Windows 11 unternimmt der Konzern einen neuen Anlauf, Entwickler und Kunden zu begeistern. Dafür soll vor allem das Rebranding auf den Namen „Microsoft Store“ sorgen. Microsoft verspricht, namhafte Apps wie Disney+ und die Adobe Creative Cloud über die Plattform zur Verfügung zu stellen. Entwickler dürfen zudem ihre eigenen Zahlungssysteme verwenden!

Interessante Randnotiz an dieser Stelle: Microsoft verzichtet auf eine Umsatzprovision. Dies dürfte als direkter Seitenhieb gegen Apple aufgefasst werden. Und auch beim Thema Offenheit zeigt man sich großzügig. Windows 11 Anwendungen werden auch als Android-Ableger bereitgestellt und lassen sich sogar über die Plattform von Amazon für deren Fire-Tablets herunterladen und installieren.

Noch ein Wort zu iMessage: In der Zwischenzeit gab der CEO Nadella dem Wall Street Journal ein Interview und erklärte die Vorzüge von Windows 11. Zusätzlich erläuterte er, dass das neue Betriebssystem für Offenheit stehe. Ein Windows-Rechner soll demnach ein Hub für die unterschiedlichsten Geräte und Services sein. Alles soll gleichermaßen gut in Windows funktionieren und von den gleichen Möglichkeiten profitieren – egal, ob es sich um Microsoft-Apps oder Drittanbieter-Programme handelt. App-Anbieter sollen sich niemals wie Bürger zweiter Klasse fühlen. Damit zusammenhängend würde es der Microsoft-CEO beispielsweise begrüßen, wenn Apple iMessage für Windows freigibt. Ein weiterer Seitenhieb gegenüber Apple und Öl in das Feuer der Kritiker, die Apple vorwerfen, ein hermetisch abgeschottetes System erschaffen zu wollen

Voraussetzungen, Preis und Release

Zu den Voraussetzungen für Windows 11 scheint Microsoft nur bedingt mit offenen Karten zu spielen. Offiziell reicht ein moderner Prozessor in 64-Bit-Architektur mit einer Taktfrequenz von mindestens 1 GHz und zwei Kernen aus. Eine Speicherausstattung von 64 GB sowie vier GB RAM zählen ebenfalls zu den Minimalanforderungen. Zudem braucht es zwingend eine Grafikkarte die DirectX-12 unterstützt. Im Netz häufen sich allerdings nun Meldungen, wonach Windows 11 spezielle Anforderungen an das Board und dem BIOS stellt. Konkret geht es dabei um TPM 2.0, was eine Sicherheitsbarriere ist und unter anderem die Korrektheit des eingegebenen Lizenzschlüssels überprüft. Warum das wichtig ist? Nun, unter anderem scheidet deshalb das Surface 4 aus und bekommt aufgrund des fehlenden TPM 2.0 kein Update auf Windows 11.

Der Release der Software soll im Herbst 2021 erfolgen, zu den Preisen hielt man sich bedeckt. Wer Windows 10 benutzt und einen kompatiblen Rechner hat, bekommt das Upgrade auf Windows 11 sogar kostenfrei ohne zeitliche Einschränkungen!

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Patrick Bergmann
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10 Kommentare zu dem Artikel "Windows 11 vorgestellt: Was ist neu und was müssen Apple-Nutzer wissen?"

  1. irgendwer🥳 25. Juni 2021 um 15:46 Uhr ·
    Wird es sich auf einem normalen Mainboard mit i7 und normalen BIOS installieren lassen ?
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  2. Lars 25. Juni 2021 um 15:47 Uhr ·
    Was hat es denn jetzt mit iMessage zutun?
    iLike 3
    • Mahmud 25. Juni 2021 um 18:19 Uhr ·
      Microsoft hat Apple dazu eingeladen dass man iMessage auch auf Windows Notebooks nutzen kann.
      iLike 3
  3. lutz fuchs 25. Juni 2021 um 17:04 Uhr ·
    da ich auf dem Mac Pro über Bootcamp Windows nutze ist es schon ab und an interessant etwas neues darüber auch auf einer Apfel Seite zu lesen hoffe die W5700X unterstützt alle neuen Features
    iLike 3
  4. Maxi 25. Juni 2021 um 18:26 Uhr ·
    Mir gefallen die Blicke über den Tellerrand. Weiter so…
    iLike 8
  5. Patrick Bergmann 25. Juni 2021 um 20:22 Uhr ·
    @Maxi vielen Dank
    iLike 0
  6. Patrick Bergmann 25. Juni 2021 um 20:23 Uhr ·
    @irgendwer Das Mainboard muss TPM 2.0 erfüllen, das hat erst einmal wenig mit dem Prozessor zu tun
    iLike 0
    • Donar 25. Juni 2021 um 22:07 Uhr ·
      Es gibt eine CPU-Kompatibilitätsliste. Die älteren i-CPUs (bspw. i7 2600k) werden NICHT unterstützt.
      iLike 1
  7. iPhone X 25. Juni 2021 um 22:34 Uhr ·
    Ich habe gehört, das es bei Win 10 bleiben soll…wohl doch nicht
    iLike 2

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