Vorwürfe von Entwicklern: Apples Sicherheit macht den Mac langsam

macOS Catalina - L. Gehrer

macOS wird immer sicherer und das koste den Nutzer Zeit und Nerven, diese Vorwürfe erheben Entwickler und fordern Nachbesserungen von Apple. Tatsächlich wirken einige der beschriebenen Verhaltensweisen nicht ganz plausibel, grundsätzlich dürfte aber Sicherheit häufig automatisch Bequemlichkeit und Komfort kosten.

Apples macOS versuche, immer rigider mögliche Sicherheitsrisiken für den Nutzer auszuschalten und geht damit einen ähnlichen Weg wie iOS. Dort hat Apple seit je her den Ansatz einer totalen Abschottung verfolgt, was das System einerseits sehr sicher, andererseits auch sehr unflexibel und nur begrenzt erweiterbar macht. Der Mac hat inzwischen viele Mechanismen verpasst bekommen, die dort einhaken sollen, wo die häufigsten Risiken zeitgemäßer Computernutzung entstehen.

Und diese sind nicht mehr so sehr der Virus oder der Wurm, sondern schlecht programmierte Software mit gefährlichen Sicherheitslücken oder Ad- beziehungsweise Malware, also Software, die neben einer eigentlichen Funktion, der Nutzlast, noch eine vom Nutzer nicht gewollte Funktionalität besitzt – bestenfalls lediglich unerwünschte Werbung.

Entwicklervorwurf: Sicherheit macht den Mac langsam

Der Entwickler Allan Odgaard hat Apple nun vorgeworfen, mit einigen Sicherheitsvorkehrungen von macOS insbesondere den Programmstart auszubremsen. So werde hier allzu oft der Status der Signierung durch Apple geprüft. Dies kann bei langsamem Internet auch den Programmstart merklich ausbremsen. Zudem werde eine solche Prüfung teils auch bei Dateien durchgeführt, die Apple überhaupt nicht signiert, hier lässt sich der Unmut der Entwickler nachvollziehen.

Grundsätzlich klappt vieles flotter, wenn der Nutzer die System Integrity Protection abschaltet, eine macOS-Funktion, die die Manipulation an installierten Apps, Dokumenten und Systemkomponenten verhindern soll. Weiter klagen Nutzer und Entwickler über träge Zugriffe auf Elemente wie den Schlüsselbund.
Klar ist, es muss eine Abwägung zwischen Sicherheit und Komfort vorgenommen werden und gerade Bereiche wie der Schlüsselbund, der in geballter Form sensible Nutzeranmeldedaten verwahrt, ist eine kleine Denkpause beim Aufruf wohl verzeihlich.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Vorwürfe von Entwicklern: Apples Sicherheit macht den Mac langsam"

  1. gast22 27. Mai 2020 um 07:28 Uhr ·
    Überschrift: Entwickler (Mehrzahl) Text: Ein einziger Entwickler äußert sich. Gründe dafür: Vielleicht will er Adware mit in seine Apps programmieren, vielleicht programmiert er nicht so sauber wie gefordert und hat Probleme Apps in den Store zu bekommen. WIR wissen es nicht. Safety first müsste doch eigentlich jedem Nutzer wichtiger sein. Und das müsste doch jemand, der Apps programmiert auch klar sein. Meckern kann jeder, aber Gegenvorschläge machen, die nicht die Sicherheit aushebeln sondern verbessern …. Null Text von Herrn Odgaard.
    iLike 13
  2. farpian 27. Mai 2020 um 10:06 Uhr ·
    Ich glaube der Gedanke von Apple ist durchaus den Zugriff auf Schlüsselbund und Dateien durch Entwickler generell zu minimieren. Viel zu oft werden aus Apps gravierende Datenkraken aus bloßer Bequemlichkeit des Entwicklers. Das sieht man sehr gut bei Android.
    iLike 5
  3. Gast 27. Mai 2020 um 10:15 Uhr ·
    Sicher und gesund ist besser als schnell krank.
    iLike 4

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