Die WWDC 2026 steigt in wenigen Tagen. Im Fokus wird zweifellos die neue Siri stehen. Apple-Kenner Mark Gurman gibt eine Einschätzung der zu erwartenden Neuerungen.
Apple wird auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 voraussichtlich zahlreiche neue Funktionen für Siri vorstellen. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman stehen dabei vor allem die neuen Chatbot-Fähigkeiten des Sprachassistenten im Mittelpunkt.
Die überarbeitete Siri soll künftig deutlich stärker an KI-Dienste wie OpenAI ChatGPT oder Anthropic Claude erinnern. Nutzer werden demnach längere Gespräche mit Siri führen können, die sowohl systemweit in iOS integriert sind als auch über eine eigene Siri-App stattfinden.
Siri-Chats sollen über iCloud synchronisiert werden
Neu ist außerdem eine Synchronisierung der Unterhaltungen über iCloud. Dadurch können Nutzer ihre Siri-Chats auf verschiedenen Apple-Geräten fortsetzen. Ähnlich wie bei ChatGPT bleibt der Gesprächsverlauf erhalten und steht geräteübergreifend zur Verfügung.
Für den Datenschutz soll es gleichzeitig umfangreiche Kontrollmöglichkeiten geben. Laut Gurman können Nutzer festlegen, ob Siri-Unterhaltungen nach 30 Tagen, nach einem Jahr oder überhaupt nicht automatisch gelöscht werden. Die Einstellungen sollen ähnlich wie bei der Nachrichten-App verwaltet werden.
Interessant ist auch der aktuelle Entwicklungsstatus. Intern bezeichnet Apple die neue Siri laut Bericht weiterhin als „Beta“ beziehungsweise „Preview“. Damit könnte der Konzern die Funktion auch bei ihrer Einführung im Herbst noch nicht als vollständig fertig entwickelt vermarkten.
Für einige Nutzer könnte das enttäuschend sein, da viele Funktionen von Apple Intelligence bereits seit ihrer ersten Ankündigung im Jahr 2024 mehrfach verschoben wurden. Allerdings erinnert Gurman daran, dass auch die ursprüngliche Siri nach ihrer Einführung im Jahr 2011 rund zwei Jahre lang offiziell den Beta-Status trug.
Der Bericht deutet zudem darauf hin, dass Apple den Zugang zu bestimmten neuen Siri-Funktionen zunächst begrenzen könnte. Ähnlich wie beim Start von Apple Intelligence wäre eine Warteliste denkbar, über die Nutzer schrittweise freigeschaltet werden. Welche Funktionen davon betroffen sein könnten, ist bislang allerdings nicht bekannt.
Die offizielle Vorstellung von iOS 27 und der neuen Siri wird für die WWDC-Keynote am 8. Juni erwartet. Dort dürfte Apple erstmals umfassend zeigen, wie die nächste Generation seines KI-Assistenten aussehen wird.

