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18. Mai 2026

Roman van Genabith

iOS 27: Siri soll trotz Runderneuerung weiter beim Datenschutz ganz vorn bleiben

iOS 27 steht bekanntlich ganz im Zeichen von Siri. Apples Sprachassistentin soll aber nicht nur endlich den Neustart bekommen, den sie schon seit Jahren braucht, auch Apples zentrales Leitmotiv des Datenschutzes soll weiter hoch gehalten werden – eine schwierige Herausforderung: Eben diese Zielsetzung hat Siri, wie auch andere KI-Features in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebremst.

Apple will Siri in iOS 27 bekanntlich deutlich ausbauen und dabei den Datenschutz stärker in den Mittelpunkt stellen. Laut dem gut vernetzten Bloomberg-Reporter Mark Gurman erhält Siri eine eigene App mit erweiterten KI-Funktionen und granularen Einstellungen zur Speicherung von Gesprächen.

So sollen Siri-Nutzer die Kontrolle über ihre Chats behalten

Nutzer sollen künftig selbst festlegen können, wie lange Siri-Chats gespeichert bleiben. Zur Auswahl stehen laut Bericht 30 Tage, ein Jahr oder eine dauerhafte Speicherung. Zudem soll es möglich sein, Konversationen automatisch löschen zu lassen. Apple positioniert diese Funktionen offenbar bewusst als Gegenmodell zu konkurrierenden KI-Diensten, die stark auf dauerhafte Speicher- und Personalisierungssysteme setzen.

Auch die Oberfläche der neuen Siri-App wird laut Bloomberg flexibler. Anwender sollen wählen können, ob beim Öffnen direkt ein neuer Chat oder eine Übersicht bisheriger Unterhaltungen angezeigt wird.

Im Hintergrund soll die neue Siri auf KI-Modellen von Google und dessen Gemini-Technologie basieren. Apple wolle diesen Umstand laut Gurman allerdings nicht offensiv vermarkten, da Google traditionell stark mit datengetriebener Werbung assoziiert wird.

Trotz der langen Entwicklungszeit soll die neue Siri-Version weiterhin als „Beta“ gekennzeichnet werden. Die überarbeitete KI-Assistentin gilt als eines der größten KI-Projekte von Apple, nachdem das Unternehmen bei generativer KI zuletzt als vergleichsweise spät wahrgenommen wurde.

Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch einen kürzlich beigelegten Sammelklage-Streit in den USA. Apple hatte sich dort auf einen Vergleich über 250 Millionen US-Dollar eingelassen. Hintergrund waren verspätete Siri-Funktionen, die ursprünglich früher angekündigt worden waren.

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