Home » Apps » Verbotene Tricks: Wie Entwickler das Anti-Tracking-Feature umgehen wollen

Verbotene Tricks: Wie Entwickler das Anti-Tracking-Feature umgehen wollen

Seit 2021 ist Apples neues Anti-Tracking-Feature in iOS in Betrieb: Apple hat sich von der Kritik aus Werbewirtschaft und der App-Ökonomie nicht beirren lassen und die neue Funktion wie angekündigt aktiviert. Allerdings arbeiten nun offenbar schon erste Entwickler daran, das Feature zu umgehen.

Apples neues Anti-Tracking-Feature ist wie von Apple angekündigt mit Beginn des neuen Jahres in Betrieb gegangen. Nun müssen Apps, die das Verhalten des Nutzers über App-Grenzen hinweg erfassen wollen, hierfür eine Erlaubnis des Nutzers einholen. Hierzu ist eine entsprechende Dialogabfrage zu stellen, die eine klar formulierte Erklärung enthalten muss. Unter Entwicklern wird allerdings schon daran gearbeitet, diese Abfrage zu umgehen.

Dies soll durch sogenanntes Fingerprinting erreicht werden: Eine Kombination aus verschiedenen Daten dient hierbei als eine Art Fingerabdruck, mit dem Nutzer auch weiterhin identifiziert werden können. Zu diesen Faktoren zählen Daten wie Softwareversionen, Seriennummern von Geräten, sowie Mac-Adressen von WLAN- oder Bluetooth-Modulen und weitere Kenngrößen.

Entwickler riskieren bewusst Rauswurf aus dem App Store

Dieses Vorgehen ist nicht zulässig: Wenn Apple auf Fingerprinting bei Apps stößt, dürfte ein Rauswurf aus dem App Store die Folge sein. Medienberichte zitieren allerdings Insider aus der Branche, wonach viele Entwickler dieses Risiko bewusst in Kauf nehmen. Das App-übergreifende Tracking sei viel zu geschäftswichtig, um es aufzugeben, zumal damit zu rechnen ist, dass eine Mehrheit der Nutzer – einmal gefragt – die Erlaubnis verweigern wird. Zudem ist Fingerprinting, wenn es gut gemacht ist, nur schwer zu entdecken.

Wie erfolgreich Apple dabei ist, diese Praktiken zu unterbinden, muss sich zeigen.

-----
Willst du keine News mehr verpassen? Dann folge uns auf Twitter oder werde Fan auf Facebook. Du kannst natürlich in Ergänzung unsere iPhone und iPad-App mit Push-Benachrichtigungen hier kostenlos laden.

Oder willst du mit Gleichgesinnten über die neuesten Produkte diskutieren? Dann besuch unser Forum!

Gefällt Dir der Artikel?

Roman van Genabith
twitter Google app.net mail

2 Kommentare zu dem Artikel "Verbotene Tricks: Wie Entwickler das Anti-Tracking-Feature umgehen wollen"

  1. d1ck3r 7. Januar 2021 um 22:43 Uhr ·
    Wie bei allem anderen auch… der Mensch ist nichts mehr wert. Nur die Daten und Klicks ( Taps ) die Sie/Er macht! 😒 Deswegen halte ich unsere Welt mittlerweile für extrem verkorkst!
    iLike 25
  2. Carpe Diem 8. Januar 2021 um 14:08 Uhr ·
    Eine Frechheit! Das darf Apple einfach nicht zulassen und sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Apple darf ja im eigenen Store nicht die Kontrolle verlieren. Dann werden einfach die für Fingerprinting benötigten Daten nicht mehr an die Apps gemeldet oder zufallsgenerierte Daten gesendet. Das dürfte ja bei den meisten Apps keine große Relevanz haben, ob eine App korrekte oder zufällig generierte Daten bezüglich „ Softwareversionen, Seriennummern von Geräten, sowie Mac-Adressen von WLAN- oder Bluetooth-Modulen“ und anderem hat. Oder nicht?
    iLike 0

Leider kann man keine Kommentare zu diesem Beitrag mehr schreiben.