Die Fitness-App Strava zeigt sich in den vergangenen Wochen recht umtriebig: Ursprünglich als Tool für den Radsport konzipiert, ist die Applikation in den letzten Jahren speziell für Läufer eine feste Größe geworden. Nun nimmt man das Wandern in Angriff. Nach eigenen Angaben will Strava die Hiking- und Trail-Funktionen seiner App in den kommenden Wochen deutlich erweitern. Profitieren sollen davon grundsätzlich alle Nutzer, also nicht nur die zahlenden Abonnenten. Wer allerdings Routen selbst erstellen oder bearbeiten möchte oder auf Offline-Navigation angewiesen ist, braucht weiterhin ein kostenpflichtiges Abo.
Wandern soll deutlich ausgebaut werden
Den größten Sprung macht offenbar das Kartenmaterial. Künftig sollen alle Nutzer – also auch ohne Abonnement – detailliertere Angaben zur Beschaffenheit der Wege erhalten, etwa ob ein Abschnitt steinig, schmal oder gut ausgebaut ist. Dazu kommt eine übersichtlichere Darstellung von Punkten entlang der Strecke: Wanderparkplätze, Picknickplätze und Campingplätze sollen sich künftig leichter auffinden lassen. Auch stark frequentierte, beliebte Wanderwege sollen auf einen Blick erkennbar sein.
Wer ein Abo abgeschlossen hat, profitiert zusätzlich von mehr Komfort bei der Navigation: Abonnenten bekommen eine Warnung, sobald sie von der geplanten Route abweichen – praktisch, falls man sich im Gelände einmal verläuft. Ebenfalls nur zahlenden Nutzern vorbehalten ist die automatische Animation der Wanderung im Feed, mit der Freunde die zurückgelegte Strecke von Anfang bis Ende mitverfolgen können.
Strava baut seine App konsequent aus
Die Stoßrichtung passt zu Stravas Strategie der letzten Jahre, die Plattform schrittweise für weitere Outdoor-Aktivitäten zu öffnen. Dass die grundlegenden Kartenverbesserungen allen Nutzern zugutekommen, dürfte vor allem neue Wanderer ansprechen, während die Zusatzfunktionen für Abonnenten den Anreiz für ein Upgrade erhöhen sollen. Wann genau die neuen Funktionen ausgerollt werden und ob es regionale Unterschiede gibt, hat Strava bislang nicht weiter konkretisiert.


