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Spotify HiFi kommt: Das müsst ihr zum gestrigen Spotify-Event wissen

Spotify hat die Art, wie wir Musik erleben und Charts bemessen auf beeindruckende Weise verändert. Zuletzt aber waren die Schweden technisch ins Hintertreffen geraten. Wettbewerber wie Amazon mit Music HD, Tidal oder Deezer bieten eine High-Res-Option an und rüttelten am erfolgreich am Thron. Spotify holt nun zum Gegenschlag aus und wird technisch nachziehen.

Schon seit 2014 auf der Wunschliste

Wer Spotify Premium abonniert hat, kann die Musik in maximal 320 kbit/s genießen. Während der gemeine Hörer wohl keinen Unterschied bemerken wird, ist dies für audiophile Liebhaber immer noch unterdurchschnittlich. Für geschulte Ohren werden die Unterschiede schon mit einem guten Kopfhörer wie den AirPods Max hörbar und genau dort setzen Dienste wie Amazon Music HD, Tidal, Qobuz oder Deezer an: Sie bieten für einen entsprechenden Aufpreis die Möglichkeit des verlustfreien Musikstreaming an.

Eine Option, die sich Nutzer von Spotify schon seit 2014 sehnlichst nutzen wie ein Blick in das hauseigene Forum zeigt. Die Schweden erklärten aber 2017 lediglich, dass es sich hierbei um eine „Gute Idee“ handle ohne konkreter darauf einzugehen – bis jetzt.

Spotify HiFi

Spotify hielt gestern sein „Spotify Stream On“-Event und stellte dort erstmals seine High-Res-Option vor. Diese nennt sich Spotify HiFi und soll verlustfreies Streamen auf kompatiblen Endgeräten und Spotify Connect-fähigen Lautsprechern ermöglichen.

Irritierend hierbei ist, dass der schwedische Streaming-Dienst selbst nur von CD-Qualität sprach. Dies wird aber bereits von Spotify Premium und 320 Kbit/s abgedeckt. Demzufolge muss Spotify also eine höhere Datenrate ermöglichen und könnte auf  hier auf eine höhere Abtastrate setzen. Interessante Randnotiz an dieser Stelle: Spotify HiFi wurde von Billie Eilish präsentiert, die zuletzt exklusiv für Apple Music die Werbetrommel gerührt hatte.

Offene Fragen

Spotify beantwortet diese Frage leider nicht so konkret, wie es wünschenswert wäre. Auch einen konkreten Preis sowie den Termin für einen Marktstart lies man unbeantwortet, Spotify HiFi solle lediglich 2021 ausgerollt werden. Bezüglich der Preisgestaltung wird man sich an Tidal orientieren müssen, da dort auch ein Familien-Abo angeboten wird. Die HiFi-Variante kostet 19,99€, für das besagte Familienabo muss man monatlich 29,99€ investieren.

Und dann wäre da noch die Integration von Spotify auf dem HomePod. Apple hat seit geraumer Zeit seinen smarten Lautsprecher für Drittanbieter geöffnet, wenn auch nicht ganz freiwillig. Und während sich zumindest in den USA Pandora schon als Standarddienst darauf nutzen lässt, ließ Spotify die gestrige Gelegenheit einfach verstreichen. Das ist schade, gerade hier hätte der Dienst wirklich punkten können.

Mehr Möglichkeiten für Content Creator

Schon seit geraume Zeit treibt Spotify den Ausbau über exklusive Inhalte voran, bei denen vor allem Podcasts eine zentrale Rolle spielen. Wenig überraschend präsentierte das Unternehmen deshalb ein paar Neuerungen, von denen vor allem Künstler und Podcaster profitieren. Diese sollen nämlich Umfragen und Videos in ihren Podcasts implementieren können. Außerdem ist für eine einfachere Aufbereitung eine Partnerschaft mit WordPress geplant, damit Podcaster kostenfplichtige Zusatzinhalte zur Verfügung stellen können.

Dazu passend verkünden die Schweden noch einen exklusiven Zugang: Im Rahmen von Renegades: Born in the USA sprechen der Rockmusiker Bruce Springsteen und der ehemalige US-Präsident Barack Obama acht Folgen lang über die Themen „Vaterschaft, Ehe und die Zukunft Amerikas“.

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Patrick Bergmann
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2 Kommentare zu dem Artikel "Spotify HiFi kommt: Das müsst ihr zum gestrigen Spotify-Event wissen"

  1. Peter R. 23. Februar 2021 um 19:17 Uhr ·
    Spotify HiFi, wie toll ist das denn, da kann ich ja mal vernünftig über meine HiFi Anlage Spotify hören. Mal sehen wie ich meine alte ReVox Anlage mir Spotify Füttern kann, 19,99 € ist auch in Ordnung.
    iLike 1
  2. f wir Pferd 23. Februar 2021 um 22:03 Uhr ·
    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Spotify zwar mit 320 kbits streamt, jedoch beim Endgerät nicht komplett diese 320 ankommen. Somit würde es wahrscheinlich mit dieser neuen Variante bei der gleiche Qualität bleiben, nur halt verlustfrei. Ich habe z. B. wegen meine HomePods und Siri aktuell Apple Music und Spotify. Spotify hat definitiv die besser App und besseren Playlisten. Jedoch kommt es mir so vor, als würde sich die Musik bei allen Apple Geräten besser mit Apple Music anhören. Hat jemand auch mal das Experiment gemacht? Also egal ob HomePod oder AirPods.
    iLike 1

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