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Smart Speaker von Facebook ohne Sprachassistentin: Es bleiben Fragen offen

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Es wird eng auf dem Smart Speaker-Markt. Nun soll auch noch Facebook einen Echo-Herausforderer planen, aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Doch das Gerät kommt womöglich ohne Sprachassistentin. Funktioniert das? – Eine kurze Einschätzung.

5,9 Millionen verkaufte smarte Lautsprecher in 2016, mit einem starken Zuwachs gegen Ende des Jahres, das sagen Zahlen der Marktforscher von Strategy Analytics. Smart Speaker könnten das nächste große Ding im smarten Heim werden. Zumindest scheint das der Gedanke zu sein, der dieser Tage viele Unternehmen umtreibt. Man möchte einem neuen Markt nicht hinterher laufen, wenn es vielleicht schon zu spät ist, so könnte das Kalkül sein. Nun soll auch Facebook an einem Smart Speaker arbeiten. Der wird allerdings, anders als Amazons Echo und der HomePod, eher visuell. Wie die Digitimes unter Berufung auf Industriekreise berichtet, arbeitet Facebook an einem Lautsprecher mit einem großen berührungsempfindlichen Display. Es soll eine Diagonale von 15 Zoll haben.

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Während das Panel von LG Display bezogen werden könnte, zeichnet Pegatron als Auftragsfertiger des Lautsprechers, der ein Gehäuse aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung erhalten könnte, verantwortlich.

Ein Bildschirm für die Freunde

Angeblich sollen bereits erste Geräte im Rahmen einer Pilotproduktion gefertigt werden.
Das Touch-Display im Smart Speaker-Segment ist derzeit eher ungewöhnlich. Aktuell weist Amazons Echo Show einen größeren Bildschirm auf, auf dem unter anderem Tipps zum Outfit angezeigt werden können. Hintergrund der Entscheidung Bildschirm statt Sprache könnte der angepeilte Haupteinsatzzweck des Speakers sein:

– Warum möchte Facebook einen Smart Speaker verkaufen?

Um auf einem potenziell wichtigen Marktsegment nicht abgehängt zu werden, klar. Aber,

– Was soll der Nutzer mit dem Speaker tun?

Amazons Echo kann neben vielen anderen Dingen vor allem eine Sache: Produkte über Amazon kaufen. Ein Stück weit ist das die Existenzberechtigung fast aller Amazon-Dienste. Was soll also ein Facebook-Speaker tun?

Inhalte aus dem eigenen Facebook-Feed vermitteln und das geht per Sprache nur eingeschränkt. Während Beiträge vielleicht noch sprachlich ausgegeben werden könnten, bei den Postings der meisten Nutzer dürfte die Sprachsynthese indes an ihre aussprachetechnischen Grenzen stoßen, können Fotos und Videos nicht verbalisiert werden. Gerade die machen aber einen großen Teil der Timelines aus. Es braucht also einen Bildschirm und der muss auch einigermaßen brauchbare Darstellungen liefern.

Werden Nutzer also öfter mal einen Blick auf ihren Facebook-Speaker werfen? Und vor allem, welche Assistentin wird das soziale Netzwerk dem Nutzer hier zur Seite stellen oder wird es auf eine Sprachsteuerung in Gänze verzichten? Ist ein Smart Speaker ohne smarte Sprachassistenz überhaupt attraktiv?

Das wird sich zeigen müssen, falls Facebook das Produkt tatsächlich auf den Markt bringt.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Smart Speaker von Facebook ohne Sprachassistentin: Es bleiben Fragen offen"

  1. kalle 26. Juli 2017 um 08:07 Uhr ·
    Fratzenbuch Schrott . Wann wird der zuckerberg endlich verklappt ?
    iLike 1
  2. Peter 26. Juli 2017 um 09:41 Uhr ·
    Haha, die Facebook können mich mal.
    iLike 0
    • Peter 26. Juli 2017 um 09:43 Uhr ·
      von
      iLike 0

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