Sicher online mit dem iPhone – wie geht das?

Abbildung 1: Die eigene Online-Sicherheit ist auch beim iPhone ein Thema – doch was lässt sich da machen?

Das iPhone ist gegenüber den anderen Smartphones und ihren Betriebssystemen immer noch sehr sicher. Das System ist weitestgehend in sich geschlossen und bietet nicht, wie Android, die Möglichkeit, von außen einzugreifen. Trotzdem dürfen sich auch iPhone-Nutzer keinesfalls beruhigt zurücklehnen und glauben, es gäbe keine Gefahr. Diese besteht immer, nicht unbedingt in Form von Schadprogrammen, doch durch das Internet und den Nutzer an sich. Dieser Artikel erklärt, wie iPhone-Nutzer sicher unterwegs sind.

VNP-Anbieter nutzen

Die größtmögliche Angriffszone eines jeden internetfähigen Geräts ist die Internetverbindung an sich. Natürlich, die Verbindung erlaubt es beim iPhone nur bedingt, auf das Phone selbst zuzugreifen, doch warum sollte jemand, der an Daten interessiert ist, machen? Wer über das notwendige Know-how verfügt, dem ist das sendende Gerät völlig egal, es geht nur um die übertragenen Daten. Und genau hier gibt es eindeutige Schwachstellen:

  • Heimnetzwerk – um den mobilen Datenverbrauch einzuschränken, nutzen viele Menschen das heimische WLAN für das Smartphone. Das ist kein Problem, doch sind viele WLAN-Netze schlecht gesichert. Der Name des Netzwerks darf niemals auf den Nutzer hinweisen, zudem sollte das Passwort absolut sicher sein.
  • Öffentliche Hotspots – sie sind die größte Gefahr, da sich hier jeder einwählen kann. Die Daten können somit sehr leicht abgefangen werden. Experten raten aus gutem Grund, keine sensiblen Daten über diese Hotspots zu übermitteln.

Die Lösung ist ein VPN-Anbieter, von denen es heute recht viele gibt. Das VPN, das virtual private Network, ist ein in sich geschlossener Raum, der nur einen allgemeinen Zugriffspunkt aufs eigentliche Internet bietet. Das lässt sich mit der Mensa vergleichen, die nur eine Tür nach draußen hat. In der Mensa wird allerhand gesprochen, doch die Informationen können nur durch die Tür nach draußen gelangen. Dies macht es für Angreifer nicht möglich, die eigentliche Informationsquelle ausfindig zu machen. VPN-Nutzer sind nicht nachverfolgbar, zudem sind ihre Daten zusätzlich geschützt. VPN gibt es längst nicht mehr nur für den Heimbereich, es gibt ausreichend Anbieter, die zugleich einen mobilen Zugang zur Verfügung stellen. Nun sind kritische Daten auch außerhalb des Hauses gesichert.

Passwort-Management

Das iPhone hat viele Sicherheitsfunktionen mit an Bord. Doch sind diese nur so sicher, wie die Anwendung durch den User. Manche iPhone-Nutzer finden beispielsweise die ständige Anmeldung via Facescan oder Fingerabdruck auf dem Gerät störend und schalten die Funktion möglichst aus. Und genau das ist ein Problem. Allgemein gilt rund um die Passwörter:

  • WLAN – das Passwort zum heimischen WLAN-Netz sollte regelmäßig geändert werden, mindestens aber so aufgebaut sein, dass es schwer zu knacken ist.
  • Gerät – das Entsperren ist nervig, doch ist es wichtig. Jedes ungesicherte Gerät ist angreifbar, nicht nur, weil jemand Daten direkt entwenden könnte, sondern auch, weil Programme installiert werden könnten. Sensible Daten – das iPhone bietet spezielle Container für wichtige Daten an. Diese Bereiche sind ebenso passwortgeschützt oder anderweitig zugriffsgeschützt.
  • Passwörter allgemein – hier streiten sich Experten. Die einen behaupten, die Passwörter sollten regelmäßig geändert werden, andere halten die Vorgehensweise für falsch. Fakt ist: Sobald Ungereimtheiten auftreten, ist der Passwortwechsel notwendig. Aber Vorsicht, denn sollte eine Mail versandt werden mit der Bitte, das Passwort zu ändert, so darf dieser nicht über den Link nachgegangen werden. Darüber hinaus sollten Passwörter nicht zu eingängig sein.

Gerade die Passwörter zum Gerät und zum heimischen WLAN dürfen niemals preisgegeben werden. Sollen sich Gäste auch daheim anmelden können, bieten die meisten Router einen Gastzugang. Dieser läuft getrennt vom eigentlichen Zugang und schützt die Daten des Hauptzugangs.

Weitere Tipps

Ob iPhone, Laptop, Tablet oder anderes Smartphone: In der Tat gehen die meisten Sicherheitsrisiken vom Nutzer an sich aus. Appleuser haben hier noch den Vorteil, dass es nur wenige Programme gibt, die außerhalb des App-Stores heruntergeladen werden können. Trotzdem bleiben gewisse Sicherheitsmängel:

  • Liegen lassen – das iPhone darf niemals offen und unbeaufsichtigt liegengelassen werden. Nutzer müssen das Gerät wie eine Geldbörse behandeln. Auch die würde niemals auf dem Tisch liegen, ohne dass jemand darauf aufpasst.
  • Sperren – wird das Gerät nicht genutzt, wird es gesperrt. Ja, das Entsperren dauert eine Sekunde und kann nervig sein, trotzdem ist nur ein gesichertes iPhone auch sicher. An dieser Stelle hilft es, sich vorzustellen, dass notfalls auch der Tischnachbar durch alle Fotoalben blättern oder einzeln Fotos versenden könnte.
  • Gesicherte Quellen – Apps sollten nur aus dem Store oder aus gesicherten Quellen geladen werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass mit dem Programm nicht noch drei weitere aufs Gerät kommen.
  • Berechtigungen – die Berechtigungen für jede App sollten regelmäßig geprüft werden. Umso weniger Zugriffsrechte eine App hat, desto besser.

Doch gerade im öffentlichen Raum lauern die Gefahren. Wer keinen VPN-Zugang nutzen möchte, der sollte im öffentlichen Raum niemals auf Hotspots zurückgreifen oder diese für die Übertragung irgendwelcher wichtiger Daten nutzen. Dazu fallen auch die Zugangsdaten für Facebook. Diese dürfen ohnehin nicht preisgegeben werden. Wer sich bei den netten Quizzes oder Spielen auf Facebook via Facebook-Account anmeldet, der gibt bereits die Daten weiter. Im Regelfall geschieht nichts, im Ernstfall hat der Betrüger jedoch den freien Zugriff auf das gesamte Facebookprofil, ohne auch nur einen Finger rühren zu müssen.

Abbildung 2: Auch Apps können ein Sicherheitsproblem darstellen.

Fazit – die Gefahr geht vom User aus

Manche Sachen möchte niemand hören, doch beim iPhone gilt das leider. Das Gerät an sich ist sehr gut gesichert und das System ist recht unanfällig gegen Schadsoftwares. Dennoch können auch hier Daten abgegriffen werden. Ungesicherte Geräte, die Nutzung von ungesicherten oder öffentlichen WLAN-Angeboten oder Unaufmerksamkeit im täglichen Internetverkehr genügen schon. Wer sich sichern will, der greift möglichst auf ein VPN zurück. Nun ist der Nutzer nicht mehr zurückzuverfolgen, zudem sind seine eigenen Daten gut gesichert. Dank der mobilen Lösungen kann das VPN auch unterwegs immer wieder genutzt werden. Besonders wichtig ist das übrigens, wenn vom Privathandy auch auf Firmensoftwares zurückgegriffen wird. Wer hier ungesichert vorgeht, riskiert, dass Fremde Zugriff auf die intimen Details eines Unternehmens erhalten. Unternehmer können nur ihren Mitarbeitern den ungesicherten Zugang verbieten oder dafür sorgen, dass sie VPN nutzen.

 

Bildquellen:

Abbildung 1: @ Paul Hanaoka / Unsplash.com

Unsplash.com – Sara Kurfeß – https://unsplash.com/photos/6lcT2kRPvnI

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Toni Ebert
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