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Sekretärin von Steve Jobs: Gefälschter Ausweis auf eBay angeboten

Gefälschter Ausweis, Quelle: Cabel Sasser, cabel.com

Ein verrückte Geschichte zum Schmunzeln macht aktuell die Runde. Auf eBay wurde ein Mitarbeiterausweis sowie eine Raumkarte aus den Anfangszeit Apples angeboten. Dabei handelt es sich aber wahrscheinlich um eine gute Fälschung, die als Warnung vor ähnlichen Versuchen gelten soll.

Wie Cabel Sasser von Panic in einem Blogpost berichtet, wurde unter dem Titel „Steve Jobs 1978 Apple Employee Card + Handwritten Map“ ein für Sammler interessantes Angebot auf eBay gemacht. Der Ausweis soll Sherry Livingston gehört haben, welche die Mitarbeiternummer 10 besaß und eine der ersten von Apple beschäftigten Sekretärinnen gewesen ist. Der Ausweis ist auf den 10. März 1977 datiert – und wohl gefälscht.

Neben dem Ausweis liegt dem Angebot ein Grundriss von Apple damals neu eröffneten Firmengebäude in Cupertino bei, dessen Echtheit ebenfalls zu bezweifeln ist. Die Zeichnung soll von Chris Espinosa gemacht worden sein, der 1976 als Mitarbeiter Nummer 8 einstieg und bis heute bei Apple aktiv ist.

Rechnung vom Deutschen Roten Kreuz wirkt verdächtig

Espinosa selbst ist es gewesen, der die Echtheit der zu ersteigernden Objekte anzweifelt. Er gibt an, dass die Frau auf dem Ausweis nicht Livingston sei, die Art des Fotos sowie die Größe des Ausweises seien nicht echt. Auch die Zeichnung sei nicht von ihm gewesen.

Der eBay-Verkäufer legt als Nachweis für die Echtheit eine Rechnung des Deutschen Roten Kreuzes vor. Die beiden Sammlerstücke habe er dort 2001 bei einer Wohltätigkeitsauktion für 3.000 DM erstanden. Es ist jedoch gut möglich, dass er bereits damals einem Betrug aufgesessen ist. Die Rechnung endet mit den Worten „Wir danken Ihnen für ihr Unternehmen“, was eine schlechte Übersetzung des im Englischen gebräuchlichen „Thank you for your business“ hinweist. Auch die verwendete Abkürzung DEM ist keine übliche für die Deutsche Mark (DM) gewesen.

Wer nun wann betrogen worden ist, bleibt offen. Ohne die Aussagen von Espinosa wäre die Echtheit vermutlich nicht angezweifelt worden. Die Auktion ist mittlerweile beendet, die Objekte haben für 946 US-Dollar einen neuen Besitzer gefunden.

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Fabian Schwarzenbach
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