REVIEW: NOMAD Base Station – Die Alternative für enttäuschte AirPower Fans?

Am 29. März gab es einen Aufschrei bei vielen Apple Fans und jedenfalls in der breiten Tech-Szene im Internet. Apple stampfte seine Wireless-Charging Pläne bekannt unter dem Namen AirPower ein. Kein Ladepad von Apple. Man bekommt es nicht hin. Die Konkurrenz seither ist jedoch groß, auch die im Premium-Segment. Und eine davon wollen wir uns heute genauer anschauen.

Es geht um die NOMAD Base Station in der „Hub Edition“. Dieser Ladehub für kabelloses und kabelgebundenes Laden der Premium Zubehör Firma aus Kalifornien hat es in sich. Eine Apple Watch Edition gibt es übrigens auch noch. Wir testen sie vielleicht ein anderes Mal.

Design und Style

Wir ersparen euch das Unboxing, denn ganz im Ernst: Wen interessiert das wirklich? Beigelegt ist das Pad sowie ein Stromkabel samt passendem Netzteil. Das Aussehen ist NOMAD typisch extrem hochwertig und stylisch. Die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau und das Teil sieht auf den Schreibtisch einfach super schick aus.

Flach, edel dank Metall- und Leder-Look und irgendwie nicht zu auffällig.

Was kann das Ding?

Die „Base Station Hub Edition“ hat drei Spulen für kabelloses Laden verbaut. Jedoch können nur zwei davon gleichzeitig verwendet werden. Ihr könnt also ein Gerät in die Mitte legen, oder zwei Geräte nebeneinander legen. Dann geht es mit bis zu 10W Dual Wireless Charging ab. Hinzu kommt die Möglichkeit, hinten ein USB-A sowie USB-C Port zu verwenden, um nochmals parallel zwei Geräte kabelgebunden aufladen zu können. So kommt man auf insgesamt 4 Geräte, die man parallel mit neuem Strom betanken kann. Der USB-A Port hat 7,5W der USB-C Anschluss immerhin 18W. Damit können sogar MacBooks aufgeladen werden!

Was leider nicht geht: Apple Watch kabellos aufladen. Doch das liegt mehr an Apple, als an NOMAD. Die neuen AirPods und alle iPhones sowie anderen Geräte mit Qi Ladestandard können auf der Matte platziert werden.

Coole Features wie…

  • LED Lichter zeigen an, wieviele Geräte und welche Wireless Charging Spots besetzt sind. In der Nacht werden diese Lichter gedimmt, dank eines Ambient Light Sensor auf der Rückseite.
  • USB-C Anschluss hinten für Laden von iPad Pro, MacBooks, Tablets, Kopfhörer, Zubehör etc.
  • Gummifüße gegen Rutschen der Matte
  • Lederbeschichtung der Matte oben, sodass Geräte nicht herunterrutschen (hatte ich bei anderen Chargern tatsächlich öfters!)
  • Funktioniert problemlos mit dickeren Hüllen trotz Lederbeschichtung der Matte (Test mit Apple Cases und iPhone XS)
  • Relativ langes Kabel für Steckdose mit 1,5 Meter

-> NOMAD Base Station hier anschauen und kaufen

Etwas nervig ist…

  • Exaktes Platzieren des Gerätes über der Spule essentiell. Oftmals trifft man den Ladepunkt nicht auf Anhieb und sucht einige Sekunden
  • Preis mit knapp 100 Dollar ist schon ziemlich saftig

Unterschiede zu AirPower

Heben wir doch mal das Wichtige hervor, nämlich, was denn an der Base Station anders ist, im Vergleich zu Apples AirPower.

  • 2 anstatt 3 Geräte gleichzeitig kabellos laden
  • Lädt die Apple Watch nicht kabellos auf
  • Ladepunkte müssen genau getroffen werden
  • Deutlich billiger als AirPower mit 99,95 US-Dollar.

Wie lange dauert das Laden?

Eine der spannendsten Fragen in Verbindung mit kabellosem Laden. Doch sie ist schwierig zu beantworten. Denn welches Gerät habt ihr? Wieviele Push-Benachrichtigungen bekommt ihr pro Stunde? Habt ihr das Gerät während dem Ladevorgang auf Flugmodus oder auf Batteriesparmodus gestellt? Wie hell ist das Display eingestellt? Wo lädt ihr und wie warm ist es dort? Wie viel Prozent hat das Gerät, wenn ihr es ansteckt oder „auflegt“?

Ich kann euch deshalb nur eine Schätzung abgeben, basierend auf verschiedenen Ladungen mit meinem iPhone X. Das letzte Vierteil von 75% auf 100%, wobei das Gerät ab 80% deutlich langsamer lädt, benötigt in etwa so viel Zeit, wie ich mit einem 12W iPad Stecker für eine gesamte Ladung benötige. 70 bis 80 Minuten nämlich. Für schnelles Aufladen also zum Vergessen.

Eine volle Ladung dauert bei meiner Nutzung (kein Batteriesparmodus, Helligkeit auf mittel, ca. 15 Mitteilungen pro Stunde) an die 2,5 bis 3 Stunden. Mit voll meine ich aber nicht von 0% bis 100%, sondern eine realistische Ladung ab 10% oder 15%.

In der Nacht ist das völlig egal, zumal die iPhones mit iOS 13 ohnehin drosseln und langsamer laden, um den Akku zu schonen. Doch im Alltag ist das nicht zu gebrauchen für mich.

Fazit

Auf der einen Seite haben wir es mit einem der besten kabellosen Chargern zu tun, die man auf dem Markt bekommt. Die Möglichkeit, gleich zwei Geräte zu laden und parallel noch das Kabelmanagement zu organisieren, in dem man nochmals 2 Geräte anstöpseln kann, ist schon grandios. Die Verarbeitung und das Design sind ebenso klasse! Kleine Features wie die Anzeige oder die Dimmung am Abend sind zusätzlich nett und runden das Paket ab.

Doch auf der anderen Seite sehen knapp 100 Euro. Im Vergleich: AirPower hätte wahrscheinlich das doppelte gekostet. Aber ist es das wirklich wert? Das muss jeder individuell entscheiden. Ich liebe die Lösung so, da ich nur mehr ein Gerät auf dem Schreibtisch habe, wo ich alle meine Geräte laden kann. Eine wirklich tolle Sache!

Doch für viele mag es zu teuer sein. Und das auch völlig zurecht! Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis fehlt objektiv gesehen definitiv!

-> NOMAD Base Station hier anschauen und kaufen

-----
Willst du keine News mehr verpassen? Dann folge uns auf Twitter oder werde Fan auf Facebook. Du kannst natürlich in Ergänzung unsere iPhone und iPad-App mit Push-Benachrichtigungen hier kostenlos laden.

Oder willst du mit Gleichgesinnten über die neuesten Produkte diskutieren? Dann besuch unser Forum!

Gefällt Dir der Artikel?

Lukas Gehrer
twitter Google app.net mail

6 Kommentare zu dem Artikel "REVIEW: NOMAD Base Station – Die Alternative für enttäuschte AirPower Fans?"

  1. Marc 14. August 2019 um 17:41 Uhr ·
    Ich hab von Nomad die Base Station in der Apple Watch Edition und bin begeistert. Schade, dass Apple nichts gleichwertiges bieten kann. Für Handynutzer, die sowohl auf Habtik, als auch auf Optik achten, auf jeden Fall eine gute Lösung.
    iLike 5
  2. nkl.dr 14. August 2019 um 21:04 Uhr ·
    Oh Gott wo kommst du denn bitte her ?
    iLike 0
  3. Jan 14. August 2019 um 22:21 Uhr ·
    Hallo liebes Apfelpage-Team, Wie immer, sind in diesem Bericht auf der mobilen Website alle Bilder größer als der Darstellungsbereich, die rechte Hälfte ist abgeschnitten. Ich nutze ein iPhone X mit iOS 12.4, ist aber schon ewig so… könnt ihr das mal fixen? Liebe Grüße
    iLike 1
  4. Ecki3XL 15. August 2019 um 13:09 Uhr ·
    Schlimmer gehts nimmer😱
    iLike 0

Leider kann man keine Kommentare zu diesem Beitrag mehr schreiben.