macOS Mojave streicht alle Fremdgeher-Fähigkeiten der Nachrichten-App

Eine bislang kaum thematisierte Neuerung in macOS Mojave könnte einige Nutzer verärgern. Sonderlich groß ist die Gruppe der Betroffenen nicht, aber wer bislang die Nachrichten-App nutzt, um mehr als nur iMessages und SMS via iPhone zu verschicken und zu empfangen, wird sich bald neu orientieren müssen.

Die Nachrichten-App in macOS war einst ein mächtiges Messaging-Instrument, wenn auch stets nur recht wenige dies in vollem Umfang vor Augen hatten und aktiv nutzten.

Doch Nachrichten konnte weit mehr als nur als iMessage-Zentrale dienen. Dort ließen sich auch Google Talk, später Hangouts-Konten einrichten und zur Hochzeit der Vielseitigkeit war sie auch als Facebook Messenger für den Desktop nutzbar.

Das alles basierte auf der Unterstützung eines Protokolls: XMPP.

XMPP-Support fällt weg

Dieses freie Messaging-Protokoll liegt dem Jabber-System zugrunde, ein dezentrales Messaging-Netz, das häufig in IT-Fachkreisen Verwendung findet. Es zeichnet sich durch eine hohe Erweiterbarkeit und die Möglichkeit, mit eigenen Servern weitgehend unabhängig von kommerziellen Dienstanbietern zu sein, ist aber auch für eine hohe Komplexität und evolutionäre Trägheit bekannt, weshalb es inzwischen von anderen Verfahren in der Szene in die Defensive gedrängt wird.

Interessant ist hier nun folgendes: XMPP war auch bei großen Diensten in Gebrauch. So unterstützte Facebook etwa eine Anbindung von Nutzer-Accounts respektive deren Messenger-Abwicklung an XMPP und die Nachrichten-App ließ sich mit etwas gutem Zureden auch dazu bewegen, mit Facebook zu kommunizieren.

Dem hat das soziale Netzwerk indes schon lange ein ende gemacht. Auch der Business-Chat Slack hatte bis vor kurzem noch einen XMPP-Support, der wurde inzwischen aber bis auf bei Gruppen mit aktiven Verknüpfungen beendet.

Nun ist auch bei macOS Schluss. Unter Mojave verschwinden nicht nur die sozialen Logins, wie wir bereits berichteten, sondern auch der XMPP-Support bei Nachrichten.

Fortan ist die App nur noch für iMessage und SMS gut, schade!

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Roman van Genabith
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