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Live-Ticker blockiert: Axel Springer verklagt Adblock Plus erneut

Schuld für eine vom Axel Springer Verlag ausgehende Klage gegen das Unternehmen Eyeo war ein blockierter Live-Ticker bei dem wichtige Besucher verloren gingen. Genauer verbindet man mit dem Namen Eyeo das Browser-Plugin Adblock Plus, das werbliche Banner-Inhalte beim Surfen ausblenden soll. Nur leider meinte es das Plugin bei der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC zu gut und ließ sogar den Live-Ticker auf Computerbild.de verschwinden – zahlreiche Besucher fanden anstelle des Live-Feeds lediglich einen weißen Platzhalter vor. Axel Springer hat Eyeo nun angezeigt.

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Adblock Plus steht derzeit stark unter Beschuss. Ein Name der Kläger in der Runde ist der Axel Springer Verlag – dieser konnte nun einen weiteren Erfolg gegen Hersteller Eyeo erzielen und bezog sich in seiner Klage auf das Overblocking der Inhalte auf Computerbild.de. So wurde während der letzten Apple-Entwicklerkonferenz nicht nur störende Werbung ausgeblendet, sondern auch redaktionelle Inhalte, wie ein Live-Ticker, der von vielen Nutzern bereits erwartet wurde, konnte bei aktivem Adblocker nicht ausgespielt werden. Außerdem fielen dem wütenden Plugin eingebettete Tweets und ein Beitrag zu Jerôme Boateng zum Opfer.

Solche Fehler dürfen nicht passieren

Als Axel Springer den Fehler auf seiner Computer-Plattform bemerkte, meldete der Verlag den Bug umgehend der EasyList, um die fälschlich ausgeblendeten Inhalte wieder anzeigen zu lassen. Das Problem hierbei war die Aktualisierung der Filterlisten, die nur einmal pro Tag durchgeführt wird. Gegen den Vorwurf einer bewussten Blockade äußerte sich Eyeo mit den Worten, dass niemand ein Interesse daran habe, absichtlich auch redaktionelle Inhalte zu blockieren. Bei Nutzung des Adblock Plus Plugins geht es lediglich um das Ausblenden von Werbeelementen – das sei höchster Anspruch des Herstellers.

Derzeit überprüft Eyeo mögliche Rechtsmittel, der gegen die Entscheidung eingelegt werden können, jedoch sah das Ganze bereits im vergangenen Jahr schon schlecht aus. Dort war die gleiche Kammer für den damaligen Fall zuständig und beschäftigte sich mit der Adblock-Sperre auf Bild.de. Eyeo sei stets bemüht die Qualität seines Dienstes auf gewohnt hohem Level zu halten. Bei über 60.000 Einträgen in der EasyList in Deutschland und der Komplexität des Plugins sind Fehlblockaden jedoch nie vollständig auszuschließen.

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Aaron Baumgärtner
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9 Kommentare zu dem Artikel "Live-Ticker blockiert: Axel Springer verklagt Adblock Plus erneut"

  1. Azrat 17. August 2016 um 11:53 Uhr ·
    Ein dezenter Hinweis an die Firma hätte auch gereicht aber stattdessen schießt man inzwischen lieber mit Kanonen auf Spatzen. So entstehen übrigens Angry Birds ;)
    iLike 23
    • Einfachkoch 17. August 2016 um 12:07 Uhr ·
      Liest man den Artikel gänzlich, so fällt einem auf das Axel Springer dies sogar getan hat. Grundsätzlich soll hier sicher geprüft werden ob nicht doch ein Interesse daran besteht auch redaktionelle Inhalte auszublenden, diese als Fehler zu tarnen, um so die Besucher eher auf andere Portale zu locken! Wer weiß schon was die in ihrem Kämmerlein wirklich machen.
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      • Azrat 17. August 2016 um 13:16 Uhr ·
        Soweit ist mir das auch nicht entgangen, aber ein wenig Geduld sollten die Herren des Verlags schon an den Tag bringen. Deren (guten) Artikel entstehen auch nicht binnen 24 Stunden und in der IT gibt es wesentlich mehr komplexe Sachverhalte zu prüfen, sodass es durchaus ein wenig dauert, den Fehler zu finden. Hier wurde aber ungeduldig der bereits in der Vergangenheit benutzte und damit geebnete Weg benutzt, um gleich nochmal mit Anlauf zu „bashen“, anders kann ich mir das beim Besten Willen nicht herreimen.
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      • Han 17. August 2016 um 13:37 Uhr ·
        Liest man den Artikel gänzlich und auch den verlinkten Artikel, erfährt man, dass der Axel Springer Verlag bereits im Juli eine einstweilige Verfügung erwirkt hat. Was man gar nicht erfährt, welchen Inhalt genau diese einstweilige Verfügung hat.
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  2. Maik 17. August 2016 um 20:58 Uhr ·
    Und wenn schon! Was in MEINEM Browser angezeigt wird entscheide ICH! Basta! Und wenn ich durch ein von MIR genutztes Tool einen Inhalt nicht sehen kann, schalte ich das Tool halt kurzzeitig ab. Und wenn ich zu damlich bin den Zusammenhang zu erkennen, sollte ich das mit diesem Internet lieber ganz lassen…
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  3. Ady 18. August 2016 um 02:33 Uhr ·
    Mich wundert, dass Leser von Zeitschriften und Online-Portale der ASV überhaupt in der Lage sind, ein Ad-Blocker zu bedienen. Das ist an sich ein Widerspruch!
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  4. Ich 18. August 2016 um 10:51 Uhr ·
    Es muss aber „einen Ad-Blocker zu bedienen“ heißen.
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  5. mutabor 18. August 2016 um 20:12 Uhr ·
    Die Blödzeitung sollte insgesamt geblockt werden. Wer Adblocker nutzt und halbwegs bei Trost ist, ließt dieses Hetzblatt doch gar nicht erst.
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  6. hessekaja 19. August 2016 um 02:18 Uhr ·
    Früher war man klüger und hat SPRINGERs Autos angezündet. Damals war man noch ohne PokemonGO rausgegangen … hab gehört die nannten das Demonstrieren … und fürs eigene Recht auf die Straße gehen … Ja damals hatten die noch nichtmal BLÖD-ONLINE. ?
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