Im Test: Der WX-010 MusicCast von Yamaha – der AirPlay-Lautsprecher eines Soundsystems

Musik, Podcast und und und – die Tonspuren begleiten uns den ganzen Tag. Gerade zu Hause ist das Verteilend der Tonspuren und im idealsten Sinne per Multiroomtechnik. Gab es da nicht mal was mit „AirPlay“? Korrekt! AirPlay ist eine Multiroomtechnik von Apple. Diese Technik erlaubt das Teilen von Audiosignalen über das heimische WLAN-Netzwerk, in dem Lautsprecher mit AirPlay-Technologie eingebunden sind. Es gibt mittlerweile einige Audiosysteme die diese Multiroomtechnik besitzen und untereinander ist alles miteinander kompatibel und verknüpfbar. Über den Mac lassen sich per iTunes somit Musik, Podcast und Co. synchron im ganzen Haus verteilen. Nur iOS spielt in 2017 immer noch nicht in dieser Liga mit und erlaubt von Haus aus nur das Teilen von Audiospuren an einen einzelnen Empfänger. Soll noch mal jemand sagen, dass das iPad unter iOS ein Computerersatz sei.

Ich bin derzeit im Umbau eines gesamten Stockwerks und als musikaffiner Mensch planst du auch in dieser Richtung einfach mit. Eine Multiroomlösung muss her und AirPlay war da einer der großen Wünsche von mir. Ich musste mich etwas umschauen und habe mittlerweile ein Lösung gefunden. Yamaha fiel mir nie in dieser Richtung auf, denn als früherer DJ bin ich aus diesem Hause nur Technik für Musikproduktionen gewöhnt. Musik mache ich heute nur noch extrem selten, dafür höre ich sie aber rund um die Uhr.

Der WX-010 MusicCast von Yamaha ist ein kleiner AirPlay-Lautsprecher. Er ist so groß wie ein iPhone 7 Plus und daher sehr platzsparend abstellbar. Bei mir steht einer davon im Badezimmer, in der Küche und einer im Schlafzimmer. Für den AirPlay-Betrieb muss nur ein Stromkabel herhalten – der Rest funktioniert dank WLAN drahtlos. Die genauen Abmaße des Lautsprechers sind 16 cm x 12 cm x 12 cm (H x L x B). Die Aufstellung kann einmal ganz klassisch vollzogen werden, in dem man den WX-010 einfach irgendwo abstellt. Vier gummiartige Füße lassen den Lautsprecher auch rutschfest auf glatten Oberflächen abstellen. Das sorgt außerdem dafür, dass der Lautsprecher im Betrieb nicht durch Bassvibrationen verrutscht. Für die Wandmontage steht ein abnehmbare Platte zur Verfügung. Dadurch kann man den AirPlay-Lautsprecher einfach an einer Schraube oder einem Nagel an der Wand aufhängen. Für Stative steht rückseitig eine Gewindebohrung zur Verfügung. Bei der Aufstellung hat man somit freie Wahl und benötigt nur eine Stromzufuhr.

‎MusicCast CONTROLLER
‎MusicCast CONTROLLER
Entwickler: Yamaha Corporation
Preis: Kostenlos

Die Einbindung in das Netzwerk erfolgt mit der hauseigenen App. Damit bringt man den WX-010 entweder drahtlos in das WLAN-Netzwerk (was man wirklich möchte) oder auch kabelgebunden per verbautem Ethernetanschluss. Jepp – AirPlay kann in diesem Fall drahtlos an einen kabelgebundenen Lautsprecher geschickt werden. Klingt komisch – ist aber so.

Die Sache mit dem Multiroom klingt sehr kompliziert und ist dennoch so einfach. Jeder Lautsprecher bekommt bei der Einrichtung einen Namen verpasst. In meinem Fall heißt jeder Lautsprecher wie der Raum in dem er steht. So sieht man beim Verteilen der Tonspuren direkt die Ziele. Vom Mac aus kann man alle Ziele einzeln der Quelle hinzufügen und somit kinderleicht den Klang verteilen. Unter iOS ist man auf eine Zielauswahl beschränkt – zumindest was das iOS-System selbst angeht. Die MusicCast-App schafft da Abhilfe und hat enorm viel auf Lager. Die App kann auf die Musik-App von iOS zugreifen und somit die Musikverteilung übernehmen. Damit kann man ganz gewohnt seine AppleMusic-Datenbank durchstöbern, Playlisten starten und und und. Der Funktionsumfang ist hier fast mit der Musik-App identisch, nur die Zuschaltung der Multiroomlautsprecher unterscheidet sich hier. Öffnet man die App, so kann man auch Radiostationen suchen und starten. Ebenfalls werden Spotify, Napster und die Podcast-App von Apple unterstützt. Wichtig ist, dass ein Radiostream von den Geräten selbst über das Internet bezogen wird – die iOS-App teilt dem Lautsprechersystem also einen dedizierten URL-Stream zu. Das Verteilen von Inhalten klappt über die App wirklich nahtlos und perfekt – da gibt es nichts zu meckern. Dennoch wäre für iOS die Zeit gekommen hier von Haus aus mitziehen zu können und AirPlay-Multiroomsupport zu unterstützen.

Die Bedienoberfläche ist touchbasiert. Das bedeutet, dass man „Connect“ kurz antippt, um den Lautsprecher aufzuwecken. Tippt man übrigens Play/Pause an, wird im Multiroom nicht alles gestartet bzw. pausiert, sondern nur der eine Lautsprecher den man gerade bedient. Gleiches gilt für das Regeln der Lautstärke. Ich bin ehrlich – ich nutze die Touchoberfläche nie. Ich regle die Lautstärke der einzelnen Räume am Mac in iTunes oder der MusicCast-App – je nachdem wer gerade der Master ist. Ist der Mac mit iTunes der Mater, korrigiere ich die Lautstärke und Titelwahl über die Remote-App von Apple – auch oft von der Apple Watch aus.

Die Wohnung ist bei mir komplett mit AirPlay ausgestattet, denn dadurch müssen nur Stromquellen vorhanden sein. Der WX-010 besitzt aber übrigens auch Bluetooth. Möchte man ihn also mal auf eine Party mitnehmen, kann man ihn auch per Bluetooth bespielen – er ignoriert in diesem Fall die WiFi-Konfiguration und wählt sich wieder ein, wenn er zu Hause ist und sein bekanntes WiFi-Netzwerk sieht. Wird der Lautsprecher nicht bespielt, schläft er nach ca. 10 Minuten einfach ein und befindet sich im Standbymodus. Bei mir sind alle Lautsprecher in diesem Modus. Das erlaubt jederzeit das Zuspielen von Musik, denn wird ein Gerät als Ziel angewählt, wird es automatisch über das Netzwerk aufgeweckt und als Ziel bespielt. Pausiert man die Musik, dauert es ca. 30 Minuten, bis das Multiroomsystem alles in den Standby versetzt. Wichtig ist, dass die AirPlay-Lautsprecher in einer stabilen WiFi-Reichweite stehen. Tuen sie dies, gibt es nicht einen Knackser oder Aussetzer im Betrieb. Bei mir läuft das System seit elf Wochen täglich zwei Stunden und ich konnte nicht eine Tonstörung feststellen.

Ein 2,5 cm Hochtöner und ein 9 cm Tieftöner sorgen für ein sehr dynamisches Klangbild. Trotz der kleinen Größe kommt aus dem Lautsprecher ein wirklich sehr guter Klang heraus. Dafür sind sicher auch die zwei Passivmembranen verantwortlich. Hat man zwei der Lautsprecher nebeneinander stehen, kann man sie als Stereobild schalten lassen. Das bedeutet, dass ein Lautsprecher der linken Audiospur und der andere der rechten Audiospur zugewiesen wird. In meinem Fall wird dem System noch eine Soundbar aus gleichem Hause folgen und somit im Wohnzimmer für eine zentrale Beschallung am Fernseher sorgen. Doch dazu in einem anderen Review mehr. Der WX-10 AirPlay-Lautsprecher von Yamaha ist derzeit für ca. 160€ erhältlich. Zur Auswahl steht ein weißes und ein schwarzes Modell. Die aktuellen Preise des Zubehörs sind bitte dem unten hinterlegten Link zu entnehmen.

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Matthias Petrat
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13 Kommentare zu dem Artikel "Im Test: Der WX-010 MusicCast von Yamaha – der AirPlay-Lautsprecher eines Soundsystems"

  1. Halb&Halb 6. Mai 2017 um 08:38 Uhr ·
    Klingt interessant. In meinem Fall zu spät, habe mich Sonos hingegeben.
    iLike 9
  2. Peter 6. Mai 2017 um 09:15 Uhr ·
    Wann wird sonos endlich airplay haben…
    iLike 2
    • Apple Tom 6. Mai 2017 um 10:55 Uhr ·
      Das werden sie niemals, weil es nicht ihre Firmenphilosophie ist.
      iLike 7
    • Halb&Halb 7. Mai 2017 um 00:48 Uhr ·
      Warum sollten sie Air-Play haben. Sonos streamt x Musik-Streaming-Anbieter + x Radiosender und man kann auf seine eigene Musikbibliothek(en) (NAS) zugreifen. Da braucht man kein Air-Play mehr.
      iLike 1
  3. waldi-68 6. Mai 2017 um 09:43 Uhr ·
    wer kenn die eigenschaften zwischen sonos Play 1 und dem WX-010 von yamaha? preilich gesehen schreckt mich sonos mit dem hohen preis ehr ettwas ab. was haltet ihr davon?
    iLike 0
  4. Stephan 6. Mai 2017 um 10:17 Uhr ·
    Solche Gimmicks erinnern mich an die berühmte Karotte die dem … vorm Maul hängt aber nie erreicht werden kann. Jeden Monat was Neues, technisch ausgefeilter, viiiel besser als das Veraltete. Also bitte kaufen, denn der angestrebte Komforthimmel ist doch schon so nah. Direkt vorm Maul….?
    iLike 7
  5. zweiundvierzig 6. Mai 2017 um 10:44 Uhr ·
    Das Teil ist schon seit einigen Monaten auf dem Markt. Ich hatte zwei davon als Ergänzung meiner Musiccast AV Receiver angeschafft. Dein Test beschreibt die Teile recht gut. Leider hatte ich allerdings massive Probleme im Gleichlauf. Obwogl ich ein stabiles WLan Netz betreiber kam es immer wieder zu massiven Laufzeitunterschieden. MeineVermutung ist, dass die Teile noch ein Problem mit WLan Repatern haben. Beteibst du dein WLan mit nur einer Basisstation oder setzt du Repeater ein?
    iLike 3
  6. Michel 6. Mai 2017 um 10:49 Uhr ·
    Und wie hoch sind nun die Mehrkosten beim Strom? Jedes bisschen Komfort bringt auch einen Winzigkeit an Stromverbrsuch mit. Aber in der Masse schlägt es doch ein.
    iLike 2
    • Didius 7. Mai 2017 um 11:06 Uhr ·
      Dazu gibt es auch durchaus interressante Berechnungen hinsichtlich der Energiebilanz z.B. Musikstreaming vs Audio CD. Und Überraschung: unterm Strich kommt die CD besser weg…
      iLike 1
  7. Peterpan 7. Mai 2017 um 01:20 Uhr ·
    Vielen Dank für das nette Verkaufsgespräch ?
    iLike 5
  8. Gerd 7. Mai 2017 um 12:13 Uhr ·
    Die Bewertungen bei Amazon sprechen oft von WLAN Problemen der Teile! Ich bin froh mich für Sonos entschieden zu haben, da läuft alles auch ohne AirPlay einwandfrei!
    iLike 4
  9. Sacha 28. August 2017 um 22:15 Uhr ·
    Mit Sonos war ich nicht zufrieden (immer wieder Ausfälle). Yamaha‘ Musiccast kann ich nur empfehlen. Habe 5 Geräte im Einsatz. Stabil und Zuverlässig, zudem eine gute App und Airplay. Was will man mehr?
    iLike 1
  10. Jack 12. Dezember 2017 um 13:31 Uhr ·
    Ist der WX 010 vergleichbar mit dem Play 1, oder muss man schon mit dem WX 030 vergleichen?? Ist der WX 010 für ein Wohnzimmer geeignet?
    iLike 0

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