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Historischer Schritt: Apple Store-Mitarbeiter gehen in die Gewerkschaft

iPhone X beim Launch im Apple Store - Apple

Erstmals haben Mitarbeiter eines US-Apple Stores sich mehrheitlich für den Beitritt zu einer Gewerkschaft ausgesprochen. In Maryland wurde somit Geschichte geschrieben, wie US-Gewerkschaftsvertreter betonten. Apple hatte einer Organisierung der Mitarbeiter seiner Retail-Sparte stets kritisch bis ablehnend gegenüber gestanden.

Es ist ein altbekannter Umstand und eine allgegenwärtige Schattenseite der Tech-Industrie. Gewerkschaften sind bei Amazon, Apple und Co. nicht gern gesehen. Auch die Startup-Ökonomie in den USA und Europa lässt kein Mittel aus, ihren Beschäftigten die Organisation in einer Gewerkschaft zu verleiden, Einschüchterung und Androhung schlechterer Arbeitsbedingungen und Karrierechancen sind an der Tagesordnung.

Zur Wahrheit gehört: Bei Apple ist es nicht anders. Das Unternehmen hatte in den letzten Wochen immer wieder Vertreter in verschiedene Apple Stores in den USA gesandt, die dort Stimmung gegen einen Gewerkschaftsbeitritt machten. Offen erklärten sie dort den Beschäftigten, dass dieser Schritt sich nachteilig auf ihre Gehälter auswirken könnte. In Maryland waren diese Bemühungen allerdings nun vergebens.

Apple Store-Mitarbeiter organisieren sich

Die Mitarbeiter des Apple Stores Towson, Maryland, votierten nicht mit überwältigender, aber deutlicher Mehrheit für die Gründung einer eigenen Sektion der US-Machinists Union. Deren Vorsitzender Robert Martinez sprach von einem mutigen Schritt für gewerkschaftlich garantierte Tarifsicherheit und faire Bezahlung.

US-Behörde muss noch zustimmen

Apples Retail-Chefin Deirdre O’Brien hatte im Mai in einem Video erklärt, Apple-Mitarbeiter hätten natürlich die freie Wahl, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren, jedoch stehe es ihnen auch frei, darauf zu verzichten.

Apple hat sich gegenüber Agenturen bis jetzt nicht zur Sache äußern wollen. Ob noch weitere Beitritte von Mitarbeitern in anderen Stores bevorstehen, muss sich zeigen. Zunächst muss die Gründung in Maryland noch durch die US-Arbeitsaufsichtsbehörde National Labor Relations Board noch formal bestätigt werden, bevor der Schritt in Kraft tritt.

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Roman van Genabith
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