Extrem lesenswert: Tim Cook, Eddy Cue, Phil Schiller und Co. über Steve Jobs und Apple in den 90ern

Steve Jobs und Scott Forstall | 9to5mac

Am heutigen Sonntag hat das Magazin WIRED einen wie wir finden extrem interessanten Artikel publiziert. Anlässlich des Durchbrechen der 1 Billion US-Dollar Marktkapitalisierung an der Börse schaut man zurück auf die Tage, an denen es chaotischer zuging im Hause Apple. Der Autor Steven Levy hat dafür sämtliche Zitate und Interviews mit bestehenden und ehemaligen Apple Chefs/Executives zusammengetragen sowie selber geführt. Wir haben für euch einige spannende Passagen zusammengefasst und legen euch das ganze Textstück sehr ans Herz.

Zunächst ging es um den Bau und Einzug in den alten Apple Campus, Infinite Loop. Greg Joswiak erinnerte sich an die skurrilen Bezeichnungen mancher Konferenzräume, die Mitarbeiter spaßeshalber „hier“ und „dort“ getauft hatten. Doch das Chaos fruchtete auch auf der Architektur des Gebäudes. Scott Forstall – Apple VP of software von 1997 bis 2012 – gab an, dass er sich nicht an einen normalen Besucher (oft geschäftliche Besuche) im Campus erinnern konnte, der sich nicht verlaufen hat. Das Sahnehäubchen: Tatsächlich fand jemand einmal den Weg zur Toilette ohne nochmals nachzufragen: Ein Blindenhund.

Phil Schiller erinnerte sich noch an ganz früher, als das Internet gerade im Kommen war und die Apple Blogs deshalb noch nicht am Start waren: Apple bestellte immer die neusten Ausgaben der Macworld und der MacWEEK. Man warf dann bei der Lieferung der Hefte immer ganz gespannt einen Blick hinein, da man wissen wollte, was geleakt worden war.

Steve Jobs persönlicher Assistent

Bei seiner Rückkehr zu Apple wurde Jobs ein persönlicher Assistent gestellt. Mike Slade. Dieser erzählte jedoch, dass er während seiner fünf Jahre bei Apple Jobs‘ Besuche wohl an der Hand abzählen könne. Einmal soll Jobs aber zu ihm gekommen sein und sich maßlos über den Streit mit seiner Frau aufgeregt haben. Es ging darum, ob seine Kinder eine bestimmte Käsesorte essen sollten. An einem Montag schließlich kam Jobs wieder mal vorbei mit den Worten „Ich muss dir was sagen. Ich habe Pankreas Krebs. Ich sterbe“.

Über das Büro von Jobs erzählte Slade:

Steve didn’t use Gil’s office but had a small one. It was very, very, very cluttered with random shit people sent him. There were probably a hundred products in his office at any given time. The couches and the coffee table were littered with crap. And then his desk was also very busy.

Tim Cooks erster Tag bei Apple

Der erste Tag von Tim Cook bei Apple fing aufregend an. Er fand eine Gruppe von protestierenden Kunden am Campus vor, die gegen die Auflösung der Newton Reihe (Apples erster Tablet Computer mit Stift) war. Jobs nahm es gelassener, wie sich Cook erinnert. Der Apple Gründer entgegnete Cook damals: „Ach, mach dir keine Sorgen um die. Sie haben das Recht, sich aufzuregen“.

Cook erzählte außerdem, dass er bis wenige Stunden vor Jobs‘ Tod sicher war, dass er nur vorübergehend CEO bleiben würde.

Jon Rubinstein und seine Shots

Phil Schiller erinnerte sich schließlich noch an eine recht witzige Tradition, die Jon Rubinstein bei Apple hatte. Rubinstein arbeitete lange Zeit leitend im Mac und iPod Team. Jeden Freitag Abend trafen er, Schiller und weitere zusammen, um Scotch Shots zu trinken. Es soll jedoch jeweils bei 1-2 geblieben sein.

Nochmals: Den ganzen Text von WIRED legen wir euch ans Herzen!

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Lukas Gehrer
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1 Kommentar zu dem Artikel "Extrem lesenswert: Tim Cook, Eddy Cue, Phil Schiller und Co. über Steve Jobs und Apple in den 90ern"

  1. Daniel 16. September 2018 um 22:11 Uhr · Antworten
    Vielen Dank für den Tipp.
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