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EU ermittelt gegen Google wegen Marktmissbrauch im Werbegeschäft

EU Flagge

Gegen Google wurde nun ein Verfahren der EU-Kommission eingeleitet. Gegenstand der Untersuchung ist der Vorwurf, den Wettbewerb im Geschäft mit Onlinewerbung verzerrt zu haben. Die Kommission hatte schon zuvor eine Untersuchung in Aussicht gestellt.

Die EU-Kommission hat ein Untersuchungsverfahren gegen Google eingeleitet. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Werbegeschäft von Google, der bis jetzt größten und einzigen echten Gelddruckmaschine des Alphabet-Konzerns. Hier habe Google sich selbst einen unzulässigen Vorteil verschafft, indem man seine eigenen Dienste im Wettbewerb mit Unternehmen im gleichen Markt von einer besseren Ausgangsposition hat agieren lassen. Dies wurde etwa möglich durch die Nutzung gesammelter Daten der Konkurrenz, vergleichbare Vorwürfe wurden und werden auch gegen Amazon erhoben.

Knackpunkt der Vorwürfe ist, dass ein Unternehmen schwerlich gleichermaßen Anbieter eines Marktplatzes und Händler sein kann – was bei Amazon der Produktverkauf ist, ist bei Google der Verkauf von Werbeplätzen.

EU verhängte Milliardenstrafen gegen Google

Diese Zwitterfunktion sei nicht vereinbar mit einem freien und fairen Wettbewerb, wird Margrethe Vestager in der EU-Kommission anlässlich der Eröffnung des Untersuchungsverfahrens von Agenturen zitiert. Ihre Behörde hatte in der Vergangenheit bereits Strafen in einer Gesamthöhe von rund 8,3 Milliarden Euro gegen Google verhängt, neben dem Suchgeschäft standen unter anderem auch die Geschäftspraktiken in Zusammenhang mit der Entwicklung der Android-Plattform auf der Agenda.

Google legte erwartungsgemäß gegen all diese Geldbußen jedes mögliche Rechtsmittel ein, wodurch es bis jetzt nur zu Rückstellungen in der Bilanz, aber noch keine Zahlungen kam. Das könnte sich in Zukunft allerdings ändern, denn aktuell schlägt das internationale Pendel im Umgang der Politik mit multinationalen Konzernen eher gegen eine markübergreifende Dominanz dieser aus. Auch Apple bekommt das aktuell zu spüren, wie wir unter anderem in dieser Meldung berichtet hatten.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "EU ermittelt gegen Google wegen Marktmissbrauch im Werbegeschäft"

  1. ole 24. Juni 2021 um 06:33 Uhr ·
    So is richtig…
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