Datenschutz: Apps verraten kaum, was alles gespeichert wird

Die Gesellschaft für Informatik (GI) hat im Rahmen einer aktuellen Studie einmal überprüft, was Webdienste und Apps eigentlich alles so mit speichern und was davon überhaupt offiziell preisgegeben wird. Unterm Strich kann festgehalten werden, dass fast jedes zweite Unternehmen unzureichende bis keine Auskünfte gewährt.

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Einer aktuellen Studie zufolge kommen viele Unternehmen nicht der Pflicht nach, personenbezogene Daten ordnungsgemäß zu löschen oder den Verbrauchern entsprechende Auskünfte zu erteilen. Zwei Wissenschaftler der Universitäten Hamburg und Siegen haben sich das Ganze einmal genauer angeschaut und die Ergebnisse auch in einem PDF festgehalten. Zunächst fragten die Wissenschaftler schriftlich bei den Unternehmen an. Lediglich ein Viertel der Befragten erteilte „befriedigende Auskünfte“ über die personenbezogenen Daten der Nutzer. Beim zweiten Versuch, beziehungsweise nach einem weiteren Anschreiben erteilte ein weiteres Viertel dann „zufriedenstellende Auskünfte“. Unzureichend oder überhaupt nicht haben hingegen 57 Prozent der Anbieter verschiedener Dienste reagiert.

Besonders schockierend ist der Auswertung der GI nach, wie Internet- und App-Anbieter mit den personenbezogenen Daten der Nutzer umgehen. Die ausgewählten Webseiten-Anbieter bekamen von den Wissenschaftlern Mails zugesandt. Darin enthalten war eine Auskunftsanfrage. Dabei war die Adresse der Absender E-Mails jeweils nicht identisch mit der beim Anbieter hinterlegten E-Mail-Adresse. Dennoch haben 30 Prozent der Anbieter persönliche Nutzerdaten herausgegeben. Weitere 30 Prozent bemerkten die Ungereimtheit und verweigerte die Auskunft.

Seit über 20 Jahren sind Dienstanbieter verpflichtet die Kunden darüber aufzuklären, welche Daten erfasst und zu was für einen Zweck diese gespeichert werden.

(Bild: Africa Studio, Shutterstock)

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Michael Kammler
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4 Kommentare zu dem Artikel "Datenschutz: Apps verraten kaum, was alles gespeichert wird"

  1. Azrat 5. April 2016 um 15:32 Uhr ·
    Alles Stümper und Pfuscher und immer mehr kommt davon ans Licht.
    iLike 10
    • Informatigger; 5. April 2016 um 17:58 Uhr ·
      Ja kann den Studiengang Informatik nur empfehlen „Stümpen und Pfuschen“ war meine Lieblings Vorlesung lol :D
      iLike 6
  2. WuidaHundja 5. April 2016 um 20:03 Uhr ·
    und genau dieeee die darüber berichten … Schon mal die tracker/schnüffler bei focus online gefunden ?
    iLike 0
  3. Wolfgang 6. April 2016 um 19:40 Uhr ·
    Vertraue keiner app, die du nicht selbst geschrieben hast.
    iLike 0

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