Home » Sonstiges » ChatGPT kann Daten aus Apple Health auswerten

9. Januar 2026

Patrick Bergmann

ChatGPT kann Daten aus Apple Health auswerten

Bei Apple spielt das Thema Gesundheit seit Jahren eine zentrale Rolle. Nutzer der Apple Watch erfassen täglich zahlreiche Vitaldaten, die gebündelt in Apple Health zusammenlaufen. Künftig könnten genau diese Gesundheitsdaten auch im Zusammenspiel mit ChatGTP eine Rolle spielen, die Daten lassen sich darüber auswerten. 

OpenAI kündigt Gesundheits-Integration für ChatGPT an

OpenAI hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass Nutzer künftig freiwillig ausgewählte Gesundheitsdaten in ihre ChatGPT-Anfragen einbeziehen können. Dafür wurde im Chat-Interface ein eigener Bereich für Gesundheitsthemen eingerichtet. Die Einführung erfolgt nur wenige Wochen nach ersten entsprechenden Gerüchten. Neben Apple Health werden auch weitere Anbieter wie Function und MyFitnessPal unterstützt. Der Fokus liegt dabei klar auf Hilfestellung und Einordnung: ChatGPT soll helfen, medizinische Testergebnisse besser zu verstehen, Nutzer auf Arztgespräche vorzubereiten oder bei der Planung von Ernährung und Training zu unterstützen. Auch bei der Abwägung rund um die Wahl einer passenden Krankenversicherung kann die KI assistieren.

Wichtig: Diagnosen oder konkrete Therapieempfehlungen gehören ausdrücklich nicht zum Funktionsumfang. Diese Aufgaben bleiben weiterhin medizinischem Fachpersonal vorbehalten, wie OpenAI betont.

Eigener Gesundheitsbereich mit erhöhtem Datenschutz

Für gesundheitsbezogene Anfragen empfiehlt ChatGPT den Wechsel in den neuen Bereich „Gesundheit“. Dieser wird laut OpenAI mit erhöhtem Datenschutz betrieben. Gespräche innerhalb dieses Bereichs werden nicht zum Training der KI-Modelle verwendet. In den USA steht zudem bereits eine Integration der elektronischen Gesundheitsakte zur Verfügung, wodurch sich der Funktionsumfang weiter ausbauen lässt.

Start per Warteliste – Europa vorerst außen vor

Aktuell befindet sich die neue Gesundheitsfunktion in einer begrenzten Testphase. Interessierte Nutzer können sich auf eine Warteliste setzen lassen, um Zugang zur Beta zu erhalten. Für Anwender in der EU, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich besteht derzeit jedoch keine Aussicht auf eine Einladung. OpenAI plant allerdings, den dedizierten Gesundheitsbereich in den kommenden Wochen generell für das Web und die iPhone-App freizuschalten. Unabhängig davon gilt es als wahrscheinlich, dass Apple spätestens im Sommer mit einer eigenen, vergleichbaren Lösung nachzieht.

Schreibe einen Kommentar