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CharJenPro MagFlött im Test: Magnetischer iPad-Stand im iMac-Design | REVIEW

Der Prototyp des magnetischen iPad-Ständers MagFlött macht im Test einen zufriedenstellenden Eindruck. Das Design ist gelungen, der Aluminiumkorpus stabil. Qualitative Mängel zeigen sich vor allem bei den Scharnieren der mittleren Aufhängung. Der Halt der Magneten dürfte besser sein. Der spätere Verkaufspreis von knapp 150 US-Dollar ist sehr hoch angesetzt. Bis zur endgültigen Auslieferung des Standfußes kann der Hersteller aber noch einiges optimieren. 

Magnetzubehör lässt auf sich warten

Eigentlich befinden sich schon seit 2018 zahlreiche Magneten auf der Rückseite des iPad Pro. Doch erst seit dem jüngsten Release, dem iPad Pro der 5. Generation, entdeckt man immer mehr Zubehör, das auch tatsächlich Gebrauch von den Magneten macht. Am schlüssigsten sind hier Standfüße, die auf das ‚Floating Design‘ des Magic Keyboards für iPad Pro (Affiliate-Link) setzen. 

Auch der US-amerikanische Hersteller CharJenPro setzt auf dieses Konzept und hat mit seinem MagFlött getauften iPad-Standfuß seine ganz eigene Interpretation im Angebot. Momentan läuft noch die Kickstarter-Kampagne bis zum 25. August. Ich durfte die 3. Prototypversion, die höchstwahrscheinlich in Massenproduktion geht, bereits vorab testen.

Vom Design des iMac 2021 inspiriert

Den MagFlött erhält man separiert in drei Einzelteile. Die obere mit Magneten versehene, schwarze Kunststoffplatte ist 6 mm stark, der senkrechte Ständer sowie die Bodenplatte haben eine Stärke von 5 mm und sind aus Aluminium. Die fünf mitgelieferten Schrauben sind rasch angebracht, ein Sechskantschlüssel liegt ebenfalls bei. Smart oder Zufall: Die drei Bohrungen an der Bodenplatte sind minimal versetzt. Dadurch kann man den senkrechten Teil nur in der korrekten Position anbringen. Die obere Kunststoffplatte ist werksseitig mit einem Rotationsgelenk verbunden (Rotation bis Vertikalstellung), das wiederum an einem Drehgelenk mit einem vordefinierten Neigungswinkel befestigt ist. Anhand meines Prototypen kann ich leider nicht sagen, wie umfänglich die Neigung ist. Unter dem Scharnier befindet sich die Öffnung, die ihr auf den senkrechten Fuß stecken und mit zwei Schrauben fixieren müsst – fertig ist der MagFlött. Ihr könnt frei entscheiden, ob die zwei Schrauben an der Plastiköffnung nach vorne oder hinten zeigen.

Der Aufbau ist einfach und gelingt problemlos ohne Anleitung.

Der Aufbau ist einfach und gelingt problemlos ohne Anleitung. (Bild: Valentin Heisler)

Die Aufteilung der Bauteile ist aus Nachhaltigkeitsaspekten gar nicht schlecht. Zukünftig könnte CharJenPro die Platten in verschiedenen Größen separat verkaufen. So müsste man sich keinen neuen Ständer kaufen, sondern nur eine neue Magnetplatte, wenn man auf einen anderen iPad-Formfaktor umsteigen oder sich die Magnetanordnung im Laufe der Jahre ändern sollte. Zudem kann der Hersteller kleinere Versandkartons verwenden, was die Umwelt schont. Apropos Versand: Ist der Stand demontiert, sinkt das Risiko eines Transportschadens erheblich.

Was beim genaueren Hinsehen auffällt, ist die vom M1-iMac inspirierte Designsprache. Die Schraube am Neigungsgelenk ist in derselben Optik und auch die Kabelaussparung erinnert stark an den Desktop-Computer. Wäre der Standfuß etwas schräger, würde er sogar noch besser zum neuen iMac passen. Die Verarbeitung des Aluminiums ist ganz hervorragend: saubere Kanten, keine Macken und gleichmäßig gefärbt. Der Farbton des MagFlött ist zwar um einiges heller als der meines 2021er iPad Pro, aufgrund der zahlreichen Spacegrau-Töne im Laufe der Jahre ist mir das inzwischen ziemlich egal. Zur silbernen Farbe kann ich nichts sagen.

Das Setup aus iMac 2021 und MagFlött passt recht gut zusammen.

Das Setup aus iMac 2021 und MagFlött passt recht gut zusammen. (Bild: CharJenPro)

Anbringen leicht gemacht

Die magnetische Kunststoffplatte hat mehrere Raffinessen, die die Positionierung des iPads erleichtern. Zum einen befindet sich an einer Ecke die Kameraaussparung. Damit ist klar, in welche Richtung Tablet und MagFlött zeigen müssen. Zum anderen ist die Platte genauso breit wie das iPad selbst, um für eine zentrale Ausrichtung zu sorgen – wobei die Rundungen etwas ungenau gearbeitet sind.

Das Kameraloch und die Maße der Magnetplatte helfen beim Anbringen.

Das Kameraloch und die Maße der Magnetplatte helfen beim Anbringen. (Bild: Valentin Heisler)

Den Halt der Magneten würde ich als befriedigend beurteilen. Zwar bleibt das Tablet beim Neigen oder Rotieren haften, ein wirklich gutes Gefühl habe ich dennoch nicht. Immerhin klappt das Entfernen des iPads recht einfach. Die Magneten des kürzlich getesteten – ebenfalls magnetischen – iPad-Stands von Lululoook (zum Review) machten eine deutlich bessere Figur.

Konstruktion mit Verbesserungspotential

An dieser Stelle möchte ich nochmal erwähnen, dass es sich um einen Protoypstatus handelt, der bis zum Verkaufsstart noch weiterentwickelt werden könnte. Dennoch werde ich auf ein paar Schwächen hinsichtlich der Qualität eingehen.

Die Aufteilung in verschiedene Bauteile ist auf den ersten Blick kein Problem, auch der Standfuß von Lululook (zum Review) besteht aus mehreren miteinander verschraubten Elementen. Knifflig sind eher die Kunststoffummantelungen der Scharniere und die singuläre Aufhängung in der Mitte. Dadurch knarzen die Scharniere manchmal und die Magnetplatte wackelt recht stark. Auch mit teils ungenauen Abmessungen, Spaltmaßen im Bereich der Plastik-Gelenke oder einem Spalt zwischen Bodenplatte und senkrechtem Ständer muss man rechnen. Die Begrenzungen der Gelenke (keine vollumfängliche Rotation gewollt!) funktionieren ebenfalls noch nicht.

Nach Rücksprache mit dem Hersteller werden die Probleme in der Massenfertigung optimiert worden sein. Die Prototypen sind meist handgefertigt und individuell hergestellt, weshalb gerade die Stabilität und Funktionalität der Gelenke eingeschränkt sein kann.

Die Konstruktion ist minimalistisch, dadurch jedoch recht wackelig. Die Ausfräsung der Bodenplatte ist auch nach dem Aufbauen sichtbar.

Die Konstruktion ist minimalistisch, dadurch jedoch recht wackelig. Die Ausfräsung der Bodenplatte ist auch nach dem Aufbauen sichtbar. (Bild: Valentin Heisler)

Preis und Verfügbarkeit

Wie weiter oben erwähnt, befindet sich der MagFlött noch in der Finanzierungsphase auf Kickstarter. Die Kampagne endet am 25. August, hat aber ihren Zielbetrag von knapp 15.000 US-Dollar bereits um das Zahnfache übertrumpft. Dennoch gibt es noch eine Hand voll Kontingente, um das Projekt zu günstigeren Konditionen zu unterstützen. Aufgrund der Investitionshöhe könnt ihr die Produktion des MagFlött als relativ gesichert ansehen, wobei ein Restrisiko natürlich immer besteht. 

Laut Kickstarter soll der spätere Verkaufspreis bei 149 US-Dollar liegen, was ca. 127 Euro (ohne Zollgebühren) sind. Dafür würdet ihr den magnetischen iPad-Ständer sowie ein gewinkeltes USB-C- auf USB-C-Ladekabel erhalten. Zudem könnt ihr zwischen Spacegrau und Silber sowie der 11“- und 12,9“-Magnetplatte wählen. Die Auslieferung soll ab Dezember 2021 beginnen.


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Valentin Heisler
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1 Kommentar zu dem Artikel "CharJenPro MagFlött im Test: Magnetischer iPad-Stand im iMac-Design | REVIEW"

  1. Thorsten 23. August 2021 um 18:41 Uhr ·
    Klingt wie IKEA
    iLike 1

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