Causa Krim: Auch Litauen kritisiert Apple für geänderte Kartendarstellung

Apple Maps | Screenshot WakeUp Media

Apples Entscheidung, die Krim zumindest für Bürger Russlands ab sofort als russisches Staatsgebiet auszuweisen, stößt nicht nur in der Ukraine auf Ablehnung. Auch das EU-Mitglied Litauen hat Apple für diesen Schritt in deutlichen Worten kritisiert. Der Außenminister des baltischen Staates wies darauf hin, dass die Krim nach wie vor ukrainisches Staatsgebiet ist.

Apple hat mit seiner jüngst getroffenen Entscheidung, die völkerrechtlich zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim als russisches Staatsgebiet auszuweisen, auch außerhalb der Ukraine deutlicher Kritik ausgesetzt. Die veränderte Auszeichnung gilt zunächst nur für Bürger, die aus Russland auf Apple Maps zugreifen, doch auch dies reichte schon, um bei der ukrainischen Regierung erhebliches Missfallen auszulösen, wie wir in einer früheren Meldung berichtet hatten.

Nun hat sich auch der Außenminister des EU-Mitglieds Litauen zu der Causa Krim geäußert.

Linas Linkevicius: Krim ist weiterhin besetzt

Auf Twitter schrieb der Politiker: Man teile die Enttäuschung der Ukraine über Apples jüngsten Schritt. Die Krim sei nach wie vor durch Russland besetzt, das Land gehöre nach wie vor zur Ukraine und es sterben immer noch Menschen in diesem Konflikt.

Auch Google war von Russland dazu gedrängt worden, die Kartendarstellung von Google Maps zu ändern, kam dieser Forderung bis jetzt aber nicht nach.

Die Liste fragwürdiger Entscheidungen Apples ist lang: So wird etwa der taiwanische Flaggen-Emoji in China blockiert, um Apple aus dem unausgesetzt schwelenden Taiwan-Konflikt herauszuhalten. In der Causa Krim könnte die Politik Apples dem Unternehmen allerdings Strafmaßnahmen der US-Regierung einbringen, die in dieser Sache bereits vor Jahren Sanktionen über Russland und amerikanische Firmen verhängt hatte.

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Roman van Genabith
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13 Kommentare zu dem Artikel "Causa Krim: Auch Litauen kritisiert Apple für geänderte Kartendarstellung"

  1. Persy53 30. November 2019 um 20:30 Uhr · Antworten
    Was macht man nicht alles für ein paar Millionen …. Sauerei von Apple !
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    • Devil97 30. November 2019 um 21:05 Uhr · Antworten
      Vollkommener Blödsinn, Apple wurde von Russland genötigt das zu ändern. Und ganz ehrlich mir wäre es scheissegal als Firma. Es gibt wichtigere Probleme
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  2. Eugen Ott 30. November 2019 um 20:41 Uhr · Antworten
    In dem Land (Ukraine) gibt es ja derzeit keine wichtigeren Probleme wie Apple Karten. Da wo Menschen sterben interessiert es den Linas Linkevicius nicht. Da sagt er nichts drüber.
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  3. valuk 30. November 2019 um 20:48 Uhr · Antworten
    Es ist rechtmäßiger Wahl in Krim!
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  4. whiteraven 30. November 2019 um 21:34 Uhr · Antworten
    Leider vergessen die meisten, dass die Bewohner in einer rechtmäßigen Wahl sich dafür entschieden haben, auch wenn es den westlichen Vollpfosten nicht passt.
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    • Roman van Genabith 30. November 2019 um 21:40 Uhr · Antworten
      Auch wenn das nicht ganz das Thema ist: Es gab niemals die Grundlage für eine rechtmäßige Wahl. Wenn die Bevölkerung Bayerns in einem Referendum, dass ohnehin vom Grundgesetz her nicht legal wäre, die Loslösung von Deutschland beschließen würde, hätte diese Wahl auch keine bindende Wirkung, ähnlich ist es etwa mit der Separatistenbewegung in Katalonien. Auch die spanische Gesetzgebung sieht eine Loslösung vom Zentralstaat nicht vor.
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      • Muckl 1. Dezember 2019 um 00:05 Uhr ·
        Was zeigt, dass auch unsere “Demokratie” nur eine Farce ist.
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      • Roman van Genabith 1. Dezember 2019 um 00:11 Uhr ·
        Ah ja?
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      • Hmbrgr 1. Dezember 2019 um 00:51 Uhr ·
        Aber durch den verfassungswidrigen Putsch in der Ukraine wurde die Verfassung eh außer Kraft gesetzt! Richtig ist aber, daß wir noch keine Verfassung haben, sondern nur ein Grundgesetz! (Artikel 146 GG).
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      • Roman van Genabith 1. Dezember 2019 um 02:00 Uhr ·
        Ach Bitte……..
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      • Drakenstorm 1. Dezember 2019 um 07:24 Uhr ·
        Da wäre ich mir an Deiner Stelle nicht so sicher. Es sind alles Bundesstaaten, die sich zu einem Bund zusammengeschlossen haben. Bayern hat darüber hinaus noch den Status eines Freistaates. Ob und wenn ja wie ist hier gar nicht so einfach; das müsste auf juristischer Ebene tiefgehend überprüft werden.
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      • Roman van Genabith 1. Dezember 2019 um 12:20 Uhr ·
        Das wurde schon wiederholt juristisch überprüft und es gibt völlig unzweideutige Urteile des Bundesverfassungsgerichts. Die drei Bundesländer, die den Titel Freistaat im Namen führen, unterscheiden sich auch in nichts von den übrigen Gliedstaaten.
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  5. Marco 1. Dezember 2019 um 12:17 Uhr · Antworten
    Die Krim gehört zu Russland und die westlichen Kriegstreiber werden das nicht rückgängig machen!
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