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Bankrott bei Erfolg: Apple gerät mit neuen Entwickler-Regeln unter Druck

App Store von Apple

Apples neue App Store-Regeln in Europa können arglose Freizeitentwickler in einen Abgrund der Schulden reißen, dieses Problem kann auch Apple nicht mehr leugnen. Nun wird offenbar die Umsetzung des DMA nachgeschärft.

Apples Umsetzung des Digital Markets Act ist umstritten, doch ein Problem betrifft ganz besonders kleine Entwickler von Gratis-Apps. Anbieter von kostenlosen Anwendungen, die ihre App womöglich nur als Spaß- oder Freizeitprojekt eingereicht haben, könnten Opfer ihres eigenen Erfolgs werden, wie es Riley Testut erklärt. Der Entwickler hatte in seiner Schulzeit eine App geschrieben, die auf rund zehn Millionen Downloads kam.

Plötzlich fünf Millionen Euro Schulden

Apples neue App Store-Regeln sehen vor, dass Apple 50 Cent für jede App-Installation erhält, sofern diese außerhalb des App Stores vertrieben wird. Wenn sie im App Store angeboten wird, fällt diese Gebühr nach der ersten Million Installationen an. Der Entwickler einer App mit zehn Millionen Downloads einer Gratis-App, die nichts einbringt, würde Apple fünf Millionen Euro schulden.

Apple will sich mit Problem beschäftigen

Apple habe erkannt, dass es nötig sein könnte dafür zu sorgen, Entwickler mit dieser Core Technology-Abgage nicht in den Ruin zu treiben, gaben Unternehmenssprecher auf ewährend eines Workshops mit europäischen Entwicklern bekannt.

Allerdings, derzeit sehe Apple keine Möglichkeit, dieses Problem zu entschärfen, so Kyle Andeer im Namen des Unternehmens.

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Apple dürfte allerdings gezwungen sein, eine Lösung für diese Problematik zu finden. Spätestens, wenn erste Entwickler für die Einreichung einer App mit einer Millionenrechnung bestraft werden, dürfte der Druck auch aus Brüssel auf Apple das Unternehmen zum zügigen Handeln motivieren.

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Roman van Genabith
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16 Kommentare zu dem Artikel "Bankrott bei Erfolg: Apple gerät mit neuen Entwickler-Regeln unter Druck"

  1. Azrael 19. März 2024 um 20:54 Uhr ·
    Da stimmt doch was im System nicht. Apple sehe ich da nicht unbedingt als schuldig! Danke EU 🤮!!!
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    • Olli 19. März 2024 um 21:15 Uhr ·
      Ach Watt. Wie kann man eine App auch kostenlos anbieten? Du hast vielleicht ne Logik.
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    • Mazel 20. März 2024 um 11:01 Uhr ·
      Freizeit? Hobbys? Spaß? Und das noch mit einem Nutzen für Andere? So ganz ohne Profit? Niemals! Geh mich wech damit. :) Aber den gratis Code von Open Source Projekten nehmen alle großen Technikunternehmen immer gerne. Ohne Open Source und gratis Software würde NICHTS von deinen technischen Geräten funktionieren… Wäre also schon schlau, wenn man Entwickler nicht innerhalb von wenigen Tagen in den Ruin treiben würde…
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  2. Chrisnie 20. März 2024 um 00:11 Uhr ·
    Ja mal wieder schlimmm die EU 🥲 Apple ist ihr eigenes Unternehmen mit eigenem App-Store
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  3. enochlight 20. März 2024 um 06:39 Uhr ·
    Da sieht man, dass Gatekeeper eingehegt werden müssen. Wer so viel Macht hat, Dinge immer nur im eigenen Interesse lösen zu können, muss reguliert werden.
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    • Gast1 20. März 2024 um 13:34 Uhr ·
      „ Wer so viel Macht hat, Dinge immer nur im eigenen Interesse lösen zu können, muss reguliert werden „ ……echt ? Dann fang doch mit der EU an is besser . Apple stellt doch nur Computerkrams her .
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  4. RR703XY 20. März 2024 um 08:03 Uhr ·
    Das ist Marktwirtschaft. Aber wenn schon kleine Entwickler Spaß und Freude an der Entwicklung von neuen Programmen haben und diese kostenlos vertreiben, dann sollte man sie nicht belangen dafür. Immerhin ist Apple damit groß geworden mit kostenlosen Programmen auf dem iPhone. Und das Apple das nicht selbst schnell ändern kann ist eine Ausrede.
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  5. Schade 20. März 2024 um 08:20 Uhr ·
    Sowas zu lesen macht mich gerade nur traurig. Und ich mag meine Apple Produkte sehr
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  6. Alex 20. März 2024 um 10:32 Uhr ·
    Danke EU! Die ganzen neuen Regelungen haben nur Nachteile. Zuvor hatte nie jemand Probleme mit den App Store. Nur weil ein gieriges Unternehmen wie Epic den Hals nicht voll bekommt, müssen andere darunter leiden.
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    • Mazel 20. März 2024 um 11:38 Uhr ·
      Danke ALEX! Es geht nicht nur um Apples App Store. Sondern um das was Apple „Core Technology Fee“ (Kerntechnologieabgabe) nennt. Die gilt eben für alternative App Stores. Sollte eine innovative (gratis) App in einem alternativen (von Apple unabhängigen) App Store auf Grund eines Hypes von vielen Menschen auf einmal heruntergeladen werden, ist der Entwickler plötzlich hochverschuldet. Das untergräbt den Sinn eines unabhängigen App Stores. Für diejenigen, die es nicht schaffen 1 Minute nach der Primärquelle zu suchen: https://developer.apple.com/support/core-technology-fee/
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      • Gast1 20. März 2024 um 13:40 Uhr ·
        Und wie ist das andersherum, wenn der Entwickler schon vermutet das es was tolles wird , macht den Laden kurzerhand dicht und ist weg mit den Werbegeldern die er vorher bekommen hat. Zeigt doch nicht immer mit dem Finger auf Apple , die haben es nun mal alles gebaut und ernten jetzt den Erfolg , alle anderen nutzen es nur aus. Das untergräbt den Sinn des Apple Stores.
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      • Mazel 20. März 2024 um 16:12 Uhr ·
        Muss man keine Abgabe für in-App Werbung zahlen? Habe dazu nichts gefunden.
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  7. Gast1 20. März 2024 um 13:53 Uhr ·
    Ihr wisst sicher alle was eine Mall ist . Der App Store ist da ähnlich , man zahlt für die Entwicklung , Verwaltung , Werbung eine Gebühr an Apple. In der Mall ist es Miete und Sonderabgaben und Werbezuschuss. Nicht selten in Deutschland ist diese Gebühr zum Teil über 250€/ qm Ladenfläche bei Apple war es 30 jetzt 17 % und von 15 auf 10%. Was wäre wenn die Mieter in der Mall plötzlich diese Abgabe nicht mehr zahlen wollen weil sie es für nicht mehr zeitgemäß halten. Oder was noch schlimmer ist in ihren Räumen nur noch ein Schild aufstellen das sie jetzt nebenan günstiger verkaufen und man doch in die andere Mall kommen soll ( zu alternativen App-Stores ) . Das was die EU macht ist ein Frontalangriff auf die Riesen der USA. Wenn Trump wieder gewählt wird dürfte das lustig werden.
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    • Roman van Genabith 20. März 2024 um 14:02 Uhr ·
      Du triffst es genau auf den Punkt. Riesen müssen zu Fall gebracht werden. Und an deinem Bild stimmt so einiges nicht: zu aller erst, dass es in diesem Bild aktuell genau zwei große Einkaufscenter gibt, alle anderen sind über die Jahre verschwunden, unter anderem auch, weil zwei Player zu groß und mächtig wurden. Das Primat der Politik über die Wirtschaft erfordert es, einen aktiven Wettbewerb mit vielen Spielern zu schaffen, in dem auch mittelgroße, kleine und kleinste Teilnehmer erfolgreich sein können. Das bringt es mit sich, wo nötig besonders erfolgreich agierende Parteien auszubremsen. Es ist notwendig und wichtig unternehmen wie Apple, Amazon oder Meta scharf zu regulieren und ihre Geschäftsmodelle gegebenenfalls in Teilen abzutragen.
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    • DerMazel 20. März 2024 um 15:05 Uhr ·
      Das ist doch der Witz daran oder nicht? Wenn ich mein Produkt nicht in deiner Mall verkaufen will, weil ich sonst 15% Provision bezahlen muss und mir die Abechnungsmethode nicht aussuchen darf, dann gehe ich eben nach nebenan und verkaufe mein Produkt günstiger. Freie Marktwirtschaft und so. Ich versuche also Apple und Google zu vermeiden um keine Provision zahlen zu müssen. Doch wer besitzt alle Gebäude, die ansonsten in Frage kommen? Oh die beiden Konzerne in dessen Malls ich mein Produkt nicht verkaufen wollte. Mhm jetzt habe ich die tolle Wahl zwischen: Apple / Google für einen Stellplatz in der Mall bezahlen oder Apple / Google für ein anderes Gebäude bezahlen. Kurz gesagt, ich hab keine Wahl. Moment Mal wo ist denn jetzt meine freie Marktwirtschaft hin?
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      • DerMazel 20. März 2024 um 15:10 Uhr ·
        oh lol hab jetzt erst bemerkt, dass ich am iPad anders heiße :)
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