Apple zahlt 18 Millionen Dollar zur Beilegung einer Facetime-Sammelklage in Kalifornien

Gericht Symbolbild

Apple hat sich bereit erklärt, eine Strafzahlung in Höhe von 18 Millionen Dollar zu leisten, um einen langjährigen Rechtsstreit in Kalifornien beizulegen. Er geht auf eine Sammelklage zurück, die Apple vorgeworfen hatte, Nutzer von iOS 6-Geräten zu einem Update auf iOS 7 oder höher zu zwingen.

Apple beendet laut Branchenberichten einen Rechtsstreit vor einem kalifornischen Gericht durch Zahlung einer Strafe in Höhe von 18 Millionen Dollar. Die Kläger waren Nutzer von iPhones, die vor Jahren gegen Apple vor Gericht gezogen waren, nachdem Facetime unter iOS 6 nicht mehr funktioniert hatte. Um den Dienst weiter nutzen zu können, war ein Update auf eine höhere iOS-Version nötig, was für einige Nutzer immer auch die Notwendigkeit zum Kauf eines neuen Endgeräts mit sich brachte. Die Kläger warfen Apple vor, genau dieses Resultat mit den Änderungen an Facetime erreichen zu wollen. Tatsächlich hatten die von Apple vorgenommenen Änderungen aber das Ziel, weiteren Patentklagen in den USA auszuweichen.

Hintergrund zur Facetime-Klage aus Kalifornien

Als Apple Facetime 2010 erstmals angeboten hat, nutzte das Unternehmen zwei Methoden zu dessen Realisierung: Eine davon setzte einen Peer-to-Peer-Ansatz ein. Dabei nehmen zwei iPhones direkt miteinander Kontakt auf, um das Gespräch zu ermöglichen. Als alternativen Ansatz nutzte Apple auch einen Verbindungsaufbau über zwischengeschaltete Server, wobei man allerdings nicht auf eigene Server, sondern Ressourcen des Content-Netzwerks Akamai gesetzt hatte. Schon rasch wurde Apple mit diversen Patentklagen bedrängt, die dazu führten, dass die Peer-to-Peer-Methode nicht länger genutzt wurde. Apple hat daraufhin eine alternative Peer-to-Peer-Methode entwickelt, die ab iOS 7 und darüber zum Einsatz kam. Die alternative Nutzung mittels einer Verbindung über Server von Akamai kam weiter unter iOS 6 zum Einsatz, bis Apple diesen Verbindungsweg schließlich auslaufen ließ. Im April 2014 lief ein hierfür nötiges Zertifikat aus. Die Kläger warfen Apple nun vor, mit diesem Schritt Geld zu sparen und die Nutzer von iOS 6 von Facetime abzuschneiden. Die nun vereinbarte Strafzahlung von 18 Millionen Dollar geht zum größten Teil für die Begleichung der diversen Rechnungen von Anwälten sowie weiterer Prozesskosten drauf.

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Roman van Genabith
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2 Kommentare zu dem Artikel "Apple zahlt 18 Millionen Dollar zur Beilegung einer Facetime-Sammelklage in Kalifornien"

  1. Devil97 29. April 2020 um 16:03 Uhr ·
    Alles so schwachsinnig, die Menschen können nichts mehr anderes als klagen und wenn sie ihr Geld bekommen haben wohl dennoch zu Android wechseln. Wo steht geschrieben eine ewige Garantie zu geben dass auf ältesten Geräten bestimmte Funktionen verfügbar werden?
    iLike 6
    • Apple boy 29. April 2020 um 18:24 Uhr ·
      Sehe ich genauso.
      iLike 1

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