Apple Watch zur Schlaganfallvorsorge: In den USA startet Langzeitstudie

Apple Watch EKG - Apple

Apple führt gemeinsam mit dem US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson eine neue, groß angelegte Studie durch. Ziel ist herauszufinden, ob die Apple Watch und ihre Health-Features dabei helfen können, das Risiko eines Schlaganfalls zu verringern. Zuvor wurden bereits verschiedene große Studien zur Erforschung der Möglichkeit zur Verringerung eines Herzinfarktrisikos angerissen.

Apple hat sich mit dem US-Medizinriesen Johnson & Johnson zusammengetan. Gemeinsam führen die beiden Unternehmen eine Studie durch, bei der erforscht werden soll, inwieweit die Apple Watch dazu beitragen kann, das Risiko zu verringern, einen Schlaganfall zu erleiden. Die Apple Watch misst bekanntlich bis jetzt nur den Puls und kann darüber hinaus seit der Apple Watch Series 4 ein Ein-Kanal-EKG aufzeichnen. Auf der Erhebung dieser Daten baut die Studie auch auf, geht jedoch über die reine Verwendung der Apple Watch-Daten hinaus. Viel mehr werden diese mit anderen Patientendaten kombiniert, wobei versucht werden soll, ein Gesamtbild zu gewinnen.

Neue Schlaganfallstudie ist ein Langzeitprojekt

Wie Johnson & Johnson erklärt, ist die neue Schlaganfallstudie offen für alle Teilnehmer, die einige Grundvoraussetzungen erfüllen: Neben verschiedenen Eigenheiten amerikanischer Krankenversicherungen gehört dazu, ein US-Bürger zu sein. Ferner müssen Teilnehmer mindestens 65 Jahre alt oder älter sein. Zudem müssen sie der Übermittlung ihrer Apple Watch-Health-Daten zustimmen.

Kern der Studie ist die Heartline–App, mit der die Teilnehmer regelmäßig arbeiten und etwa Fragebögen zu ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ausfüllen und weitere Daten eintragen. Eine Gruppe aus Studienteilnehmern nutzt ausschließlich diese App, während eine andere Gruppe zusätzlich eine Apple Watch besitzt, mit der die Teilnehmer regelmäßig ein EKG aufzeichnen und auf der die Warnung bei unregelmäßiger Herztätigkeit aktiviert ist. Die Befragungen der Teilnehmer über die App werden zwei Jahre dauern, Daten werden für insgesamt drei Jahre gesammelt, erst anschließend ist eine abschließende Auswertung möglich. In der Vergangenheit liefen wie berichtet bereits Studien zur Herzinfarktprävention unter Nutzung der Apple Watch an, die vielversprechende Ergebnisse lieferten.

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Roman van Genabith
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2 Kommentare zu dem Artikel "Apple Watch zur Schlaganfallvorsorge: In den USA startet Langzeitstudie"

  1. Apple Interessierter 25. Februar 2020 um 19:25 Uhr ·
    Meine Frau hat so eine Watch. Aber die Funktionen zur Gesundheitsüberwachung gehen nur wenn man sie aktiviert. Wenn man solch eine Uhr besitzt und man möchte das das Herz z.b. überwacht wird, wäre es dann nicht besser wenn man von dieser Watch Dauer überwacht wird? Zumindest was Herz, Puls e,t.c. betrifft. Und wenn etwas nicht stimmt gewarnt wird. Aber natürlich mit Ausschalt Funktion. Denn wenn man Sport macht möchte man ja nicht dauernd eine Warnmeldungen bekommen.
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    • neo70 25. Februar 2020 um 20:09 Uhr ·
      Ich verstehe nicht, was Du schreibst. Wie Du korrekt erkannt hast, muss man die Funktion aktivieren. Es macht bei einer solchen Uhr aber auch keinen Sinn, diese Funktion zu deaktivieren. Ich habe seit Mitte 2019 eine Watch und die hat noch nie einen Fehlalarm von sich gegeben. Warum? Weil die AW Deine sportliche Aktivität automatisch erkennt. Und wenn man schon so eine Uhr hat, sollte man so oder so jede Aktivität aufzeichnen. Das passende Programm wählt man hierzu zu Beginn einer jeden Aktivitäten aus. Frage: habt ihr euch mit der Funktion der AppleWatch näher auseinandergesetzt oder hat euch jemand die Funktionen erklärt?
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