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Apple warnt Investoren vor Steuernachzahlungen in Irland

Apple hat im jüngsten 10-K-Börsenbericht seine Investoren über "erhebliche" Kosten hingewiesen, die nach den aktuell laufenden Steuerermittlungen in Irland auf den Konzern zukommen könnten. Die Rede ist von möglichen Steuernachzahlungen im Milliardenbereich. Apple Chef Tim Cook betont dabei auch, dass Apple sich stets an die Gesetze gehalten habe.

Tim_Cook

Dem aktuellen Stand nach, könnte Apple in Kürze mit erheblichen finanziellen Belastungen rechnen. Schließlich könnte die EU-Kommission Irland dazu auffordern, von Apple Steuernachzahlungen über den Zeitraum der letzten zehn Jahre einzufordern. Das schrieb der Konzern in seinem aktuellen Bericht. Ein möglicher Betrag kann bisher nicht geschätzt werden. Im November wies Apple bereits auf die Steuerprüfungen in Irland hin. Apple ist verpflichtet mögliche Belastungen und Risiken unverzüglich den Investoren mitzuteilen.

Die Financial Times analysierte die "erheblichen Kosten" und kam auf einen Betrag von 2,5 Milliarden US-Dollar. Apple ist aktuell an der US Börse 750 Milliarden Dollar wert. Nach den US-Bestimmungen ist bei "erheblich" von einem Wert auszugehen, der Kosten von mehr als fünf Prozent des durchschnittlichen Vorsteuergewinns der vergangenen drei Jahre beziffert.

Tim Cook beteuert, dass man sich stets an die Gesetze gehalten und keinerlei "Steuertricks" in Irland angewendet habe. Irland wird seitens der EU-Kommission vorgeworfen, dass durch Steuervergünstigungen für Unternehmen illegale Beihilfen gewährt wurden. Daraus sollen Verzerrungen des Standort-Wettbewerbs mit anderen Ländern entstanden sein. Bisher wies die irische Regierung die Vorwürfe zurück.

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Michael Kammler
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9 Kommentare zu dem Artikel "Apple warnt Investoren vor Steuernachzahlungen in Irland"

  1. Daniel 30. April 2015 um 11:28 Uhr ·
    Gut so.
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  2. Kevin 30. April 2015 um 12:54 Uhr ·
    Verstehe es nicht ganz.. Wenn Apple wirklich nur legale Lücken genommen hat, wieso muss man dann nachzahlen ? Ansonsten wären bestimmt auch bald andere Firmen betroffen.
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    • Ixxi 30. April 2015 um 13:06 Uhr ·
      Weil der Fiskus, wenn er irgendwo Steuereinahmen wittert, auch gerne einmal gesetzliche Grundlagen ändert. Bei einem Börsenwert von 750 Milliarden Euro sind die geschätzten 2,5 Milliarden Euro noch ziemlich niedrig angesetzt, denke ich. Das die EU Kommission der irischen Regierung Wettbewerbsverzerrung vorwirft war wieder mal klar. Aber Gott sei dank ist jedes Land für seine Steuerpolitik selbst verantwortlich. Wie sonst sollte sich Teneriffa als spanisches Steuerparadies erklären lassen.
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      • Sunny 30. April 2015 um 14:23 Uhr ·
        Vielleicht informierst du dich erstmal, bevor wieder irgendwelche abenteuerliche Grütze herauskommt, nur weil es gegen Apple geht. Die Körperschaftssteuer im benannten Zeitraum Betrug in Irland 12,5%. Mit Apple soll man gedealt haben, daß man 2% abkassiert. Das wäre ein massiver Eingriff in den Wettbewerb. Teneriffa ist kein Steuerparadies. Es geht um die Kanaren generell. Dort gibt es keine MwSt, sondern eine lokale Steuer und die Körperschaftssteuer beträgt dort auch nur 4% allerdings an bestimmten Auflagen geknüpft. Aber eben für alle die gleichen Voraussetzungen. Das ist der springende Punkt!
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  3. Agit 30. April 2015 um 13:55 Uhr ·
    Eine gute Meldung. Die Unternehmen machen Rekordgewinne und nutzen irgendwelche Tricks, um Steuern zu sparen.
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  4. Mark 30. April 2015 um 16:13 Uhr ·
    Solange sich Apple an lokale Gesetze hält, ist alles ok. Ich besitze Aktien und erwarte von Apple die optimale Ausnutzung des Steuerrecht. Ansonsten ist es Veruntreuung… Da sollte sich Irland und die EU mal ihre Nasen fassen. Niederlande bietet wie die Balearen ein Steuerparadies und betreibt absichtlich die Steuerverschleierung. Es gibt noch mehr Beispiele in der EU… Ist doch alles nur Augenwischerei und wunderbar polemisch… Politik ist alles.
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    • Sunny 30. April 2015 um 17:14 Uhr ·
      Warum ist das Augenwischerei? Dieser Artikel ist einfach nur auf Apple bezogen und irgendwo kopiert. Es geht nicht nur um Apple, es geht auch um Firmen wie Amazon, Starbucks, Fiat sowie um die Staaten Irland, Niederlande und Luxemburg. Nur weil hier wieder nur alles aus dem Zusammenhang gerissen berichtet wird, ist daran nichts polemisch. Diesen Sumpf kann man eben auch nicht von heute auf morgen trocken legen. Allein Irland gibt sich selbst bis 2020!!! Zeit. Das die Steueranwälte alles tun, um so wenig wie möglich Steuern für ihren Auftraggeber herauszuholen ist einfach ihr Job. Die andere Seite der Medaille, die die Apple Fans natürlich nicht sehen, Sie die vielen Mittelständler. Die bekommen eine richtigen Hass auf Firmen, die offensichtlich was besseres sind. Die werden schön überall zum Volltarif abgegriffen und müssen überlegen, ob sie noch einen Mitarbeiter einstellen können oder nicht. Das ist die Sauerei daran.
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      • Robert 30. April 2015 um 18:12 Uhr ·
        Deine letzten beiden Posts heben sich mal deutlich von dem sonst hier zu lesenden Einheitsbrei ab! Respekt!
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  5. Siz 1. Mai 2015 um 12:49 Uhr ·
    Hoffe Apple und auch Irland müssen da kräftig an die EU nachzahlen. Wer solche Gewinne einfährt sollte auch seiner sozialen Verpflichtung nachkommen.
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