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Apple Car-Produktion: Auf der Suche nach einem neuen Foxconn

Apple sucht noch immer nach einem Produktionspartner für das Apple Car. Hierbei tendiere das Unternehmen allerdings inzwischen mehr zu einem reinen Auftragsfertiger, wie man ihn etwa in Foxconn bei der iPhone-Fertigung gefunden hat. Aus verschiedenen Gründen sei eine Partnerschaft mit einem traditionellen Autobauer wenig aussichtsreich, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Apple arbeitet bereits seit Jahren an eigenen Projekten, die ein Auto oder ein anderes elektrisch angetriebenes Fahrzeug zum Ziel haben dürften. Anfang des Jahres zeigte sich allerdings in aller Deutlichkeit, wie schwierig die Suche nach einem Produktionspartner ist, mehrere Unternehmen wollten das Apple Car nicht bauen, Apfelpage.de berichtete.

Nun hat der Redakteur Mark Gurman einige interessante Einblicke zu diesem Thema veröffentlicht, die sich teils auf Aussagen von Insidern aus dem Umfeld von Apple und seiner Lieferkette stützen.

Apple wird kaum einen Autobauer für sich gewinnen

Tatsächlich werde es Apple schwer fallen, einen traditionellen Autobauer für die Fertigung eines Apple Car zu gewinnen. Ob nun BMW oder Kia, jeder bereits mit eigenen Marken am Markt etablierte Autobauer wird sich zum Zulieferer herabgesaust und seine eigenen Marken in Gefahr sehen, sobald man ein Apple Car fertige, werden Quellen in der Lieferkette zitiert. Und diese Angst sei auch berechtigt: Apple wolle die grundsätzliche Art, wie Autos aussehen und ihre Leistungsdaten neu definieren, diese Maßgabe könne gar nicht kompatibel mit den Zielen etablierter Autohersteller sein. Apple sei deutlich besser beraten, sich eine Art Foxconn für sein Apple Car zu suchen, womöglich sogar tatsächlich Foxconn selbst. Die großen Auftragsfertiger Asiens können so gut wie alles herstellen, so lange die Produktionsvorgaben präzise genug sind, einschließlich Elektrofahrzeuge. Zudem ergebe sich für Apple zumeist ein deutlich höherer Profit, wenn Produkte zwar im Konzern entwickelt und designt, die Produktion aber ausgelagert werde.

Apple werde alle Eigenschaften des Apple-Autos definieren, von der Karosserie über das Design der Sitze bis zur Softwareoberfläche, die Produktion werde dann aber wohl von externen Fertigern übernommen, so Quellen, die namentlich nicht genannt werden wollten, gegenüber Gurman. Mit einem Apple Car wird indes dennoch nicht vor 2025 gerechnet.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Apple Car-Produktion: Auf der Suche nach einem neuen Foxconn"

  1. TechnikNerd 11. März 2021 um 15:23 Uhr ·
    Wen wundert das? Da kommt Apple zu einem Autobauer mit teilweise fast 100 jährigen Tradition und degradiert sie zum Fertigungsunternehmen und sagt, so ne Blechkiste kann ja jeder da rauf haben wir kein Bock, wir machen die echten schweren Aufgaben und schreiben paar Apps und dann ist es unser Auto. Die Autokonzerne zeigen zurecht den Vogel und die Japaner lieben ihre Autokornzerne genauso wie wir DE. Und ja alles sicherheitsrelevante übernehmen dann Bosch, Conti, ZF und andere Zulieferer (by the way ist bei Tesla auch so. Die würden ohne unsere in Deutschland entwickelte Sensortechnik auch kein Meter autonom fahren). Und Interface/Cockpit macht dann LG und Yanfeng. PS ja ich komme vom Automotive und weiß genau vor welchen Hürden Neueinsteiger stehen ;-)
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  2. TechnikNerd 11. März 2021 um 20:15 Uhr ·
    Da fällt mir ein: Was Apple braucht sind Ingenieur Dienstleister wie Bertrandt oder Magna. Sie haben die Kompetenz ein Auto von bis Z zum durchentwickeln und Magna kann sogar fertigungsanlagen nachweisen, also ist in der Lage zu fertigen. Vielleicht mal eine Diskussion im Podcast wert 😉
    iLike 0
  3. Chrisnie 12. März 2021 um 00:07 Uhr ·
    Ach apple soll doch auch kein auto bauen
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