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Anti-Tracking-Feature lässt Einnahmen einbrechen: Facebook kritisiert Apple erneut

Apple muss sich abermals Kritik von Facebook gefallen lassen. Das soziale Netzwerk stört sich noch immer am Anti-Tracking-Feature, das Apple unter iOS 14 einführen will. Mit einer großen PR-Kampagne versucht der Konzern, Stimmung gegen das Vorhaben zu machen.

Apple möchte dem Nutzer unter iOS 14 einen besseren Überblick darüber geben, auf welche Weise ihr App-Nutzungsverhalten auch über App-Grenzen hinweg verfolgt und ausgewertet wird. Zu diesem Zweck müssen Apps dieses Tracking durch den Nutzer genehmigen lassen. Nicht nur Facebook hat seine Probleme mit der Neuerung, ist aber unter den kritischen Stimmen am lautesten. Schon vor Wochen hatten Sprecher des Unternehmens geklagt, Apple zerstöre mit diesem Schritt womöglich die gesamte mobile Werbebranche. Von diesem Ansatz weicht man auch nun nicht ab: In auffälligen, ganzseitigen Anzeigen in verschiedenen großen US-Zeitungen geht Facebook nun apple für sein Anti-Tracking-Feature an. Dadurch würde vor allem kleineren Unternehmen der Boden für ihr Geschäftsmodell entzogen.

Facebook räumt eigene Interessen ein

Kern des App-Tracking unter iOS ist der IDFA, eine Kennung, mit der sich das App-Nutzungsverhalten von Apple und Werbetreibenden verfolgen lässt. Lehnt der Nutzer dies jedoch ab, schrumpfen die Einsichten, die die Werbevermarkter haben deutlich.

Facebook erklärte nun unter anderem in Anzeigen in der Washington Post und dem WSJ, gerade kleineren Unternehmen würden durch Apples neues Feature große Teile ihrer Werbeeinnahmen entgehen. Zwar räumt man ein, auch selbst an einem ungehinderten App-Tracking interessiert zu sein, versucht sich aber gleichzeitig als Anwalt kleinerer Unternehmen zu positionieren.

Apple hatte die Einführung der Anti-Tracking-Funktion auf das kommende Jahr verschoben, um Entwicklern noch etwas mehr Zeit für entsprechende Anpassungen zu geben. Entsprechende Dialoge der Anti-Tracking-Funktion wurden schon vereinzelt unter iOS gesichtet, ob sie 2021 wie angekündigt starten, wird sich bald zeigen.

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Roman van Genabith
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5 Kommentare zu dem Artikel "Anti-Tracking-Feature lässt Einnahmen einbrechen: Facebook kritisiert Apple erneut"

  1. Halb&Halb 18. Dezember 2020 um 16:41 Uhr ·
    Ich finde das top. Diese Form von Tracking artet schon in Aufdrängeln sondergleichen. Da schaut man nach z.B. einer Waschmaschine, wird man ja in den anderen Apps schon regelrecht belästigt. Und der Clou, hat man ‚sie‘ bestellt – andere App‘s – sie haben doch, wollen sie nicht ne Waschmaschine. Da gehört definitiv ein Riegel davor.
    iLike 40
  2. didi 18. Dezember 2020 um 16:58 Uhr ·
    Facebook als Anwalt kleiner Unternehmen? Geht‘s noch? Elende Datenkrake!
    iLike 37
  3. Nick 18. Dezember 2020 um 17:32 Uhr ·
    Ich finde es gut, dass dem Datenklau mal Einhalt geboten werden kann bzw. Man selbst entscheiden kann, wer diese Daten verwendet. Wird Zeit, dass es kommt!
    iLike 25
  4. Carpe Diem 18. Dezember 2020 um 18:31 Uhr ·
    Super! Schön, dass da jetzt gegen gearbeitet wird. An Apples Stelle würde ich es jetzt erst recht einführen und zwar möglichst schnell. Wie lustig, dass Facebook nun Anwalt der Armen ähh kleinen Firmen ist. Zuckerberg klammert sich an die letzten Strohalme, da Facebook schon lange nicht mehr läuft und immer mehr an Relevanz verliert. Viele StudienkollegInnen haben (wie ich auch) Facebook bereits gelöscht.
    iLike 19
  5. Heinzelmännchen 19. Dezember 2020 um 02:02 Uhr ·
    Hoffentlich bewirkt Facebook mit seiner Klage das Gegenteil und öffnet den Leuten mal die Augen, was Facebook alles von ihnen speichert und weiß. Nächstes Jahr will die US-Kartellbehörde Facebook vom Instagram und Co. trennen und dann geht Facebook auch noch unter – großartige Nachrichten 👍🏼
    iLike 7

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