Amazon möchte wohl Spotify mit Gratis-Musikstreaming attackieren

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Amazon soll an einem kostenlosen Musikstreaming-Angebot arbeiten. Damit könnte man versuchen, Spotify zu attackieren, das mit einem solchen sehr erfolgreich ist. Es bleibt aber fraglich, ob es Amazon hinsichtlich Auswahl und Gestaltung mit dem Gratisangebot von Spotify wird aufnehmen können.

Amazon möchte offenbar seine Position im Musikstreaming ausbauen: Aktuell zählt Amazon Music Unlimited, das Top-Musikstreamingprodukt des Onlinegiganten, zu den eher kleineren der großen. Geschätzt wird, dass der Dienst rund 20 Millionen Nutzer zählt. Genaue Zahlen gibt Amazon nicht bekannt. Apple Music hat mutmaßlich etwas mehr als 55 Millionen zahlende Kunden, Spotify steuert bei den zahlenden Kunden auf 100 Millionen Hörer zu. Nun ist es offenbar Amazons Plan, den eigenen Dienst in der Öffentlichkeit stärker wahrnehmbar zu machen und zwar mit einer abgespeckten Version nach Vorbild von Spotify.

Finanziert durch Werbung und mit geringerer Auswahl

Eine Eigenschaft kennen wir schon von Spotify: Zwischen den Songs wird Werbung gespielt. Bei Spotify funktioniert das. Die Auswahl ist dagegen größtenteils die selbe wie bei der Premium-Version, einige Filetstücke nimmt der Dienst hier gelegentlich heraus. Das Gratis-Streaming von Amazon soll indes wohl mit einem deutlich begrenzteren Katalog als Music Unlimited kommen, was viele Nutzer ärgern dürfte. Etwas vergleichbares gibt es aktuell bereits für Prime-Kunden. die können mit Amazon Prime Music auf etwa anderthalb Millionen zumeist ältere Songs zugreifen.

Ob es trotzdem gelingt, durch das neue Gratisangebot mehr Nutzer für die kostenpflichtige Vollversion zu interessieren, bleibt abzuwarten. Der Launch des neuen Dienstes könnte schon nächste Woche erfolgen, heißt es in Branchenberichten. Die Vermarktung soll voll auf die Nutzung an den Echo-Lautsprechern zugeschnitten sein.


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Roman van Genabith
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5 Kommentare zu dem Artikel "Amazon möchte wohl Spotify mit Gratis-Musikstreaming attackieren"

  1. Christiane Jot 17. April 2019 um 09:24 Uhr · Antworten
    Ich bin ja ein großer Fan von Amazon, aber Spotify ist für mich nicht durch Amazon Music ersetzbar. Ich habe beides , finde Spotify einfach komfortabler 🤷🏻‍♀️
    iLike 2
  2. Steve 17. April 2019 um 10:42 Uhr · Antworten
    Habe ich vor kurzem nicht gerade erst gelesen, dass Apple Music mit zahlenden Usern an Spotify vorbeigezogen ist aktuell? Wo kommen nun die Zahlen von 55 und 100 Mio her? Abgesehen davon, dass Spotify derzeit finanziell ziemlich um‘s Überleben kämpfen muss und angeschlagen ist, und deswegen derzeit auch alle anderen gezielt Spotify angreifen.
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    • Carl 17. April 2019 um 14:02 Uhr · Antworten
      Nur in den USA haben sie Spotify überholt
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  3. Rantanplan 17. April 2019 um 14:34 Uhr · Antworten
    Wäre schade drum würde Spotify vom Markt verschwinden. Alleine die Nutzer haben darauf Einfluss. Möge der Bessere gewinnen…
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    • Steve 18. April 2019 um 08:19 Uhr · Antworten
      Es liegt nicht nur an der reinen Zahl der (zahlenden) User. Spotify machte im letzten Jahr 5,26 Mrd. Umsatz, aber keinen Gewinn, sondern 78 Mio Verlust. Das ist das 4. Jahr in Folge mit Verlust, und die Verlustsumme steigt seither jedes Jahr. Durch verärgerte Aktionäre, verunsicherte Investoren, Aktienkurs unter Druck und wandelnde Märkte, sowie zunehmend Angriffe von außen auf die Basis und Kostenstruktur, aber ohne wirkliches Konzept dagegen, gerät Spotify zunehmend unter Druck, und dem werden sie so nicht mehr sehr lange standhalten können, wenn sie da kein Konzept entwickeln können. Größe und Umsatz sind nicht alles. Gewinn und Verlust ist das Entscheidende. Und das können sie nicht einfach durch steigende Preise kompensieren, da die durch Konkurrenz gedeckelt sind. Setzen sie das über dem Deckel an, verlieren sie Userbasis, und die Schraube nach unten beschleunigt sich nur noch.
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