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24. Januar 2026

Roman van Genabith

Ab 2028: iPhones mit Intel-Modems werden wahrscheinlicher

Erneut machen Gerüchte über Intel-Chips in iPhones die Runde. Wenig überraschend wird Apple die Entwicklungshoheit aber nicht aus der Hand geben. Viel mehr soll Intel eventuell als Fertiger einspringen.

Laut einer aktuellen Research Notiz des Analysten Jeff Pu von GF Securities, die von MacRumors zitiert wird, rechnet der GF Securities-Analyst Jeff Pu damit, dass Intel ab dem Jahr 2028 einen Teil der Apple Chips auf Basis seines künftigen 14A Fertigungsprozesses produzieren wird. Dieser soll nach bisherigen Planungen ab 2028 für die Massenproduktion bereitstehen.

Bereits im Vormonat hatte Pu erklärt, dass er mit einem Liefervertrag zwischen Apple und Intel rechnet, der zumindest einige Nicht Pro Modelle des iPhones betreffen könnte. In diesem Zeitrahmen wäre es denkbar, dass Intel einen Teil der kommenden A21 oder A22 Chips fertigt. TSMC dürfte jedoch weiterhin Apples wichtigster Produktionspartner bleiben.

Intel seit einigen Jahren raus aus Apple-Produkten

Nach aktuellem Kenntnisstand würde Intel ausschließlich die Fertigung übernehmen. Das Chipdesign bliebe vollständig bei Apple. Damit unterscheidet sich das mögliche neue Modell grundlegend von der früheren Zusammenarbeit im Mac Bereich, als Apple auf von Intel entwickelte x86 Prozessoren setzte. Apple hatte ab 2020 schrittweise den Umstieg auf eigene Prozessoren vollzogen.

Intel war in der Vergangenheit bereits mehrfach Zulieferer für Apple, unter anderem bei Mobilfunkmodems für verschiedene iPhone Generationen zwischen iPhone 7 und iPhone 11.

Eine Rückkehr Intels als Fertigungspartner könnte sich zudem nicht nur auf das iPhone beschränken. Der Analyst Ming Chi Kuo von Tianfeng Securities hatte im vergangenen Jahr prognostiziert, dass Intel ab Mitte 2027 den Einstiegschip der M Serie für ausgewählte Mac und iPad Modelle produzieren könnte. Dabei soll Apples Planung zufolge der 18A Prozess von Intel zum Einsatz kommen. Das iPhone erwähnte Kuo in diesem Zusammenhang allerdings nicht.

Für Apple hätte eine stärkere Einbindung von Intel mehrere strategische Vorteile. Zum einen würde der Konzern seine Lieferkette breiter aufstellen, was angesichts der wachsenden Konkurrenz um Fertigungskapazitäten an Bedeutung gewinnt. Medienberichten zufolge hat Nvidia Apple inzwischen als größten Kunden von TSMC abgelöst, getrieben vor allem durch die hohe Nachfrage nach Chips für KI Server. Zum anderen würde Apple damit einen größeren Teil seiner Chipproduktion in die USA verlagern, was mit den industriepolitischen Zielen der US Regierung in Richtung stärkerer Inlandsfertigung übereinstimmt.

Ob und in welchem Umfang es tatsächlich zu einer neuen Zusammenarbeit zwischen Apple und Intel kommt, bleibt vorerst offen. Offizielle Bestätigungen der Unternehmen liegen bislang nicht vor.

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