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WhatsApp-Nutzer aufgepasst: Ihr seid fast alle kriminell, sagt ein Datenschützer

WhatsApp Symbolbild

So gut wie alle WhatsApp-Nutzer handeln illegal, wenn sie den Messenger nutzen sagt der Datenschutzbeauftragte Thüringens. Anwendern dürfte die Empfehlung, die App fahren zu lassen, in der Regel nur ein müdes Grinsen entlocken.

Immer und immer wieder kollidieren amerikanische Onlinedienste mit europäischem und insbesondere deutschem Verständnis von Datenschutz.

Hierzulande kann man sich mit der Vorstellung, im Tausch gegen bestimmte Kommunikationsdienste einen Teil des eigenen Datenschatzes herzugeben, einfach nicht anfreunden. Das führt regelmäßig zu Versuchen, dem Treiben von WhatsApp, dessen Mutter Facebook oder anderer Dienste Einhalt zu gebieten.

So darf WhatsApp etwa in Frankreich seine Daten nicht mehr mit der Mutter Facebook teilen. Auch in Deutschland wird gegen diese Synergie vorgegangen, doch ein besonders eifrige Verfechter des Datenschutzes will nun auch fast alle Nutzer kriminalisieren.

Der Datenschutzbeauftragte Thüringens Lutz Hasse sagt: Fast alle WhatsApp-Nutzer verstoßen gegen das Gesetz. Sie stimmten nämlich dem Zugriff WhatsApps auf die eigenen Kontakte zu.

Die betroffenen Personen hätten in der Regel nicht explizit zugestimmt, ihre Kontaktinformationen zur Verfügung zu stellen.

Nun ist es so, dass die Nutzungspraxis von Messengern mit der herrschenden Rechtswirklichkeit nicht unbedingt harmoniert. Theoretisch beschreibt Hasse also tatsächlich eine unrechtmäßige Nutzung.

Es wurde auch bereits über Abmahnungen gegen WhatsApp-Nutzer aufgrund dieser Eigenheit spekuliert. Falls es aber tatsächlich dazu kommt, wird das wohl eher auf den Geschäftssinn bestimmter auf Massenabmahnungen spezialisierter Rechtsanwaltskanzleien zurückzuführen sein.

Der Zugriff auf Kontakte im Smartphone ist ein essenzieller Teil der Funktionsweise fast aller Messenger geworden. Die wenigen Ausnahmen werden von besonders datenschutzbewussten Personen genutzt, haben dort ihre Nische und werden sich nie auf breiter Basis durchsetzen.

Nun, wie schaut es aus: Wer von euch Gesetzesbrechern wird nun WhatsApp von seinem Telefon verbannen?

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Roman van Genabith
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14 Kommentare zu dem Artikel "WhatsApp-Nutzer aufgepasst: Ihr seid fast alle kriminell, sagt ein Datenschützer"

  1. mrschneider 28. Februar 2018 um 21:43 Uhr ·
    Thymian Thüringen
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  2. hnk 28. Februar 2018 um 22:03 Uhr ·
    Liebend gerne und lieber gestern als heute. Aber wie ihr schon schreibt: wenn jemand anderes meine Nummer im Telefonbuch hat und das dann für WhatsApp freigibt, hat WhatsApp meine Nummer, ob ich will oder nicht und ich erfahre es ja nicht mal…
    iLike 4
  3. Pddy 28. Februar 2018 um 22:07 Uhr ·
    Habe seit knapp 1,5 Jahren, also seit Facebook die Datenweitergabe bekannt gegeben hat, kein WhatsApp mehr und komme gut ohne klar…
    iLike 16
    • Stefan 1. März 2018 um 02:00 Uhr ·
      Jepp, hatte ich auch so gemacht.
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  4. fipiblitz 28. Februar 2018 um 22:10 Uhr ·
    Das sind doch nur Fake-News von der Aluhut Fraktion. Wie soll denn Kommunikation funktioniert wenn man seine Kontakte nicht teilten darf?
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    • ixxi 28. Februar 2018 um 22:26 Uhr ·
      Kommt wohl eher darauf an, ob ich meine Kontakte bewusst mit anderen Kontakten teile oder ich sie ungefragt einem Konzern mitteile. Letzteres funktioniert nur unter dem Motto „Friss oder stirb“. Stimme ich nicht zu kann ich die App nicht benutzen. Stimme ich zu, stimme ich auch der Weitergabe privater Informationen zu ohne die Zusage des einzelnen Kontaktes. So oder so mag es in der Tat rechtlich bedenklich sein WhatsApp zu benutzen. Aber bisher ist wohl noch jeder mit einer Klage gegen Facebook gescheitert.
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    • Ich Bin 1. März 2018 um 04:30 Uhr ·
      Nur weil dein Horizont zu beschränkt ist , um das zu begreifen, heisst es nicht, dass es nicht funktioniert fipiblitzbirne. Nur müsstest du jeden deiner Kontakte vorher fragen (persönlich, per Email, SMS erc) Das wäre aber für Trumptrottelnachplapperer wie dich zuviel verlangt. Im Gegenzug würdest du dich sicher aufregen, wenn du einem Freund etwas anvertraust, und dieser das ohne dein Wissen Hinz und Kunz weitergibst. Falls du den Zusammenhang noch nicht verstanden hast: Handynummer = vertrauliche Daten von denen ich entschieden habe, wem ich sie geben möchte. Hinz und Kunz = Fratzenbuch & Co. Na begriffen oder geht das Aufnahmevermögen nicht über die Fähigkeit hinaus, deinen Namen tanzen zu können?
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    • Segafredo 1. März 2018 um 07:34 Uhr ·
      du gibst ungefragt die Daten Deiner Kontakte weiter und alles, was Du hinterlegt hast, wie Geb.Datum und Adresse, den Whatsapp greift auf das Adressbuch zu, nicht nur auf die TelNr. Die Telekomunternehmen dürfen Deine Kontaktdaten auch nicht ohne Deine Zustimmung in öffentlichen TelBüchern veröffentlichen oder andere Unternehmen weitergeben. Möchte mal sehen, wie Du reagieren würdest, wenn sie dies ohne Deine Zustimmung machen würden. By the way: es lebt sich herrlich ohne whatsapp
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  5. sunseeker82 28. Februar 2018 um 22:48 Uhr ·
    Recht hat er. Und WA würde auch funktionieren wenn ich sage welcher Kontakt hochgeladen werden soll.
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  6. kddkdbb 28. Februar 2018 um 23:03 Uhr ·
    Ich habe letztens einen Facebook Account erstellt nur um etwas nachzuschauen. Ohne Bilder ohne persönliche Angaben wie Wohnort etc. Und siehe da mir werden nur Freunde vorgeschlagen die ich alle kenne. Mitschüler aus der Grundschule Arbeitskollegen Freunde und Verwandte. Das finde ich schon richtig krass woher Facebook das weiß… 2 Stunden später wollte Facebook eine Personalausweis Kopie um meinen Account zu verifizieren. Also ich kann jedem nur raten Facebook und co zu meiden.
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  7. zweiundvierzig 1. März 2018 um 08:27 Uhr ·
    Mal ehrlich Leute, eure Überschrift ist daneben. Warum sieht man sich ständig im Rechtfertigungszwang wenn man nicht möchte, dass seine persönlichen Daten ungefragt verarbeitet werden? Es ist eben nicht nur „theoretisch“ gesetzewiedrig, sondern auch praktisch. Und als Aluhuträger defamiert zu werden, nur weil ich Herr über meine persönlichen Daten sein möchte ich eine Frechheit. Ich beschimpfe auch Niemanden als Vollidiot, weil Ihm/Ihr es völlig egal ist wer, was mit seinen/ihren Daten macht. Einfach mal akzeptieren, dass Menschen ihre persönlichen Daten nich im offenen Umschlag auf den Markplatz werfen.
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  8. Clmn 1. März 2018 um 09:55 Uhr ·
    Moin, ich nutze WhatsApp ohne das ich dem Zugriff auf meine Kontakte gewähre. Wer mit mir in Kontakt treten will muss eben den ersten Schritt tun und mir eine Nachricht senden und darauf antworte ich dann. Solange die keine selektive Auswahl erlauben welchen Kontakt ich teilen will solange bleibe ich bei meiner Methode.
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  9. Peter 1. März 2018 um 09:58 Uhr ·
    Bevor mich mal einer abmahnt, wobei ich ja eh in Ösistan lebe, nicht in Dtl., muss er mir erst einmal beweisen, dass ich WhatsApp nutze. Wen will man da fragen – meine Verwandtschaft oder Arbeitskollegen auf gut Glück? Der Zugriff auf die Kontakte kann doch anonym erfolgen. Diese müssen nur für die Software verarbeitet werden. Wozu man die an WA weitersenden muss. Naja, der Sugarhill hat Google schon lange eingeholt. Ich habe natürlich alle vorher um Erlaubnis gefragt. Wie die heißen? Geht ja niemanden was an. Der Datenschützer soll man zu ein paar Anwälten gehen, die zeigen ihm dann, was er uns kann. Ein paar Bauerntölpel kann er vielleicht beeindrucken. Deshalb sperrt eure Handys und lasst niemanden ran! Schon gar nicht die Trottel, die es immer mit einem gut meinen, das sind die schlimmsten Figuren. Die sollen sich mal um die Geheimdienste kümmern.
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  10. be.bi 2. März 2018 um 14:44 Uhr ·
    Wenn jemand seine Daten als Entgelt für Whatsapp hergeben will, hab ich nix dagegen. Mich stört aber massiv, dass andere Leute mit meinen Daten „bezahlen“.
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