Vom Apple Car zum selbstfahrenden Shuttle für Mitarbeiter

Apple plant einen selbstfahrenden Shuttle für Mitarbeiter, der den gesamten Campus-Komplex im Silicon Valley abdecken soll. Ausgangspunkt bietet das ursprüngliche Project Titan, auch genannt Apple Car. Mittlerweile nichts mehr als Softwareambitionen soll der selbstfahrende „Mitarbeiter-Bus“ als Testbasis für die eigene Software dienen.

Apple entwickelt derzeit einen selbstfahrenden Mitarbeiter-Shuttle, der Angestellte von einem Bürokomplex zum anderen transportieren soll. Das hat die New York Times bei Recherchen darüber herausgefunden, weshalb Apple seinen Apple Car eingestellt hat. Während bei dem Apple Car unter dem Codenamen Project Titan ursprünglich ein vollautonomes Fahrzeug geplant war, ist der Hersteller mittlerweile zu einem autonomen System übergegangen. Dieses Fahrsystem soll nun anhand des Mitarbeiter-Shuttels getestet werden. Dabei kommt ein gewöhnliches Auto von einem „herkömmlichen Autohersteller“ zum Einsatz, kombiniert mit der eigenen Software wie fünf Angestellt berichten, die an dem Projekt beteiligt sind. Das neue Projekt heißt PAIL – Palo Alto to Infinite Loop. Der Shuttle soll also sämtliche Apple-Büros im Silicon Valley ansteuern.

 

 

Apple selbstfahrendes Testauto

Apple selbstfahrendes Testauto

 

Die Angestellten, die mit der Zeitung gesprochen haben, waren von Anfang an bei Project Titan beteiligt. So sollen ursprünglich hunderte Mitarbeiter aus verschiedensten Gebieten, von Automatisierung bis hin zur Automobilentwicklung, an neuen Techniken getüftelt haben. Es wurde anscheinend eine Vielzahl an Techniken erforscht, unter anderem wie Türen leiser werden, wie augmented Reality am besten ins Display gelangt, auch das Interieur wurde nicht vernachlässigt. Sogar die Reifen sollten neu erfunden werden.

Apple even looked into reinventing the wheel. A team within Titan investigated the possibility of using spherical wheels — round like a globe — instead of the traditional, round ones, because spherical wheels could allow the car better lateral movement. – New York Times

 

Wie ursprünglich berichtet kam es bei Project Titan jedoch zu Verzögerungen. Außerdem gab es intern Streit und es war nicht geklärt, wer letztlich die Führung übernehmen soll. Das gesamte Team hatte anscheinend verschiedene Zukunftsvisionen des Apple Car. Während Steve Zadesky, zuständiger für das Projekt, ein halbautonomes Fahrzeug konstruieren wollte, hat Jony Ive quasi für eine Revolution im Automobilsektor gekämpft. Es war sogar unklar, mit welcher Programmiersprache carOS entwickelt werden soll und ob Swift gut genug dafür sei. Daraufhin wurde Project Titan letztlich Mitte 2016 eingestellt. Von einem kompletten Auto wurde lediglich die zugehörige Software. Tim Cook hat erst im August angekündigt, an einem größeren Projekt zu arbeiten.

Eben diese Software soll, wie oben erwähnt, in dem Shuttle erprobt werden. Bereits seit 2015 fährt ein Auto im Silicon Valley auf der Straße, das sämtliche Sensoren und Kameras besitzt und die Software von Apple testet. Wann der Mitarbeiter-Shuttle letztlich das erste Mal zwischen Infinite Loop und Palo Alto verkehren soll ist noch unklar.

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Moritz Krauss
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5 Kommentare zu dem Artikel "Vom Apple Car zum selbstfahrenden Shuttle für Mitarbeiter"

  1. kalle 23. August 2017 um 08:59 Uhr ·
    Das klingt ja irgendwie nicht so spektakulär
    iLike 0
  2. Merkur 23. August 2017 um 11:29 Uhr ·
    Der ganze Bericht der NYT klingt eher nach Märchenstunde von „5 mit der Sache vertrauten Leuten“…
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  3. Inu 23. August 2017 um 12:22 Uhr ·
    Der erste Unfall wird nur eine Frage der Zeit. Garantiert.
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    • Pddy 23. August 2017 um 14:06 Uhr ·
      Ist ja zum Glück nicht so als würden Menschen auch haufenweise Unfälle verursachen…
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      • Inu 25. August 2017 um 04:44 Uhr ·
        Menschen können wesentlich flexibler auf Gefahren im Straßenverkehr reagieren als Automaten, Paddy. Was man z. B. am busknutschenden Google-Mobil bestens demonstriert bekam …
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