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Apple Vision Pro Thumb

11. Mai 2026

Roman van Genabith

Vision Pro: Kein neues Modell für Jahre, aber Projekt nicht ganz tot

    • Apple hat die Priorität der Vision Pro und damit verbundener Fortentwicklungen deutlich herabgesetzt.
    • Das Projekt wird zwar nicht aufgegeben, aber auf Jahre hinaus dürfte es keine neuen Modelle geben.
    • Softwareseitig wird es zwar auch keinen großen Wurf geben, aber visionOS wird weiter aktiv gepflegt und in kleinen Schritten weiterentwickelt.

Apple arbeitet laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman weiterhin an Technologien rund um die Vision Pro, ein Nachfolgemodell dürfte jedoch frühestens in etwa zwei Jahren erscheinen. Dass das Projekt Vision Pro ganz eingestellt werden könnte, wie zwischenzeitlich spekuliert, sieht Gurman nicht.

Demnach entwickelt das Unternehmen intern weiterhin neue Materialien und Technologien mit dem Ziel, künftig ein günstigeres und leichteres Mixed-Reality-Headset anbieten zu können. Ein konkretes Produkt befinde sich derzeit aber offenbar nicht aktiv in Entwicklung. Das seit längerem erwartete Modell „Vision Air“ soll bereits im vergangenen Jahr eingestellt worden sein.

Keine neue Vision Pro bis auf weiteres

Sollte Apple erneut ein geschlossenes Headset im Stil der Vision Pro auf den Markt bringen, sei laut Gurman frühestens in rund zwei Jahren damit zu rechnen. Ein Grund dafür sei, dass viele Mitarbeiter aus dem Vision-Pro-Team inzwischen an anderen Projekten arbeiten.

Im Mittelpunkt steht demnach aktuell die Entwicklung leichter Smart Glasses, wie Meta sie mit verschiedenen Partnern im Programm hat, die aber funktionsmäßig deutlich weniger zu bieten haben, vielleicht auch zunächst ganz ohne aktives Display auskommen müssen. Zudem wurden ehemalige Mitarbeiter der Vision Products Group auch anderen Bereichen zugeteilt, darunter der Weiterentwicklung von Siri sowie neuen KI-Geräten wie AirPods mit Kamerafunktion und einem geplanten KI-Anhänger.

Die Vision Pro war Anfang 2024 mit einem Einstiegspreis von 3.499 US-Dollar gestartet. Die Markteinführung galt jedoch als schwierig. In einem aktuellen Buch des New-York-Times-Reporters Noam Scheiber wird unter anderem argumentiert, dass Einsparungen und strukturelle Veränderungen im Apple-Einzelhandel zum enttäuschenden Verkaufsstart beigetragen hätten.

Im Oktober 2025 hatte Apple die Vision Pro zuletzt mit einem aktualisierten Modell auf Basis des M5-Chips überarbeitet.

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