tado° macht einen Rückzieher: Zugeständnis bei App-Update-Preis für BestandskundInnen

Auf der IFA 2018 hat tado° eine neue Version der smarten Heizungsthermostate sowie der zugehörigen App präsentiert und mit der Preisgestaltung für eine große Kontroverse gesorgt. Nun rudert der Konzern zurück und bietet BestandskundInnen bessere Konditionen an.

Mit Vorstellung der neuen tado°-Thermostate in Version V3+ auf der IFA 2018 hat der Hersteller sich nach Meinung vieler BestandskundInnen nur bedingt einen Gefallen getan. Zusammen mit den neuen Thermostaten wird auch eine neue Version der tado°-App verfügbar sein, für BestandskundInnen allerdings nur nach erneuter Bezahlung. Der erste Plan des Unternehmens war, bestehende NutzerInnen für einmalige 19,99€ ein Upgrade auf die neue Version der App anzubieten und ihnen dann, wie KäuferInnen der V3+ auch, für einen monatlichen oder jährlichen Preis den Auto-Assist-Skill zu vermieten.

Neue Idee: Einmaliger Upgrade-Preis und kostenlose Auto-Assist-Nutzung

Nach viel Radau durch bestehende NutzerInnen hat der Konzern seine Idee nochmal überdacht und festgestellt, dass man sich eventuell geirrt hatte – Parallelen zu einer deutschen Spitzenpolitikerin sind dabei unbeabsichtigt. Es folgten weitere Beratungen im Unternehmen und am heutigen Tag eine Lösung, die die Beschwerden von bestehenden KundInnen abfedern und eine Rückkehr zur Sacharbeit ermöglichen soll: Die einmaligen 19,99€ für das Upgrade auf die neue Version der Anwendung bleiben bestehen, allerdings können NutzerInnen der alten Thermostate nach dem Upgrade den Auto-Assist-Skill dauerhaft kostenlos verwenden. Zudem hat der Konzern klargestellt, dass das Update auf die neue Version der App freiwillig bleibt, die bekannte Anwendung kann weiterhin im vollen Umfang verwendet werden und erhält zudem immer noch Bugfixes, Sicherheitsupdates und ausgewählte neue Funktionen.

Verglichen mit der ersten Lösung, die BestandskundInnen deutlich mehr belastet hätte, erscheint tado°s zweiter Versuch einer vernünftigen Preispolitik etwas sinnvoller. Überraschend ist für mich, deswegen musste ich an die Aussagen der Bundesregierung denken, vor allem, dass der Konzern erst nach der großen Welle an Beschwerden in sozialen Netzwerken und vermutlich auch dem eigenen Posteingang gemerkt hat, wie gut eine Doppelbelastung (alte Thermostate für höheren Einstiegspreis gekauft + 19,99€ für App-Upgrade + 24,99€/Jahr für Auto-Assist) für bestehende KundInnen ankommt. Der Upgrade-Preis für die App ist meiner Meinung nach zumindest teilweise noch verständlich, immerhin benötigt eine App kontinuierlichen Support und wir sehen immer mehr Anwendungen, die auf ein Abomodell umsteigen. Interessant dürfte jetzt noch werden, wie in Zukunft große Updates der App finanziert und präsentiert werden, Informationen gibt es dazu aktuell noch nicht.


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Yannik Achternbosch
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5 Kommentare zu dem Artikel "tado° macht einen Rückzieher: Zugeständnis bei App-Update-Preis für BestandskundInnen"

  1. pseudo 2. Oktober 2018 um 15:21 Uhr ·
    Na das is doch mal ne gute Nachricht
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  2. ProfDr 2. Oktober 2018 um 19:04 Uhr ·
    Wer bei diesem hin und her in den Laden Geld investiert, ist selber schuld.
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  3. Retlinger 2. Oktober 2018 um 19:14 Uhr ·
    Tado der letzte Müll
    iLike 0
  4. ithommy 3. Oktober 2018 um 09:01 Uhr ·
    Genau wie bei NAVIGON hab 80 Euro bezahlt und jetzt ist kein Update mehr zu Verfügung. Weil NAVIGON verkauft wurde .
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    • neo70 3. Oktober 2018 um 09:34 Uhr ·
      Für meinen Fernseher bekomme ich seit vielen Jahren kein Update mehr, obwohl Philips nicht verkauft wurde. So ist das mit allen elektrischen Produkten, zu denen es Softwareupdates gibt, irgendwann ist Schluss, besonders wenn etwas verkauft wird.
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