Spotify will mit Standortüberprüfung Missbrauch des Familien-Abos stoppen

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Spotify unternimmt einen neuen Anlauf, den Missbrauch von Familien-Abos einzuschränken. Die Nutzer müssen fortan mit der Auswertung ihrer Standortdaten rechnen. Entsteht der Eindruck, dass ein Familien-Abo nicht von einer Familie genutzt wird, kann es gekündigt werden.

Spotify versucht weiter die Nutzung seines Familien-Abos zu regulieren. Ziel des Unternehmens ist, dass tatsächlich auch nur Familien dieses Angebot nutzen, doch haben zahlreiche Nutzer solche Abos abgeschlossen und teilen sie mit Freunden, Bekannten und Kollegen. Nun möchte Spotify mit einer neuen Maßnahme gegensteuern: Wie unlängst entdeckt wurde, hat das Unternehmen seine AGB in den USA geändert. Mit Wirkung zum 05. September werden nun von Zeit zu Zeit die Standortdaten von Nutzern ausgewertet.
Entsteht hier ein Bild, das so gar nicht auf die Nutzung durch eine Familie hindeutet, sollen Abos gekündigt werden können.

Kampf gegen Missbrauch ist schwierig

Dabei bewegt sich Spotify auf schwierigem Gebiet: Einerseits müssen längst nicht alle Familien komplett räumlich an einem Ort zusammenleben, worauf diese Auswertung der Standortdaten in erster Linie zielt. Andererseits ist Apple sehr restriktiv bei der Nutzung von Standortdaten durch Apps und das Verhältnis von Spotify zum iPhone-Konzern gilt ohne als angespannt. Spotify hatte schon früher versucht, die missbräuchliche Nutzung des Familien-Abos einzuschränken, schon immer mit mäßigem Erfolg. Im Zusammenhang mit der jüngsten Maßnahme betonte Spotify in einer Stellungnahme, die Standortdaten der Nutzer werden verschlüsselt gespeichert und nur so lange vorgehalten, wie unbedingt nötig.
Spotify ist aktuell noch der Marktführer beim Musikstreaming, Apple Music liegt auf dem zweiten Platz.

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Roman van Genabith
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6 Kommentare zu dem Artikel "Spotify will mit Standortüberprüfung Missbrauch des Familien-Abos stoppen"

  1. Steve 13. September 2019 um 13:02 Uhr · Antworten
    Dann wäre interessant, wie sie das bei Urlaub, Pendlern oder gar im Ausland beschäftigten oder Reisenden auswerten und bewerten wollen, oder, wie bereits erwähnt im Artikel, bei Familien, die zwar Familie sind, aber räumlich getrennt wohnen. Eltern und geschiedene Kinder beim anderen Elternteil, Großeltern, oder unzählige andere Varianten. Der Weg dahin erscheint mir in mehrfacher Hinsicht problematisch. Sowohl vom Erfolg her, als auch datenschutzrechtlich. Was ist, wenn jemand, berechtigt, seine Standortdaten abschaltet oder wiederspricht? Bekommt er dann kein Familienabo oder gekündigt? Das alles erscheint mir halbgar gekocht und verzweifelt vorschnell mit heißer Nadel gestrickt, und ist vorprogrammiert Ärger und Klagen nach sich zu ziehen.
    iLike 8
    • Steve 13. September 2019 um 13:09 Uhr · Antworten
      „Nur so lange wie nötig“ ist auch so eine Sache. Um aus den obigen Konstellationen ein schlüssiges und aussagekräftiges Profil zu erstellen und auswerten zu können, müssten die Daten langfristig gesammelt und vorgehalten werden. Und schon sind wir bei 6, 12 Monaten oder weit mehr. Studenten im Ausland, au pair, Entwicklungshelfer, Soldaten…die Liste wäre endlos.
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  2. Georg 13. September 2019 um 13:11 Uhr · Antworten
    Will nicht Netflix etwas ähnliches machen?
    iLike 1
  3. Souly87 13. September 2019 um 14:03 Uhr · Antworten
    😂 ergo die kommen damit nicht durch
    iLike 1
  4. zweiundvierzig 13. September 2019 um 16:35 Uhr · Antworten
    Verdammt….jetzt habe ich bei meiner CD-Sammlung die Standortfreigabe übersehen… Darf ich meine CD`s überall hören? Dürfen Andere meine CD`s hören? Darf ich meine CD`s mit Freunden und Familie teilen? Darf ich meine CD`s auf dem Gerät meiner Wahl hören? Fragen über Fragen…Antwort: JA!
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  5. iPhoner 14. September 2019 um 13:51 Uhr · Antworten
    Für was braucht man Spotify nochmal?
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