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Sonos Roam im Test: Neuer Goldstandard für mobile Lautsprecher? | REVIEW

Der Sonos Roam (Affiliate-Link) ist der handliche Hybrid eines Bluetooth- sowie WLAN-Speakers und verbindet das Beste aus zwei Welten. Er lässt sich nahtlos ins heimische Sonos-Ökosystem einbinden und fungiert gleichzeitig als mobiler Lautsprecher für unterwegs. Der Sound ist aufgrund der Bauart zwar begrenzt, macht aber einen vernünftigen Job. Die Verarbeitung ist zweckmäßig, die Bedienung intuitiv. Der Preis von 180 Euro (Affiliate-Link) ist zwar sehr hoch, man kann ihn angesichts der Features und dem individuellen Use-Case aber rechtfertigen.

Bekannte Wege mit neuem Ansatz

Den meisten ist Sonos ein Begriff, wenn es um WLAN-Multiroom-Systeme geht. Vor allem in der Apple-Community sind die AirPlay-fähigen Speaker eine willkommene Alternative bzw. Ergänzung zum weitaus eingeschränkteren HomePod-Portfolio. 

Bis zum Herbst 2019 fristeten die beliebten Sonos-Geräte ein grundlegend stationäres Dasein. Mit dem Release des allerersten akkubetriebenen Bluetooth-Speakers, dem Sonos Move, wurde die Produktpalette allerdings auf portable Lautsprecher ausgeweitet. Die Technik-Welt war jedoch hin- und hergerissen: Mit einem Gewicht von 3 kg war er nicht unbedingt der Inbegriff von Portabilität und auch die UVP von knapp 400 Euro ließ einige Kunden zögern. Für einen On-the-go-Lautsprecher war er also nicht zwingend geeignet. Man sollte ihn also eher als eine Art Sonos One ansehen, den man ohne großes Kabel-Gefrickel mit auf den Balkon oder in den Garten mitnehmen kann.

Dem Bedarf nach einem „Fix in den Rucksack geworfen“-Speaker konnte sich Sonos aber nicht verschließen: Knapp 1,5 Jahre nach dem Sonos Move erblickte der nur 430 g leichte Sonos Roam das Licht der Welt. Mit einer Höhe von 16,8 cm und einer Breite von 6 cm ist er der kompakteste Sonos-Speaker. 

Die klare Designsprache ist Sonos-typisch. Nicht fehlen darf das Unternehmenslogo, das sich in jeder Stellung gleich lesen lässt.

Corona-Lockerungen und EM 2021: Der richtige Zeitpunkt für den Sonos Roam?

Die Corona-Pandemie machte es vielen Herstellern nicht gerade einfach, ‚Unterwegs-Produkte‘ zu veröffentlichen – so hat sich der Release der AirTags sicherlich um ein ganzes Jahr verzögert. Doch allmählich scheint das Licht am Ende des Tunnels von Tag zu Tag heller: Perfekt, um Produkte wie AirTags oder Bluetooth-Speaker herauszubringen. 

Noch dazu steht bald die Fußball-Europameisterschaft ins Haus und trotz anhaltender Corona-Maßnahmen wird das gemeinsame Mitfiebern an den Empfangsgeräten Usus sein. Viele junge Leute treffen sich hierzu nicht zwingend zuhause vor dem TV; an milden Sommerabenden geht’s viel lieber in den Park mit iPad, ein paar Bier und Pizza – ein privates Open-Air Public-Viewing also. Genau da macht sich ein vernünftiger Bluetooth-Lautsprecher wie der Sonos Roam doch wirklich gut.

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WLAN und Bluetooth für maximale Flexibilität

Die Bluetooth-Funktionalität kurz abgefrühstückt: Ihr verbindet den Speaker mit einem Ausgabegerät und schon beginnt er brav mit der Wiedergabe, oh welch Überraschung…

Viel cooler ist die nahtlose Integration des Sonos Roam in das bestehendes Sonos-System. Denn im heimischen Netzwerk fungiert er als ganz normaler Smart-Speaker mit den bekannten Funktionen: Multiroom-Wiedergabe und AirPlay 2, Sprachsteuerung durch Amazon Alexa sowie Google Assistant, flexible Anpassung in der Sonos-App. Der größte Unterschied zu den stationären Sonos-Lautsprechern ist der fehlende Ethernet-Anschluss sowie die Tatsache, dass man ihn nicht als Rear-Speaker verwenden kann; dafür würde ich aber sowieso (mindestens!) einen Sonos One empfehlen.

Ein nettes und bisher Roam-exklusives Feature: Ist man im heimischen Sonos-System unterwegs, kann man Musik via Bluetooth auf den Sonos Roam senden und „Bluetooth Line-In“ überträgt das Audio auf die anderen Speaker des Sonos-Systems. Was cool klingt, ist auch cool und funktionierte in meinen Tests ausgezeichnet.

Nun zum größten Kritikpunkt hinsichtlich der Musikübertragung: Zwar können zwei Sonos Roam im Stereo betrieben werden, allerdings nur im WLAN-Netzwerk. Mag sein, dass das eine Entscheidung aufgrund besserer Effizienz und Latenz, aber mal ehrlich: Bluetooth-Stereo klappt sogar mit dem 2015 vorgestellten JBL Xtreme. Da muss es im Jahr 2021 doch wohl sinnvolle Optionen dahingehend geben…

Klangoptimierung durch Trueplay

Diese Funktion kennt man bereits vom größeren Sonos Move: Die Mikrofone des Lautsprechers scannen die Umgebung und passen den Sound automatisch an die Gegebenheiten der Umwelt an. 

Um die Kalibrierung muss man sich allerdings nicht sorgen: Die Sensoren des Roam erkennen, wenn man ihn bewegt, wodurch Trueplay automatisch startet. Dafür muss sich der Speaker nicht zwingend im WLAN befinden; auch unterwegs funktioniert die Sound-Anpassung. 

Klangtest: Durchschnitt und viel Bass

Bei Sonos bin ich immer im Zwiespalt: Die Konnektivität, das Ökosystem und die Vielfalt der Produkte zählen sicherlich zu den Stärken der Marke. Was den Sound betrifft, bin ich aber erheblich kritischer: Meist sind mir die Produkte schlichtweg zu teuer für das, was sie mir rein klanglich bieten. Dennoch versuche ich, eine möglichst faire Bewertung – auch hinsichtlich der Gerätegröße – vorzunehmen.

Bei normaler Lautstärke erhält man eine recht ausgeglichene Frequenzstruktur, mit der man alle Genres bedienen kann. Die für manche kleine Bluetooth-Speaker oft typischen blechernen Mitten besitzt auch der Sonos Roam; diese verleihen der Musik einen dezent unnatürlichen Charakter. Der von Sonos gewohnt kräftige und druckvolle Bass ist auch beim Roam deutlich wahrnehmbar, hält sich zunächst aber noch in Grenzen. Wenn es lauter hergeht oder ihr Hip-Hop hört, drängelt er sich unangenehm in den Vordergrund und überdeckt die restlichen Frequenzen. Zudem wirken die Tiefen dann ziemlich undifferenziert. Ich weiß, bei einem solch kleinen Mono-Speaker kann man schlecht von der klassischen ‚Bühne‘ sprechen, dennoch: In Sachen Klangvolumen könnte man mehr rausholen, denn stark stereo-basierte Songs mit vielen Spuren oder Frequenzbereichen klingen eher mittelprächtig. Die Höhen kann ich für die Größe des Lautsprechers absegnen, zumindest wenn man im EQ der Sonos-App den Bass leicht zurückschraubt.

So sieht der Sonos Roam in der Exploded-View aus. Die Treiber sind gut zu erkennen.

So sieht der Sonos Roam in der Exploded-View aus. Die Treiber sind gut zu erkennen. (Bild: Tink)

In den nächsten Tagen habe ich den Sonos-Speaker mit Lautsprechern in ähnlichen Ausmaßen verglichen, darunter der JBL Flip 5 für knapp 70 Euro. Der kleine Bluetooth-Speaker der zu Samsung gehörenden Harman-Gruppe hat auch bei lauterer Musik ein vergleichsweise ausgeglicheneres Frequenzprofil. Die Mitten sind dezent natürlicher, der Bass weniger dominant. In gewissen Situationen gefallen mir aber die Höhen nicht so gut und die Musik klingt etwas flach.

Doch wie sieht es für unseren ‚EM-Spiel im Park anschauen‘-Einsatzzweck aus? Tatsächlich performt der Sound bei stark stimmlastigem Audio äußerst gut. Ein großer Vorteil: Bei reinen Vocals ist der Bass meist nicht sonderlich involviert, weshalb man den Sonos Roam auch getrost aufdrehen kann. Dem Fußballvergnügen steht unterwegs also nichts im Wege – außer vielleicht steigende Inzidenzwerte…

Bedienung eher unspannend

Den Sonos Roam kann man entweder horizontal auf vier Gummifüßchen legen oder aufrecht hinstellen. Für die letztere Option sind die beiden Außenseiten ebenfalls gummiert. Je nach Aufstellart befinden sich auf der linken Außenseite bzw. Oberseite die Sonos-üblichen Bedienelemente, bestehend aus Play/Pause, Lauter/Leiser und einem Mikrofon-Mute. 

Die Anordnung der Tasten ist selbsterklärend.

Die Anordnung der Tasten ist selbsterklärend. (Bild: Tink)

An der Rückseite ist neben dem USB-C-Ladeport ein On/Off-Switch, mit dem man den Speaker manuell an- und ausschalten kann. Für unterwegs ist das sicherlich sinnvoll. Wer den Roam stets griffbereit und dennoch vollgeladen haben möchte, kann ihn mit der rechten Außenseite – hilfsweise der gummierten Seite ohne Bedienelemente – auf eine Qi-Ladematte
stellen.

Man kann den Roam entweder per USB-C-Kabel oder mit einer Qi-Matte laden.

Man kann den Roam entweder per USB-C-Kabel oder mit einer Qi-Matte laden. (Bild: Valentin Heisler)

Das Thema Preis…

Wie schon weiter oben erwähnt, ist Sonos nicht gerade ‚on the cheap side of life’: Für den kleinen Roam legt ihr satte 180 Euro (Affiliate-Link) auf die Ladentheke (Stand: Anfang Juni 2021). Demnach solltet ihr definitiv abwägen, wie euer Einsatzzweck genau aussieht. Wollt ihr einen Lautsprecher, der sich in euer bestehendes Sonos-System integriert, nebenbei auch Bluetooth kann und technisch gesehen seinesgleichen sucht, ist der Roam der richtige Weg. Benötigt ihr lediglich guten Bluetooth-Sound für unterwegs oder nur einen tragbaren AirPlay-Speaker, dann gibt es weitaus günstigere Alternativen.

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Valentin Heisler
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