Home » Apps » Snapseed bekommt Retro-Filter: das müsst ihr wissen

9. Januar 2026

Patrick Bergmann

Snapseed bekommt Retro-Filter: das müsst ihr wissen

Nach Jahren weitgehender Stagnation erlebt die Bildbearbeitungs-App Snapseed ,seit Langem im Besitz von Google,seit Mitte 2025 eine spürbare Wiederbelebung. Mit dem großen Redesign im Juni des vergangenen Jahres hatte Google die App grundlegend modernisiert und damit signalisiert, dass Snapseed weiterhin aktiv gepflegt wird. Nun folgt mit Version 3.12 das nächste inhaltlich relevante Update.

Version 3.12 bringt Retro-„Snapseed Kamera“

Wie der gut vernetzte Tech-Blog 9to5Google berichtet, erweitert Google Snapseed um eine neue Retro-Kamera. Der Ansatz unterscheidet sich bewusst von klassischen Filtern: Statt Looks erst nachträglich anzuwenden, lassen sich Fotos direkt mit vordefinierten Filmprofilen aufnehmen. Insgesamt stehen elf Retrofilter zur Verfügung, die sich klar an analogen Klassikern orientieren – mit Anleihen bei Kodak, Fuji, Agfa, Polaroid und Technicolor. Zur Auswahl stehen folgende Profile:

  • KP1 (Kodak Portra 400)
  • KP2 (Kodak Portra 160)
  • KG1 (Kodak Gold 200)
  • KE1 (Kodak E200)
  • FS1 (Fuji Superia 200)
  • FS2 (Fuji Superia 800)
  • FP1 (Fuji Pro 400h)
  • AG1 (Agfa Optima 200)
  • AS1 (Agfa Scala 200)
  • PD1 (Polaroid 600)
  • TC1 (Technicolor)

Der Kamerasucher setzt bewusst auf ein skeuomorphisches Design mit Filmwechsel-Animation. Zusätzlich lassen sich sechs Farbthemen für die Benutzeroberfläche auswählen. Stil und Intensität werden bereits live im Sucher angezeigt, die Körnung wird jedoch erst nach der Aufnahme berechnet – ein Hinweis auf eine gezielte Performance-Optimierung.

Das müsst ihr wissen

Die Retro-Kamera ist kein klassischer Modus innerhalb der App. Sie wurde bereits mit Version 3.11 eingeführt und wird über eine Kamera-Verknüpfung im Kontrollzentrum gestartet. Auf neueren iPhones ab dem iPhone 16 lässt sich alternativ die Camera-Control-Funktion nutzen.

-> Snapseed laden

Snapseed bleibt weiterhin kostenlos im deutschen App Store verfügbar, setzt iOS bzw. iPadOS 17 oder neuer voraus und kommt ohne Werbung, Abos oder In-App-Käufe aus. Google positioniert die App damit zunehmend als durchgängiges Werkzeug für Aufnahme und Bearbeitung – leistungsfähig, aber bewusst niedrigschwellig.

1 Gedanke zu „Snapseed bekommt Retro-Filter: das müsst ihr wissen“

Schreibe einen Kommentar