Reaktion auf Covid-19 und Handelskonflikt: AirPods werden seit März in Vietnam gebaut

Die AirPods werden erstmals in großer Stückzahl in Vietnam gefertigt. Mit diesem Schritt möchte Apple sich für zu erwartende neue Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China besser aufstellen. Außerdem bereitet sich Apple auf eine deutlich fallende Nachfrage nach AirPods vor.

Apple hat offenbar damit begonnen, die Massenfertigung seiner AirPods in Vietnam aufzunehmen. Entsprechende Pläne wurden seit langem diskutiert und vorbereitet, Apfelpage.de berichtete. Ziel ist, unabhängiger von den Standorten in China zu werden, die bei Ausbruch des Handelskonflikts zwischen China und den USA zum Problem wurden. Aufgrund der verhängten wechselseitigen Strafzölle, wurde die Wirtschaftlichkeit der Fertigung in China mit anschließendem Export in die USA plötzlich in Frage gestellt. Und auch wenn dieses Problem in Folge getroffener Vereinbarungen zwischen den beiden Großmächten zuletzt weniger dringend war, ist die grundsätzliche Thematik keineswegs vom Tisch, im Gegenteil: Covid-19 verursachte zuletzt neuerlich böses Blut zwischen den USA und China und neue Handelshemmnisse können jederzeit in Kraft gesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund werden die klassischen AirPods seit März auch in Vietnam gefertigt, wie asiatische Wirtschaftsmedien unter Berufung auf gut informierte Kreise berichten. Zwischen drei und vier Millionen Einheiten im Quartal sollen dort gefertigt werden, das entspricht einem Drittel der georderten Gesamtmenge.

Apple rechnet mit sinkender Nachfrage

Die aufkommende Corona-Krise hat zudem die Notwendigkeit alternativer Fertigungsstrukturen erneut betont und den Prozess der Lösungsfindung beschleunigt. In Vietnam haben die Behörden bereits Sondergenehmigungen für die Schlüssel-Zulieferer ausgestellt, damit diese die Produktion der AirPods auch in Zeiten des Lockdown aufnehmen konnten, heißt es.

Apple hat überdies auf eine zu erwartende sinkende Nachfrage nach AirPods reagiert. Dem Vernehmen nach wurden die Orders für die für Q1 2020 bestellten Einheiten um rund 10% gekappt. Ursprünglich waren rund 45 Millionen AirPods bestellt worden. Ob auch die komplizierteren AirPods Pro bald außerhalb Chinas zusammengebaut werden, ist noch nicht klar.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Reaktion auf Covid-19 und Handelskonflikt: AirPods werden seit März in Vietnam gebaut"

  1. iPhoner 9. Mai 2020 um 22:24 Uhr · Antworten
    Wir tun gut daran uns von China zu distanzieren. Wir quieken ja schon (Masken, Antibiotika, Tech-&Foodbereich), obwohl die noch gar nicht zugedrückt haben!
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