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Produktcheck: Was kann der 3-in-1 Wasseraufbereiter Mitte Home?

Vor allem mit Blick auf Asien und Afrika können wir uns über unser Trinkwasser aus dem Hahn glücklich schätzen, doch herausragend ist es nicht mehr. Trotz strenger Vorschriften nimmt auch hierzulande die „Verschmutzung“ zu. Genau hier beabsichtigt der 3-in-1 Wasseraufbereitung Mitte Home des gleichnamigen Herstellers anzusetzen. Was kann das Gerät für knackige 349 Euro? Das klären wir in diesem Produktcheck. 

Was kommt wie an?

Mitte hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltig die Wasserqualität für seine Käufer zu verbessern. Den Ansatz der Nachhaltigkeit löst der Hersteller auf jeden Fall schon einmal bei der Verpackung ein. Es wird ausschließlich auf Kartonage gesetzt. Im Lieferumfang finden wir den Wasseraufbereiter, die Trinkflasche aus hochwertigen und lebensmittelfestem Kunststoff und eine Filterkartusche.

Der Lieferumfang des 3-in-1 Wasseraufbereiter + zusätzliche Kartuche

Diese Kartusche befindet sich in einer eigenen Verpackung, die man für den Rückversand nutzt, wenn diese verbraucht ist. Dazu noch ein Stromkabel und das war es.

Verarbeitung und Installation

Aufgrund von Größe und Gewicht ist es absolut nachvollziehbar, dass der Wasseraufbereiter aus Kunststoff gefertigt ist. Das ist keine Kritik, ganz im Gegenteil. Alles fühlt sich dank mattweißer Farbe hochwertig an, die beiden Klappen sitzen sauber, schließen bündig ab und nichts klappert. Der Wassertank ist in Frost gehalten und leicht durchsichtig. Die Abtropfschale ist ebenfalls aus Kunststoff, das Gitter aus Edelstahl. Der Wasseraufbereiter verfügt neben dem obligatorischen Stromanschluss über Bluetooth und WLAN. Bluetooth ist für das erste Koppeln mit der Mitte-App notwendig, mit dessen Hilfe das Gerät ins WLAN eingebunden wird. Etwas schade finden wir den Accountzwang, allerdings wird über die App auch der Nachschub an den Zylindern mit CO2 und den Kartuschen mit verschiedenen Mineralisierungen realisiert. Ein Designhighlight ist der Kopf, in dem die Flasche eingesetzt wird, bzw. dessen Oberseite. Die Status-LED ist in Kork eingefasst, die gleichzeitig als Auslöser für den Aufbereitungsprozess dient.

Es ist viel mehr als nur gesprudeltes oder gefiltertes Wasser

Nach dem Einbinden gönnen wir uns die erste Flasche aufbereitetes Wasser. Wir sprechen mit Absicht nicht von einem gesprudelten oder gefilterten Wasser. Der Wassertank fasst knapp 840 Milliliter Wasser, mit zwei Flaschen hat man bei normaler Tätigkeit seinen Tagesbedarf an Wasser also gedeckt.

Denn das Geheimnis steckt in den Kartuschen: Hier wird das Wasser zunächst über zwei Filter gereinigt, bevor es mineralisiert in die Flasche zurückgegeben wird. Das Filtersystem besteht aus zwei Komponenten. Da wäre einmal der Aktivkohlefilter aus Kokosnussschalen. Ergänzt wird dieser durch einen Hohlfaserfilter. Das soll dafür sorgen, dass die folgenden Verschmutzungen herausgefiltert werden:

  • Blei
  • Chlor
  • Cadmium
  • Bakterien
  • Mikroplastik
  • und Kalk

An dieser Stelle ein kleiner Einschub: Deutschlandweit kann das Wasser ohne Bedenken aus dem Wasserhahn getrunken werden. Dennoch nehmen hier die Verunreinigungen zu. Gründe sind die Zunahme an Mikroplastik, aber auch immer längere Leitungen, mit denen das Trinkwasser aus den Quellen zu den Bewohnern transportiert werden. Und nicht zuletzt ist Kalk ein „Problem“, weil damit das Wasser hart im Geschmack wird und so beispielsweise Kaffee oder Tee deutlich beeinflusst. 

Zurück zu unserem Wasser: Nach der Filtration, die rund 45 Sekunden dauert, ist das Wasser mineralisiert in der Flasche. Wir haben uns mit dem kleinen Display auf der Front für die stärkste Stufe zum Sprudeln entschieden, zur Auswahl steht noch „Medium“ und „Still“. Der Autor dieser Zeilen mag es prickelnd und die Stufe „Stark“ pumpt 17 Stöße aus der CO2-Kartusche hinein.

Der Geschmackstest

Geschmack ist natürlich absolut subjektiv, doch wir waren verblüfft. Alle vier verschiedenen Kartuschen schmeckten absolut unterschiedlich – was zudem von Freunden und Verwandten bestätigt wurde. Am besten gefiel uns die Kartusche Active, hier kommen Natrium und Kalium zum Einsatz und verleihen dem Wasser einen erfrischenden Geschmack. Kommen wir abschließend zur Bewertung der Filtration und hier lassen wir den Schwarzteetest für sich sprechen:

Links das gefilterte Wasser, rechts direkt aus dem Hahn – Brausnchweig, Wasser aus der Oker

Im linken Glas befindet sich das gefilterte Wasser aus dem 3-in-1 Wasseraufbereiter, rechts das Wasser aus dem Hahn. In Braunschweig wird das Trinkwasser aus der Oker/Harz gespeist und verfügt über einen kaum vorhandenen Kalkgehalt.

Auswertung via App

Der 3-in-1 Wasseraufbereiter kommt mit einer App, die mehr als nur schmückendes Beiwerk ist. Sie informiert darüber, wie voll die Kartusche oder der CO2-Zylinder ist oder wann eine Nachbestellung erforderlich ist.

Es gibt außerdem eine Langzeitauswertung über den täglichen, wöchentlichen und monatlichen Konsum. Etwas schade ist die fehlende Anbindung an Apple Health, unserer Meinung nach wäre das System von Mitte geradezu prädestiniert.

Der Preis für eine Flasche Wasser

Neben der Anschaffung für das Gerät stellt sich die Frage, was die Flasche Wasser kostet. Ein CO2-Zylinder kostet 10€ und reicht für ca. 75 bis 100 Flaschen. Die Kartusche „Active“ kostet 54,99€ und reicht für knapp 250 Flaschen. Bedeutet also, dass ihr drei Zylinder benötigt und sich so umgerechnet ein Preis von 0,29 Euro ergibt – das Wasser aus dem Hahn nicht inkludiert.

Nachhaltigkeit

Der Hersteller spendet 1% von jedem Kauf an die Organisation water.org, doch das ist nicht alles. Der Versand des Wasseraufbereiters sowie aller Kartuschen erfolgt CO2-neutral, die Verpackung für die Kartuschen kann zudem direkt für den Rückversand genutzt werden. Auch das Versandlabel ist direkt beigelegt.

Fazit

349 Euro sind ein stolzer Anschaffungspreis und manch einer mag versucht sein, dies mit einem Soda Stream zu vergleichen. Das greift deutlich zu kurz, denn der 3-in-1-Wasseraufbereiter ist deutlich mehr. Doch der Verbrauch an PET-Flaschen hat sich in unserem Test deutlich reduziert, das Wasser schmeckt nicht nur deutlich besser, es ist auch gesünder. Und ihn einer Zeit, in der das Leben immer hektischer und stressiger wird, ist es umso wichtiger, bei der Aufnahme von Wasser auf die bestmögliche Qualität zu achten.

-> Mitte Home kaufen

 

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Patrick Bergmann
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7 Kommentare zu dem Artikel "Produktcheck: Was kann der 3-in-1 Wasseraufbereiter Mitte Home?"

  1. Bambusradler 26. Oktober 2022 um 12:44 Uhr ·
    Man kann sich auch einfach eine kleine Osmose-Anlage anschaffen. Das ist eine Kombination aus Sandfilter (für alles was schwebt), Aktivkohle und eine spezielle Membran, die Schwermetalle, Kalk… rausholen. Zugegeben wird dann nichts, das Resultat ist ein sehr weiches Wasser. Einfache Anlagen kommen ohne Strom aus (der vorhandene Leitungsdruck reicht), nur die Filter und die Membran müssen ab und zu mal getauscht werden. Gibts ab 50 Euro.
    iLike 2
    • Patrick Bergmann 26. Oktober 2022 um 13:02 Uhr ·
      Und die Mineralisierung? Äpfel und Birnen
      iLike 0
      • Bambusradler 26. Oktober 2022 um 13:09 Uhr ·
        Geht auch mal ohne Mineralisierung (so lange man es nicht übertreibt). Seinen Frühstückst-Tee oder Kaffee mit Osmosewasser zubereiten, das auch zum Kochen verwenden und den Rest des Tages sauren Sprudel trinken, schon kriegt man auch sein notwendiges Pensum an Mineralien rein. Davon abgesehen ist Ernährung so ein komplexes Thema, da hat es noch nie Sinn gemacht sich nur einen Aspekt anzusehen. Die benötigten Mineralien können auf vielen unterschiedlichen Wegen in den Körper gelangen. Auf welchem ist egal, Hauptsache unterm Strich ist die Ernährung ausgewogen.
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  2. WolfgangD. 26. Oktober 2022 um 15:33 Uhr ·
    „das Wasser schmeckt nicht nur deutlich besser, es ist auch gesünder“ Ich würde mit Aussagen zur Gesundheit ohne ärztliche Nachweise, in so einem Werbeblog (und auch als Hersteller) deutlich vorsichtiger sein. Gibt öfter Ärger mit den Gesundheitsbehörden. Um solche Sprüche ohne gute Bezahlung von sich zu geben, muss man wohl zu der Gemeinschaft der „Gläubigen Apple Fangirlz“ gehören, erinnert mich an den Holzklotz gegen Erdstrahlen den ich mal getestet hatte. Zusätzliche Mineralisierung ist für’n Arsch (bzw. nutzt nur dem Verkäufer). Tropfen von irgendeinem Sirup reicht, wenn „pur“ Sprudel zu öde schmeckt. Prise Salz oder Zucker auf den Liter geht auch. Das ist schliesslich kein destilliertes (mineralfreies) und somit nicht trinkbares Wasser. Die Esoteriker mögen den Unterschied zu entmineralisiertem Wasser Unsere pures Brunnenwasser (SH Geest) hat leider einen sehr hohen Mangangehalt, welcher den Tee- und Kaffeegenuss vermiest. Rotbraune Ablagerungen überall wo Wasser verdunstet ist. Da nimmt man bei entsprechendem Literumsatz die erwähnte günstige Osmoseanlage. Oder wie ich, diese Türablage-Filterkannen mit Einsatz 3-6€ für um 200l, für das Aufbrühwasser – Wasserkocher und Kaffeemaschine danken es einem. Sprudelwasser kommt einfach aus der Leitung, zum Glück kosten Sodastream kompatible CO2 Kartuschen nicht mal eben das doppelte wie bei dem hier vorgestellten Apparat. Ach so, 17 mal draufdrücken schaffe ich auch noch. Insgesamt sehe ich das als Produkt für Leute mit zuviel Geld, Glauben, und zu viel Langeweile, wegen App Anbindungsspielerei. Dennoch danke für die Info, es muss ja für jeden passendes Spielzeug geben.
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    • Patrick Bergmann 26. Oktober 2022 um 15:53 Uhr ·
      So verbittert? Für unsere bescheidene Einschätzung ist gefiltertes Wasser ohne Schwebeteilchen klarer und somit gesünder. Eine Kartusche für Sodastream kostet im Discounter aktuell knapp 8 Euro und ist somit nur marginal günstiger. Und wir kennen aktuell kein anderes Gerät, welches das Wasser filtert, mineralisiert und aufsprudeln kann. Abschließend wollen wir noch sagen, dass wir das Gerät gestellt bekommen haben, dies aber in keinster Weise unsere Meinung beeinflusst.
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      • WolfgangD. 26. Oktober 2022 um 22:06 Uhr ·
        Patrick Bergmann 26. Oktober 2022 um 15:53 Uhr: „So verbittert? Für unsere bescheidene Einschätzung ist gefiltertes Wasser ohne Schwebeteilchen klarer und somit gesünder.“ Sowas muss von Werbefachleuten kommen. Klartext könnt ihr nicht ab. Schaut euch einfach mal die aktuellen Vorgaben zu Gesundheitsaussagen bei Produkteigenschaften an. Lügt euch die Welt nur weiter Apple-Rosa. Irgendein Beleg, dass Schwebeteilchen (=organische Stoffe) in euerem Wasserhahn herumschwimmen, und gesundheitlich bedenklich sind? Dito euer gar schröckliches Mikroplastik, bakteriologisch ist Leitungswasser schliesslich einwandfrei. An den Listerien in der Leitung ist man selber schuld, wenn die dort wachsen. Und immer schön Globuli schlucken…
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      • Patrick Bergmann 27. Oktober 2022 um 10:12 Uhr ·
        Der Schwarzteetest ist recht eindeutig
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