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15. Juli 2026

Fabian Schwarzenbach

OpenAI weist Apples Vorwürfe zurück: „Keine Beweise für Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen“

Im Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI verschärft sich der Ton. Nachdem Apple den KI-Konzern wegen des mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt hatte, hat OpenAI die Vorwürfe nun entschieden zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte, es gebe „keine Beweise, die Apples Behauptungen stützen“.

In seiner Stellungnahme gegenüber Bloomberg betont OpenAI, dass das Unternehmen kein Interesse an Apples geschützten Informationen habe und seine Hardware-Produkte unabhängig entwickle. Man werde sich gegen die Klage verteidigen und sei überzeugt, dass sich die Vorwürfe im Laufe des Gerichtsverfahrens als unbegründet erweisen werden.

Streit dreht sich um KI-Hardware

Apple hatte die Klage in der vergangenen Woche eingereicht. Der iPhone-Hersteller wirft OpenAI sowie zwei ehemaligen Apple-Managern vor, vertrauliche Informationen über zukünftige Hardware-Projekte unrechtmäßig genutzt zu haben.

Nach Darstellung Apples sollen ehemalige Mitarbeiter vertrauliche Dokumente und interne Informationen mitgenommen haben, die OpenAI beim Aufbau seiner neuen Hardware-Sparte zugutekommen könnten. Diese entstand nach der milliardenschweren Übernahme des von Jony Ive gegründeten Start-ups io und arbeitet an einer völlig neuen Geräteklasse für künstliche Intelligenz.

OpenAI weist jedoch jede Beteiligung an einem möglichen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen zurück. Das Unternehmen erklärt, seine Produkte basierten auf eigener Forschung und Entwicklung. Bislang habe Apple keine konkreten Belege vorgelegt, die die Anschuldigungen untermauern würden.

Verfahren könnte sich über Jahre ziehen

Branchenbeobachter rechnen damit, dass sich der Rechtsstreit über einen längeren Zeitraum hinziehen wird. Für OpenAI kommt die Klage zu einem sensiblen Zeitpunkt: Das Unternehmen arbeitet an seinen ersten KI-Hardwareprodukten und soll zudem einen Börsengang vorbereiten. Eine langwierige Auseinandersetzung mit Apple könnte diese Pläne erschweren.

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